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Spiel um nichts

Es ging um nichts mehr an diesem Dienstagabend in der LANXESSarena. Die Roosters hatten sich am Sonntagabend gerettet und die Haie mit einem Sieg in Augsburg den 6. Platz festgemacht. Bevor es für beide Teams am letzten Spieltag dann doch wieder um etwas geht, merkte man beiden Teams an, dass die Einstellung zur Partie nicht immer einfach war.

Vor dem Spiel

Die Rückkehr von Tyrväinen nach ausgesessener Strafe war erwartet. Currie nahm dafür auf der Tribüne platz – Vorsichtsmaßnahme? – denn Hudacek bekam den Start zwischen den Pfosten. Dazu spielte Lindner anstelle von Münzenberger. Hier vermuten wir, dass der Youngster am kommenden Wochenende bei der U20 ins Playoff-Rennen eingreifen wird. An der Reihenkonstellation änderte sich aber außer den 1-zu-1 Wechseln nichts.

1. Drittel

Mit der ersten Chance gingen die Haie direkt in Führung. Nachdem zuerst Grenier noch am Abschluss von Dietz gehindert wurde, bekam Kammerer direkt zwei. Er verwertete seinen eigenen Rebound zur frühen Führung. Die Haie verpassten es in den Anfangsminuten nachzulegen und die Roosters schlugen zurück. Jentzsch erzielte sowohl den Ausgleich, als auch die Gästeführung. Das ging soweit in Ordnung. Beiden Teams merkte man an, dass erstmals seit Mitte September der Druck etwas nachgelassen hatte. Es klappte nach vorne nicht alles, aber es fehlte eben auch die nötige Konsequenz in den Angriffsbemühungen.

2. Drittel

Es wurde im Mittelabschnitt besser. Die erste Minute hatte direkt zwei hochkaräter zu bieten. Zuerst verteidigten die Haie eine freie Scheibe vor dem Tor konsequent und daraus ergab sich ein 1 auf 0 für Schütz, der aber zu hoch zielte. Besser machte es wenig später Aubry. Der Center drückte eine freie Scheibe zum Ausgleich über die Linie. Müller hatte geschossen und Hane den Puck nicht sauber aus der Gefahrenzone befördert. Erneut Aubry erzielte dann die Führung – und den Endstand – für die Haie. In einem kleinen Konter wurde er von Storm bedient und ließ Hane keine Abwehrchance. Die Haie hatten die Partie gedreht und gaben Sie nicht mehr aus der Hand.

3. Drittel

Iserlohn hatte nicht mehr viel entgegen zu setzen und die Haie vergaben Chancen im Minutentakt. Alleine Kammerer hätte die Führung ausbauen müssen (52.,53.,57.). Wenn man nur mit einem Tor führt, kann man sich im Umkehrschluss nicht zu sicher sein, dass man am Ende nicht doch noch den Ausgleich kassiert. Iserlohn probierte sich am Ende zwei Minuten mit dem Mann mehr auf dem Eis, aber auch da kam nichts mehr bei rum. Die Haie verteidigten souverän und die letzte Konsequenz bei den Roosters fehlte. Wie gesagt: Es ging um nichts.

Fazit

Die vielleicht entspannteste Partie der Saison zu gewinnen ist auch eine Kunst. An diesem Abend gelang es den Haien auf Grund der eigenen Qualität gegen Roosters die man sicher in der nächsten Saison wieder anders in der LANXESSarena erleben wird. Nach dem Spiel gab es dieses Mal keine Hudashow, dafür zeigten die Austins noch stolz auf dem Eis, dass Nachwuchs erwartet wird. Herzlichen Glückwunsch! Mit dem Wissen um eine ausverkaufte Arena am Freitag ist auch jetzt schon klar, das die Haie den Zuschauerrekord nochmal deutlich noch oben korrigiert haben. 17.828 sahen die Spiele der Haie im Schnitt. Dabei wird die Arena mit dem Spiel am Freitag sieben Mal ausverkauft gewesen sein und 14 der 26 Spiele lockten mehr als 18.000 Zuschauer an. Am Freitag geht es gegen Bremerhaven, auf die man dann auch im Playoff-Viertelfinale treffen wird. Man darf gespannt sein was sich die Trainer für Freitag überlegen.

Stimmen zum Spiel

Luis Marc Aubry #15

 

 

 

 

Hard Facts

Kölner Haie – Iserlohn Roosters 3:2 (1:2 – 2:0 – 0:0)

Schüsse: 39 – 22

Strafminuten: 4 – 4

Bullies: 30 – 20

Kölner Haie

Hudacek – Ancicka – Pantkowski
Rantakari – Vittasmäki; Almquist – Austin; Sennhenn – Müller; Glötzl
Grenier – MacLeod – Schütz; Kammerer – Aubry – Storm; Niedenz – Tyrväinen – Tuomie; Lindner – van Calster – Wohlgemuth

Iserlohn Roosters

Hane – Becker – Jenike
Jobke – Ugbekile; Gormley – Labrie; Deitz – Osburn
Thomas – Virtanen – Gersich; Jentzsch – Cornel – DalColle; Alberg – Rutkowski – Ziegler; Broda – Nieleck – Quaas; Saffran

Schiedsrichter: Gofman – Cespiva

Zuschauer: 18.185

Foto: Haiepictures  

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