Niederlage für die Rekordbücher
Nach 60 Minuten stand fest, dass die Niederlage der Haie die höchste in einem Halbfinale in der Geschichte der DEL war. Damit lösen sich die Haie selbst ab. Vorher waren Sie aber auf der Siegerseite. In der Saison 07/08 gab es ein 7:1 gegen die Frankfurt Lions. Dieses Mal ein 0:7 in Ingolstadt. Rekord.
Vor dem Spiel
Personell änderte sich nicht viel bei den Haien. Sennhenn war wieder im Kader, dafür musste Jalonen auf Storm verzichten. Lindner rückte ins Team.
1. Drittel
Ingolstadt machte von Beginn an Druck und Hudacek musste früh die ersten Schüsse parieren. Die Führung des Ligaprimus der Hauptrunde ließ auch nicht lange auf sich warten. Binnen 35 Sekunden stellten die Panther auf 2:0. Die Haie luden die Panther durch individuelle Fehler zum Tore schießen ein. Auch dem dritten Panthertor ging ein Fehler in der eigenen Zone voraus.
Stachowiak stand am Ende des Drittels zum 4:0 hingegen goldrichtig, als eine abgefälschte Scheibe genau auf seiner Kelle landete. Pietta mit seinem ersten Punkt in diesen Playoffs hatte sich vorher schon in die Scorerliste eintragen dürfen. Hudacek verhinderte zwischendurch sogar noch schlimmeres.
2. Drittel
Jalonen reagierte und wechselte den Torwart. Sicherlich nicht auf Grund der Leistung von Hudacek, sondern eher um die Mannschaft zu wecken. Dies gelang jedoch nicht. Mit dem ersten Schuss im Drittel musste Ancicka hinter sich greifen. Breton traf auch erstmals in der „geilsten Zeit“. Die Haie hatten aber im Mittelabschnitt Chancen selbst auf die Anzeigetafel zu kommen. Wenn es zum bzw. aufs Tor ging, war Heljanko aber immer die Endstation. In der eigenen Zone ließen die Haie weiterhin viele Chancen im Slot zu, die die Panther aber nicht mehr so konsequent verwerten konnten.
3. Drittel
Der Rekord wurde im letzten Drittel aber dennoch erzielt. Keating und Sheen trafen beide im Powerplay. Die Haie zeigten wenig Gegenwehr und ließen die Partie laufen. Gegen Ende wurde es noch etwas wilder, aber außer einen kleinen Rauferei – die es nicht ins Fernsehbild schaffte – passierte wenig.
Fazit
Das 7:0 geht in die DEL-Rekorde ein. Mit „geschichtsträchtige Serie“ meinte Markus im Vorbericht zur Serie aber eigentlich etwas anderes. Nunja. Die Haie verschlafen Spiel 1 im kollektiv. Damit sind wir auch schon beim wichtigsten Punkt: Es ist nur ein Spiel! Die Serie steht nur 0:1! Solche Spiele passieren im Laufe einer Serie. Sollten sie nicht, aber es passiert – siehe die Einleitung – immer wieder mal. Letzte Jahr traf es die Eisbären die im Viertelfinale Spiel 1 zu Hause mit 1:7 gegen Mannheim abgaben und dann die Serie 4:1 gewannen.
Die Reaktion der Haie wird entscheidend sein. Die Mannschaft muss am Freitag in der ausverkauften LANXESSarena eine Reaktion zeigen und die richtigen Lehren aus der Niederlage ziehen. Dies gilt sowohl für die Spieler als auch für den Trainer. Bis dahin heißt es entspannt bleiben, mehr als ein Spiel ist in der Serie noch nicht gespielt.
Hard Facts
ERC Ingolstadt – Kölner Haie 7:0 (4:0 – 1:0 – 2:0)
Schüsse: 34-18
Strafminuten: 12-20
Bullys: 24-24
Kölner Haie
Hudacek – Ancicka – Pantkowski
Rantakari – Vittasmäki; Almquist – Austin; Müller – Sennhenn; Glötzl
Grenier – MacLeod – Schütz; Kammerer -Tyrväinen – Münzenberger; Niedenz – Currie – Tuomie; van Calster – Wohlgemuth – Lindner
ERC Ingolstadt
Heljanko – Williams – Eder
Hüttl – Bodie; Wagner – Ruopp; Ellis – Breton
Girduckis – Pietta – Keating; Dunham – Henriquez-Morales – J. Krauss; Simpson – Powell – Agostino; Schmölz – Stachowiak – Sheen
Schiedsrichter: Rohatsch – MacFarlane
Zuschauer: 4.637