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Sweep vermieden

Die Stimmung in der ausverkauften LANXESSarena war sehr gut, der „Sweep“ schien greifbar nahe. Die Haie führten nach 20 Minuten in Spiel 4 mit 2:0 und dann bekam Bremerhaven einen Fuß in die Tür. Bis zum 3:2 im letzten Abschnitt betrug die Zeit in der die Pinguins in der Serie in Führung gelegen hatten 33 Sekunden. Das änderte sich am Ende der Partie und die Serie geht zurück nach Bremerhaven.

Vor dem Spiel

Kevin Niedenz kehrte ins Line-up zurück, dafür kehrte Lindner zurück auf die Tribüne. Van Calster ging zurück in die 4. Reihe. Alles erwartete Umstellungen auf Grund der Rückkehr.

1. Drittel

Das 1. Drittel bot alles was man sich – positiv – als Haiefan von den Playoffs erwartet. Emotionen, schnelles Hockey, Drama und Tore für die Haie. Bremerhaven bekam früh ein Powerplay und Sulzer hatte die Special Teams etwas verändert. Bruggisser rückte in die 1. Formation und das machte sich bemerkbar. Doch noch nicht sofort. Nach ersten Chancen auf beiden Seiten kam es zum ersten Aufreger der Partie. Vikingstad gab Tyrväinen einen kleinen St0ß, der verkantete unglücklich im Eis und schlug hart in die Bande ein. Vermutlich dachte in diesem Moment jeder in der Arena, das dies das Saisonende für Tyrväinen war, aber der Finne hatte großes Glück und zog sich keine Verletzung zu. Im folgenden fünf minütigen Powerplay trafen die Haie doppelt. Tyrväinen selbst machte den zweiten Treffer und das Dach der Arena hob ab. Die Haie nahmen die Gangart der Gäste an, ohne sich zu sehr zu verstricken.

2. Drittel

Bremerhaven startete dank einer Strafe mit der Sirene gegen Sennhenn im Powerplay und kurz nachdem dieser wieder da war musste Müller auf die Strafbank. Bremerhaven nutzte die lange Überzahl zum Anschluss. Bruggissers Schuss fälschte Mauermann unhaltbar ab. Auch das 2:2 – erneut saß Müller auf der Strafbank – verlief nach dem selben Muster. Schuss, Kelle dran (Wejse), Tor. Weil die Haie offensiv sehr wenig auf die Beine stellten und Bremerhaven weitere gute Chancen ungenutzt ließ, ging es mit 2:2 in den Schlussabschnitt. Ein kleines Wort an dieser Stelle zu den Schiedsrichtern, da deren Leistung nach der Partie in vielen Gesprächen vorkam. Was man Ihnen vorwerfen kann, ist eine fehlende Linie über die ganze Partie, für Playoffs wurde teilweise sehr kleinlich gepfiffen und dann wieder deutliche Fouls nicht geahndet. Dies geschah jedoch auf beiden Seiten, so dass beide Teams damit klar kommen mussten.

3. Drittel

Wie in der Einleitung schon angedeutet ging Bremerhaven dann in Führung. Wejse brachte die Scheibe im Fallen an den langen Pfosten auf Maegaard Scheel und der hatte wenig Mühe die Führung zu erzielen. Jetzt wurde deutlich, das Bremerhaven etwas kann, dass auch die Haie können: strukturiert verteidigen. Den Haien fehlten auf einmal die Mittel das Bollwerk der Gäste zu gefährden und Bremerhaven konterte gut. Jeglic erhöhte die Führung, bevor Verlic am Ende noch ins leere Tor traf. Sweep vermieden.

Fazit

Es geht für Spiel 5 zurück nach Bremerhaven. Die Gäste zogen den Kopf aus der Schlinge und verhinderten den Sweep. Das Bremerhaven die Haie gefährden kann, deutete sich in Spiel 3 schon an. Da schafften die Haie in der Overtime das schnelle und bessere Ende auf der eigenen Seite. Das gelang daheim nicht mehr. Bremerhaven blieb auch nach dem Rückstand strukturiert und die Haie saßen am Ende des Tages zu oft auf der Strafbank. Am Ende fehlte etwas die Kraft. Kein Trainer freut sich über Niederlagen, aber Jalonen fand es auch nicht beunruhigend. Eine Serie – bzw. ein Playoff Run – verläuft selten glatt und der Coach hofft auf eine gute Reaktion seiner Mannschaft. Am besten schon am Mittwoch in Bremerhaven um die Serie nicht nochmal nach Köln zu holen.

Stimmen zum Spiel

Haie Neuzugang Parker Tuomie

Hard Facts

Kölner Haie – Fischtown Pinguins Bremerhaven 2:5 (2:0 – 0:2 – 0:3)

Schüsse: 30 – 25

Strafminuten: 10 – 33

Bullies: 23 – 21

Kölner Haie Hudacek – Ancicka – Pantkowski Sennhenn – Vittasmäki; Almquist – Austin; Müller – Rantakari; Glötzl Grenier – MacLeod – Schütz; Kammerer – Tyrväinen – Storm; Niedenz – Currie – Tuomie; Münzenberger – Wohlgemuth – van Calster Fischtown Pinguins Gudlevskis – Franzreb – Graf Bruggisser – Abt; Jensen – Byström; Grönlund – Rausch Verlic – Jeglic – Urbas; Görtz – Vikingstad – Mauermann; Kinder – Quince – Herrmann; Scheel – Wejse – Uher Schiedsrichter Ansons – Schadewaldt Zuschauer: 18.600 Fotos: Haiepictures

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