48. Spieltag
Nach dem erfolgreichen Exkurs am Freitag nach Nürnberg zieht der Haie Tross weiter in die Hauptstadt. Die Haie sind am 48. Spieltag, am Tag der Bundestagswahl, zu Gast in der Uber Arena bei den Eisbären Berlin.
Wo steht der Gegner und was ist noch möglich?
Die Eisbären sitzen ziemlich fest im Sattel auf Platz 2 der Penny DEL. Spitzenreiter Ingolstadt hat acht Punkte Vorsprung und Verfolger Mannheim liegt neun Punkte hinter den Eisbären außerhalb jeglicher Schlagdistanz. Den Platz im Viertelfinale haben die Eisbären längst sicher gebucht und auch die CHL Teilnahme nächste Saison ist Ihnen kaum noch zu nehmen. Man darf also davon ausgehen das die Eisbären sicher als Zweitplatzierter in die Playoffs einziehen werden und auf einen Gewinner der 1. Playoff-Runde treffen werden.
Stimmungslage
Die vergangenen Wochen waren nicht leicht für Berlin und haben selbstverständlich auch beim Rest der Liga Spuren hinterlassen. Die Art und Weise wie die Eisbären damit umgegangen sind, zeigt jedoch von wahrer Größe.
In vier der sechs Spiele seit dem emotionalen Abschied von Tobi Eder holten die Eisbären glatte Siege. Vor allem zu Hause legten die Eisbären dabei überzeugende Auftritte hin. Dies bekamen vor allem die Kellerkinder aus Düsseldorf und Augsburg zu spüren. 10:2 und 5:0 lauteten hier die Ergebnisse.
In Bremerhaven holten die Eisbären immerhin einen Punkt bei der Niederlage nach Penalty. Einzig beim Gastspiel in Frankfurt musste sich das Team von Serge Aubin glatt mit 1:5 geschlagen geben.
Zahlen
Bevor wir uns die Teamstatistiken etwas genauer ansehen nennen wir Players to watch.
Es verbietet sich fast nur einzelne Spieler bei den Eisbären zu nennen. Die Eisbären stellen mit Leo Pföderl und Ty Ronning aktuell die beiden Topscorer der Liga. Pföderl glänzt neben starken 23 Toren mit überragenden 43 Assists. Ronning hingegen erzielte bisher beeindruckende 31 Tore und das in einem äußerst breit aufgestellten Kader mit viel Offensivpower. Hinter den beiden darf man aber auch Liam Kirk nicht vergessen. Dieser befindet sich ebenfalls unter den Top 10 Scorern auf Platz 9 mit 41 Punkten. Kai Wissmann als bester Verteidiger der Eisbären liegt mit 39 Punkten auf Platz 18. Man könnte die Aufzählung nun endlos weiterführen, eben weil der Kader so ausgeglichen besetzt ist und alle Mannschaftsteile nahezu perfekt miteinander harmonieren.
Womit wir zu den Teamstatistiken kommen. Die Eisbären verfügen ligaweit über das beste Powerplay. Mit 28,28% liegen sie hier vor den Nürnberg Ice Tigers, die aktuell auf eine Erfolgsquote von 26,77% kommen. Problematischer siehts beim Unterzahlspiel aus. Hier rangieren die Eisbären lediglich auf Platz 9 mit einer Quote von 79,02%.
Nach Ingolstadt weist Berlin die zweitbeste Bilanz bei den Toren pro Drittel auf. Berlin hat kein schwaches Drittel. Sie starten gut (+12), halten das Niveau (+14) und legen zum Ende sogar noch weiter zu (+20).
Dazu kommt, dass die Eisbären mit 12,13%, identische mit dem Ligaprimus aus Ingolstadt, die beste Schussquote der Liga aufweisen. Wenn man bei den Eisbären einen weiteren Punkt suchen möchte wo es ein wenig hapert, dann ist das wohl im Tor. Kumuliert kommen Hildebrand und Stettmer lediglich auf eine Fangquote von 89,47%. Hinter Berlin liegen nur noch die Teams aus Düsseldorf und Straubing. Wenn noch etwas verbesserungswürdig wäre, dann die Bullyquote. Hier rangieren die Berliner am Ende des Mittelfeldes auf Rang 9 und einer Quote unterhalb von 50%.
Die bisherigen Duelle
Wir sprachen im Sharkbite bereits darüber, dass die Haie gegen die Teams aus den Top 6 gut aussehen und das zeigten sie auch in den bisherigen Duellen mit den Eisbären. Zwei der drei Duelle konnten die Haie für sich entscheiden. Je ein Spiel auf heimischen Eis in der LANXESSarena und eins in der Uber Arena konnten die Haie für sich verbuchen und hinterließen gerade in diesen Duellen einen starken Eindruck. Einzig das Duell am ersten Spieltag war über weite Strecken eine klare Angelegenheit für die Eisbären.
Ein Kuriosum hatten die bisherigen Duelle. Bisher stand in jedem Spiel ein anderer Torhüter bei den Haien zwischen den Pfosten. Ancicka bei der Niederlage im ersten Saisonspiel , Pantkowski beim Sieg in Berlin und Hudacek beim Erfolg auf heimischen Eis. Nach dem Spiel am Freitag dürfte die Tendenz klar sein und das Ancicka nach seiner starken Performance die Chance auf seinen ersten Saisonsieg gegen sein ehemaliges Teams erhalten dürfte um mit seinen Kollegen im Haie Tor gleichziehen zu können.
Prognose
Für die Haie wird es weiter darum gehen wichtige Punkte für die direkte Viertelfinalteilnahme zu sichern. Für die Eisbären wird es um das gute Gefühl Richtung Playoffs gehen und darum den Kader vollständig (gesund) beisammen zu halten für die wichtigste Zeit im Jahr. Das gilt natürlich auch für die Haie, waren zuletzt Storm und Grenier (beide verletzt) nicht mit von der Partie, so dürfte seit dem Spiel am Freitag mit Hänelt mindestens ein weiterer Name dazugekommen sein.
Blick über den Tellerrand und Übertragung
In Berlin ist abseits vom Eis einiges geboten mit Eisbaerlin (Twitter/Instagram), 2 Broken Sticks (Twitter/Instagram) und Puckgeflüster (Twitter/Instagram) gibt es in Berlin 3 Podcasts/Blogs im Fanbereich. Schaut Euch bei den dreien gerne etwas näher um, wenn Ihr mehr zu den Eisbären erfahren wollt. Dazu hat Berlin die vermutlich blühendste Presselandschaft in der DEL.
Die Partie kommt wie immer live auf Magenta Sport und wird von Alex Kunz kommentiert, Experte ist in Berlin wie gewohnt wenn es gegen die Haie geht Sven Felski. Durch das Programm führt Holger Speckhahn. Spielbeginn, dank der Verlegung und der damit verbundenen Übertragung bei DF1 ist um 19:15 Uhr.