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Halbfinale

Es war ca. 21:50 Uhr als die letzten 2 Minuten in Spiel 6 anbrachen. Die Partie war beim Stand von 1:1 in der „Crunch Time“. Beide Teams wirkten leicht müde, was nach 160 harten Minuten in 96 Stunden völlig normal ist. Dann hatte MacLeod einen Geistesblitz und Grenier versenkte die Vorlage eiskalt in den Knick. Der Rest war der Emptnetter – wieder Grenier – und pure Eskalation in der fast ausverkauften LANXESSarena. Halbfinale!

Vor dem Spiel

Kari Jalonen musste umdisponieren. Sennhenn fehlte, wir vermuten eine Nachwirkung des Checks von Abt am Mittwoch. In der Verteidigung rotierten die Verteidiger wieder in bekannte Paare. Dazu stand Hudacek zwischen den Pfosten, die Pause am Mittwoch eher eine Ruhepause. Im Angriff war Lindner mit im Kader als 13. Stürmer.

1. Drittel

Die Partie hatte von Beginn an viel Tempo und Schiedsrichter die zeigten, dass ihre Linie nicht so kleinlich sein wird wie in den letzten Partien. Die erste Spielunterbrechung gab es erst nach viereinhalb Minuten. Bis zu dieser Unterbrechung hätten beide Teams schon in Führung gehen können. Es ging so weiter. Austin traf mit der besten Haiechance die Latte und als es dann kurz vor Drittelende die erste Strafe der Partie gab, rettete Hudacek gegen Jeglic das 0:0 in die Drittelpause.

2. Drittel

Bremerhaven hatte den besseren Start ins Drittel. Dann übernahmen die Haie. Gute Chancen erspielten sie sich aber zu selten. Bremerhaven verteidigte die Haie gut nach außen und wenn sich doch mal Platz bot, spielten die Haie häufig zu kompliziert. Dennoch lag die Haieführung in der Luft, sie fiel nur nicht. Im Gegenteil. Bremerhaven nutzte eine der wenigen Möglichkeiten im Mittelabschnitt. Hudacek konnte die Scheibe nicht sichern, die Verteidiger brachten sie nicht aus der Gefahrenzone und Görtz staubte am langen Pfosten ab. Das Halbfinale war in diesem Moment in weite Ferne gerückt. Ein mögliches Tor der Haie war nach Videoausweis zu Recht nicht gegeben worden.

3. Drittel

Bremerhaven drängte zu Beginn auf die Entscheidung. Hudacek rettete vor allem in der 45. Minute gegen Urbas. Dann machte sich der Spieler der die Partie mitentscheiden sollte zum ersten Mal auf den Weg. MacLeod war eigentlich schon auf dem Weg zum Wechsel, roch dann aber eine Chance und brachte die Scheibe mit einem Kraftakt zum Tor. Wohlgemuth staubte ab und die Haie waren auf dem Scoreboard. Das war der entscheidende Punkt der Partie. Bremerhaven hatte noch eine gute Chance durch Kinder, danach waren aber nur noch die Haie aktiv. Wieder traf Wohlgemuth, dem Treffer wurde aber die Anerkennung verweigert.

Es folgten die letzten zwei Minuten der Partie, die pure Ekstase der Fans in der Arena und der Einzug ins Halbfinale.

Fazit

Bremerhaven fand erst mit Spiel 3 in die Serie und damit zu spät um den Einzug der Haie ins Halbfinale zu verhindern. Die Haie hatten schon in Spiel 5 genug Möglichkeiten die Serie zu beenden, scheiterten aber an den eigenen Nerven. Das passierte heute nicht. Das es aber nicht in die Verlängerung gehen musste verdankte man einer starken Teamleistung aus der am Ende die offensiven Akzente herausstachen. Die Verteidigung und Hudacek hielten Bremerhaven bei nur einem Tor und auch die Disziplin war vorhanden. Im Halbfinale wartet jetzt der Hauptrundenprimus aus Ingolstadt. Es wird die 8. Serie in den Playoffs gegen die Schanzer, allerdings traf man noch nie im Halbfinale aufeinander.

Stimmen zum Spiel

Moritz Müller #91Tim Wohlgemuth Stürmer #33

Hard Facts

Kölner Haie – Fischtown Pinguins Bremerhaven 3:1 (0:0 – 0:1 – 3:0)

Schüsse: 33 – 28

Strafminuten: 2 – 2

Bullys: 24 – 30

Kölner Haie

Hudacek – Ancicka – Pantkowski

Rantakari – Vittasmäki; Müller – Austin; Glötzl – Almquist

Kammerer – Tyrväinen – Storm; Grenier – MacLeod – Schütz; Niedenz – Currie – Tuomie; Münzenberger – Wohlgemuth – van Calster; Lindner

 

Fischtown Pinguins Bremerhaven

Gudlevskis – Franzreb – Graf

Bruggisser – Abt; Jensen – Byström; Grönlund – Rausch; Bettahar

Verlic – Jeglic – Urbas; Görtz – Vikingstad – Mauermann; Kinder – Quince – Herrmann; Scheel – Wejse – Uher

 

Schiedsrichter: Kohlmüller – Rohatsch

Zuschauer: 18.242

Fotos: Haiepictures

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