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47. Spieltag

Wir lassen den Markus mal wieder nach Bayern. Was es dort gibt? Die Haie sind am 47. Spieltag zu Gast bei den Nürnberg Ice Tigers. Nach der Niederlage in Schwenningen ist es das zweite von fünf Spielen in der Fremde für die Haie.

Wo steht der Gegner und was ist noch möglich?

Wir kommen in den Bereich wo die Möglichkeiten weniger werden. Die Ice Tigers können rechnerisch noch auf Rang 3 springen oder aus den Playoffs rausfallen. Ein Abstieg, sowie eine direkte CHL Qualifikation ist nicht mehr möglich. Realistisch schaut man in Nürnberg mit ein wenig wohlwollen – und einen Sieg heute vorausgesetzt – noch auf Platz 6 und die direkte Qualifikation fürs Viertelfinale. Realistischer ist aber momentan der Kampf um die 1. Playoff-Runde. Zwischen den Plätzen 7 und 11 liegen gerade mal drei Punkte und jeder Zähler den die Ice Tigers holen ist wichtig.

Stimmungslage

Die Stimmung an der Pegnitz ist gut. Aktuell hat man drei Siege in Serie im Rücken und am Mittwoch sogar den Münchenern die erste Niederlage unter Don Jackson zugefügt. Obwohl man die Ice Tigers vor der Saison eher im Kampf um den Abstieg sah, wäre eine Qualifikation für die 1. Playoff-Runde schon lange keine Überraschung mehr. Das Team – von Ustorf wieder einmal gut zusammengestellt – wird von O’Keefe gut in die Spiele geschickt. Zwar steht man defensiv nicht immer sattelfest, aber man hat im Vergleich zum Start in die Saison einen großen Sprung gemacht. Zuletzt zog man noch die letzte Lizenz und verpflichtete mit Rassell einen der besten Torjäger aus der multinationalen ICEHL. Trotz einiger Ausfälle schafft es Nürnberg immer wieder positive Ergebnisse zu erzielen die man Ihnen so nicht zugetraut hätte.

Zahlen

Bevor wir uns die Teamstatistiken etwas genauer ansehen nennen wir Players to watch. Da kommt man zuallererst natürlich nicht an Evan Barratt vorbei. Der Topscorer des Teams – und 3. bester Scorer der Liga – führte die Ice Tigers häufig zu Punkten. Dazu kommt mit Owen Headrick ein guter Offensivverteidiger den Ustorf vor der Saison aus dem Hut gezaubert hat. Mit Graber und McKenna fand man im Sommer weitere Puzzlestücke und dazu spielen auch Spieler hervorragend auf denen man es nach schwachem ersten Jahr nicht zugetraut hatte. Cole Maier ist aktuell bester Torschütze des Teams. Der Angriff trifft nicht mehr so häufig wie noch zu Beginn der Saison, aber inzwischen gewinnt man die Spiele mit weniger Toren, weil auch die Defensive besser steht. Erzielte und kassierte Tore sind zwar eher im hinteren Bereich angesiedelt (10./11.) aber man hat eine bessere Balance als zum Start. Mit dem zweitbesten Powerplay der Liga kann man ebenso zufrieden sein wie mit dem Special Teams Goal Differential. Einzig die Unterzahl ist noch ein Schwachpunkt und nur die 10. beste der Liga. Schaut man sich die Torverteilung auf die Drittel an wird heute das zweite Drittel spannend. Beide Teams haben ein starkes Mitteldrittel und fallen zu Beginn und hinten raus deutlich ab. Dabei sind die Haie nicht „ganz so schlecht“ wie Nürnberg im 1. bzw. 3. Drittel, aber auch nicht „ganz so gut“ wie die Ice Tigers im Mittelabschnitt. Mit einer Schusseffizienz von 9,96% erreicht Nürnberg die 10% Marke fast genau. Auch im Tor ist man gut aufgestellt. Mit kumulierter Fangquote von 90,09% stellt man das 6. beste Goaliegespann der Liga. Die Haie mit 90,03% liegen minimal dahinter. Auch am Bullypunkt sind beide Tabellennachbarn und haben jeweils eine leicht positive Quote

Die bisherigen Duelle

Nürnberg konnte 4 der bisher ausgespielten 9 Punkte gegen die Haie holen. Zwei Siegen in Verlängerung – darunter das Heimspiel im Dezember – steht eine glatte Niederlage in Köln entgegen. Die Haie haben mit dem Mann mehr noch kein Mittel gegen Nürnberg gefunden. Bisher gelang in den drei Spielen in sieben Situationen kein Treffer. Nürnberg dagegen mit Ihrem starken Powerplay mit 3 aus 9 und somit bei 33,33%.

Prognose

Ein – sogenanntes – 6-Punkte-Spiel steht heute in der Arena Nürnberger Versicherung an. Nürnberg kann mit einem Sieg heute und einem Nachholspiel in der Hinterhand mit den Haien in Sachen Punkten gleichziehen. Die Haie aktuell auf dem letzten Platz der an der direkten Playoff-Teilnahme berechtigt, müssen in Nürnberg aufpassen. Nürnberg offensiv immer für mehrere Tore gut, ist hinten dafür etwas anfälliger. Die Verteidigung der Haie muss vor allem die schnellen Kontersituationen der Ice Tigers im Griff haben, gegen Schwenningen hat das im letzten Spiel weniger gut funktioniert. Dazu gilt es an diesem Wochenende besonders von der Strafbank fernzubleiben.

Blick über den Tellerrand und Übertragung

Die Extraportion Nürnberg gibt es sowohl beim Hoggygwaaf Podcast (Instagram), Max vom Eisblog (Instagram Max/Instagram Eisblog/Homepage Eisblog) oder aber auch bei Bissl Hockey (Bluesky/Instagram) mit Sebastian Böhm (Bluesky). Übertragen wird die Partie von Magenta Sport sowohl einzeln, als auch in der Konferenz. Kommentator beim Einzelspiel ist Daniel Wimmer, durch die Konferenz führen Jan Lüdeke und Kai Hospelt.

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