Halbfinale
Im Sharkbite diese Woche sprachen wir mit der „Taskforce Kleeblattl“ dem Pantherholiker Podcast über das zumindest gefühlt neue Derby *zwinker*. Es ist das erste Duell beider Mannschaften in einem Playoff Halbfinale und das erste Mal seit 2019, das die Haie dort wieder vertreten sind. Wir blickten dabei nochmal auf die Hauptrunde der Haie und die Viertelfinalserie gegen die Fischtown Pinguins Bremerhaven zurück. Des weiteren wagten wir dazu einen Blick auf die Players to watch und die „Keys to win“ für beide Teams um erfolgreich zu sein.
Die Hauptrunde
Über die Hauptrunde der Haie wurde bereits vielerorts gesprochen, schauen wir uns daher mal die Hauptrunde der Panther etwas genauer an. An 38 von 52 Spieltagen standen die Panther an der Spitze der DEL-Tabelle. Die schlechteste Platzierung im Laufe der Vorrunde – lassen wir den ersten Spieltag mal außen vor – war ein Dritter Platz an den Spieltagen 2, 16 und 17.
Vor allem der Saisonstart der Panther war beeindruckend. Nach der Auftaktniederlage in Augsburg gewannen die Panther die folgenden 8 Partien und konnten im Laufe der Hauptrunde mehrere derartige Siegesserien hinlegen. Die längste Niederlagenserie der Panther erstreckt sich auf drei Spiele (Spieltage 12-14). Dies waren auch die Grundsteine dafür, warum die Panther am Ende der Hauptrunde souverän vor den Eisbären Berlin mit 113 Punkten auf Platz 1 landeten.
In den vier Duellen der Hauptrunde mussten sich die Haie zwar dreimal geschlagen geben, allerdings waren die Partien alle durchweg hart umkämpft. Beim 2:3 n.P. in der LANXESSarena, besonders aber beim 4:5 in Ingolstadt hätten auch die Haie das Eis als Sieger verlassen können.
Die Vorzeichen in den Arenen
Die Haie konnten am Dienstag bereits vermelden, dass die beiden Heimspiele am Freitag (04. April) und Mittwoch (09. April) so gut wie ausverkauft sind, aber das ist ja in dieser Saison nichts neues wenn es sich um den Ticketverkauf für die Haie Heimspiele handelt. Auch hier hat die erneute Erhöhung der Ticketpreise hier und da für das Rümpfen mancher Nasen gesorgt, dennoch die Meisten nicht davon abgehalten sich auf die Tickets zu stürzen.
In der Heimtabelle liegen die Panther deutlich mit 63 Punkten auf Platz 1 und konnten die zweitplatzierten Adler aus Mannheim um satte 7 Punkte distanzieren. Die Haie sucht man lange vergebens, auf Platz 10 wird man dann fündig. Auswärts liegen beide Teams eng beinander. Die Panther liegen auf Platz 2 (50 Punkte) gefolgt von den Haien auf Platz 3 (44 Punkte). In den Playoffs waren beide Teams auf heimischen und fremden Eis je zweimal erfolgreich, mussten sich jedoch je einmal dem Gegner geschlagen geben.
Zahlen
Werfen wir einen Blick auf die Special Teams. Hier liegen beide Teams mit kumulierten Quoten von unter 100% lediglich auf den Plätzen 7 (Ingolstadt – 21,02% Powerplay und 78,62% Unterzahl) und 8 (Köln – 20,14% Powerplay und 79,17% Unterzahl). Beim Goal Differential klafft hingegen eine ordentliche Lücke. Die Haie weisen ein Differential von -4 auf, die Panther liegen hier bei +7.
In den Playoffs zeigt sich ein etwas anderes Bild. Die Haie rangieren mit 115% (40% Powerplay und 75% Unterzahl) auf Rang 2. Die Panther hingegen konnten Ihre Quote aus der Hauptrunde nicht wirklich verbessern und liegen mit 86,97% (23,33% Powerplay und 63,64% Unterzahl) auf Rang 8.
Hinter den Eisbären weisen die Panther mit 194 Toren den zweitbesten Angriff auf. Auch Defensiv liegen die Panther auf Platz 2. 128 Gegentore kassierten die Panther im Laufe der Vorrunde. Hier ist nur der Viertelfinalgegner der Haie aus Bremerhaven besser gewesen.
Bei der Verteilung der Strafzeiten taten sich beide Teams nach den Statistiken der Hauptrunde nichts. Beide Teams saßen im Schnitt gut 9 Minuten pro Partie auf der Sünderbank. Die Haie konnten in den Playoffs Ihren Schnitt sogar auf 8 Minuten drücken, Ingolstadt hingegen nahm gegen Nürnberg mit 12,5 Minuten mehr Strafen. Trotzdem heißt es weiterhin, kühlen Kopf bewahren, denn gerade die Panther verfügen über ziemlich spielstarke Angriffsreihen die durchaus in der Lage sind den numerischen Vorteil zu Ihren Gunsten auszunutzen.
Am Anspielpunkt waren die Panther, wen wunderte es, nach der Hauptrunde wieder auf Platz 2 zu finden. Auch hier war abermals nur Bremerhaven besser platziert. 3% und vier Plätze hinter den Panthern lagen die Haie. In den Playoffs änderte sich an der Verteilung und dem Abstand beider Teams zueinander nichts, nur die jeweiligen Quoten sind schlechter geworden.
Auf Spielerseite sind neben den beiden Torhütern (Hudacek und Heljanko) vor allem Grenier (11 Scorerpunkte – 6 Tore und 5 Assists) und Sheen (10 Punkte – 1 Tor und 9 Assists) hervorzuheben.
Prognose
Wir haben es mit der Taskforce Kleeblattl schon besprochen und sind uns bis auf eine Ausnahme unter den Tippern alle einige, dass es eine verdammt enge Serie über mindestens 6 Spiele oder sogar die volle Distanz geben wird, in der am Ende Kleinigkeiten entscheiden werden. Allen voran das Duell der beiden Trainer an der Taktiktafel wird mit Spannung erwartet und könnte für eine geschichtsträchtige Halbfinalserie sorgen.
Von den Saisonleistungen her ist Ingolstadt auf dem Papier der Favorit auf den Finaleinzug, dennoch haben die Haie gegen die Panther nie wirklich schlecht ausgesehen und durchaus gute Chancen den Panthern mehr als nur ein Bein zu stellen. Serien gegen Ingolstadt haben stets Ihre eigene Dynamik und versprechen ein hohes Maß an Spannung und Unterhaltung.
Der Blick über den Tellerrand
Die Extraportion Ingolstadt gibt es über die Pantherholiker, sowohl Artikel als auch Podcast (Taskforce Kleeblattl) bietet die Fanpage aus Ingolstadt. Die Partie wird wie immer auf Magenta Sport übertragen. Kommentiert wird Spiel 1 von Daniel Wimmer. Die Moderation übernimmt Jan Lüdeke und als Experte ist Patrick Ehelechner mit an Board.