Vorsprung vergeigt
Wir hatten es im Vorbericht erwähnt, dass eine Führung der Haie und ein Rückstand für die Tigers für das Spiel entscheidend sein könnte. Am Ende kam es anders und die Tigers zogen sich am eigenen Schopfe zum Comeback aus dem Sumpf. Die Haie verpassten es mit einem Erfolgserlebnis in den Endspurt der Hauptrunde zu starten und „vergeigen“ den Vorsprung.
Vor dem Spiel
Den Haien fehlte mit Grenier (verletzt), Tyrväinen (gesperrt) und Tuomie (krank) eine komplette Angriffsreihe. Trotzdem konnten die Haie vier komplette Sturmreihen auf den Spielbericht bringen. Die einzige Formation die offensiv unverändert blieb, war die Linie um Storm, Aubry und Kammerer. Hänelt, aus Bad Nauheim zurückbeordert, rückte auf den Spot von Grenier. Die Bottom 6 wurden ziemlich durchgetauscht, das konnte bei den genannten Ausfällen aber auch nicht ausbleiben.
Defensiv gab es trotz der sieben Gegentore gegen die Adler keine Veränderungen. Hudacek bekam den Start und Ancicka fungierte als sein BackUp.
1. Drittel
Das erste Drittel begann mit einem Schockmoment als Schiedsrichter Frano nach nur 26 Sekunden und einem Kontakt mit einem Straubinger Spieler zu Boden ging. Wir wollen nicht näher darauf eingehen und auch die Bilder sind wenig empfehlenswert. Gute Besserung jedenfalls an den Unparteiischen. Die Partie wurde daraufhin im drei Mann System, mit dem einzig verbliebenen Hauptschiedsrichter Gofman fortgesetzt.
Das erste Drittel ist schnell erzählt, denn es passierte relativ wenig auf beiden Seiten. Die Haie spielten defensiv strukturiert, leisteten sich jedoch zu viele leichte Fehler im eigenen Spielaufbau. Straubing war jedoch nicht in der Lage diese auszunutzen. Die Haie machten es besser, als sie einen Konter sehenswert zur Führung nutzen konnten. Schütz brachte die Scheibe aus dem eigenen Drittel und MacLeod spielte die Scheibe sehenswert zurück in den Laufweg von Schütz. Dieser konnte frei vor Bugl eiskalt zur Führung vollenden.
2. Drittel
Torreicher zweiter Spielabschnitt. Beide Teams konnten je zwei Mal auf dem Scoreboard anschreiben. MacLeod schickte nach einem starken Heads-up-play Wohlgemuth auf die Reise, der Bugl bei seinem 1 auf 0 keine Abwehrchance ließ. Die Tigers konnten jedoch im Powerplay antworten, als Leonhardt Hudacek anschießen und überwinden konnte.
Die passende Antwort seitens der Haie auf den Anschluss der Tigers hatte Schütz. Almquist bediente Schütz, welcher seinen Gegenspieler sehenswert aussteigen ließ und krönte diese Aktion mit einem starken Abschluss unter das Dach zum 3:1 aus Sicht der Haie. Das es nicht beim beruhigenden 2-Tore Vorsprung blieb lag daran, das Straubing auch das zweite Powerplay erfolgreich nutzen konnte. Hatten die Haie diese Unterzahl weitestgehend im Griff, so traf Brandt 4 Sekunden vor Ablauf der Strafe zum 2:3 ins Tor vom machtlosen Hudacek.
3. Drittel
Die Haie gingen mit einer Führung in die letzten zwanzig Minuten, agierten dort aber viel zu passiv. Straubing erhöhte stetig den Druck und belohnte sich mit dem 3:3 Ausgleich durch Clarke. Als man auf eine Overtime hoffen konnte oder besser gesagt hoffen musste schlugen die Tigers nochmal zu und drehten die Partie durch Braun endgültig zum am Ende verdienten Comeback Sieg. Die Haie nahmen Hudacek zu Gunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis, doch die letzten Offensivbemühungen verpufften ergebnislos.
Fazit
Das Duell am Pulverturm hatte wieder etwas von dem Straubing was man aus den letzten Jahren kannte. Die Haie verpassten es dabei eine 3:1 Führung nach Hause zu bringen und geben auch wegen Ihrer im Laufe des Spiels immer größer werdenden Passivität Straubing die Chance auf den Comeback Sieg.
Die Niederlage zeigte erneut einen Aspekt am Spiel der Haie, der Grund zur Sorge bereitet. Es war nach Ingolstadt und München der nächste technische KO der Haie in den Schlusssekunden einer Partie. Schlechtes Unterzahlspiel, leichte Fehler im Spielaufbau und die fehlende offensive Entlastung sind die Attribute, die ausschlaggebend für die Niederlage sind. Sonntag im Derby heißt es für die Haie vor ausverkauftem Haus nun wieder in die Erfolgsspur zurückzufinden.
Hard Facts
Straubing Tigers – Kölner Haie 4:3 (0:1 – 2:2 – 2:0)
Schüsse: 38 – 16
Strafminuten: 2 – 4
Bullies: 33 – 30
Kölner Haie
Hudacek – Ancicka
Rantakari – Vittasmäki; Almquist – Sennhenn; Müller – Austin; Glötzl
Storm – Aubry – Kammerer; Hänelt MacLeod – Schütz; Wohlgemuth – Currie – Niedenz; Münzenberger – Van Calster – Lindner
Straubing Tigers
Bugl – McIntyre – Seidel
Brandt – Braun; Samuelsson – Green; Zimmermann – Nogier; Klein
Scott – Leonhardt – McKenzie; Leier – Melnick – St. Denis; Connolly – Samanski – Hede; Clarke – Brunnhuber – Fleischer
Schiedsrichter: Frano – Gofman
Zuschauer: 5.303
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