3. Shutout
Janne Juvonen brauchte nicht lange um in der Liga anzukommen. Im 9. Spiel gelang ihm sein 3. Shutout – der erste Auswärts. Gegen ein sehr starkes Straubing-Team bauten die Haie auf ihren ligaweit führenden Torhüter und ihre stabile Defensive und gewannen ein enges Defensivduell mit 2:0.
Mit der Atmosphäre eines Playoff-Spiels und nach dem beeindruckenden Shootout-Sieg gegen Mannheim am Dienstag zeigten die Haie erneut, warum sie zu den besten Teams der DEL gehören.
Vor dem Spiel
Nach dem starken Sieg am Dienstag blieb Trainer Kari Jalonen im Grunde beim gleichen Line-up. Die einzigen Änderungen gab es auf der Position des Back-up-Goalies, wo Kaiser anstelle von Ancicka (krank) im Aufgebot stand, und bei den U23-Spielern: Fischer machte Platz für Münzenberger.
1. Drittel
Straubing glaubte nach dreieinhalb Minuten den perfekten Start erwischt zu haben. Scott verwertete einen Rebound von Juvonen. Nach dem Videobeweis entschieden die Schiedsrichter jedoch zurecht, dass Scott auf dem Weg durch den Torraum Kontakt mit Juvonen hatte und das Tor nicht zählen durfte. Die Haie konnten das Momentum daraus nicht nutzen und hatten im ersten Drittel große Schwierigkeiten, gegen die starke Straubinger Defensive offensive Akzente zu setzen.
Doch die Offensive tat sich nicht nur bei den Gästen schwer. Obwohl Straubing die meiste Zeit das Spiel kontrollierte, gelang es auch ihnen kaum, hochwertige Torchancen zu kreieren. Die Haie verteidigten konsequent, hielten Straubing weitgehend außen und ließen wenig Gefährliches zu. Zudem überstanden sie zwei unnötige Strafen im Angriffsdrittel, sodass das Drittel 0:0 endete.
2. Drittel
Köln kam mit deutlich mehr Schwung aus der Kabine, was sich in einer frühen Chance durch MacLeod zeigte. Trotzdem taten sich beide Mannschaften weiterhin schwer, gefährliche Offensivaktionen herauszuspielen. Ein Vorstoß von Wade Allison war Straubings beste Möglichkeit der ersten Hälfte, führte jedoch nicht einmal zu einem Torschuss.
Mitte des Drittels erhielten die Haie ihr erstes Powerplay. Ungünstig war, dass sowohl Aubry als auch MacLeod in der Kühlbox saßen. Ohne diese beiden Schlüsselspieler wirkte das Kölner Überzahlspiel harmlos und Straubing hatte wenig Probleme. Kurz darauf bekamen die Haie erneut ein 4 Minuten Powerplay. Doch erneut waren Aubry und MacLeod für die meiste Zeit nicht verfügbar, und Köln konnte keine wirklich gefährlichen Chancen erspielen.
Während offensiv weiterhin wenig passierte, zeigten beide Teams defensiv starke Leistungen und beide Torhüter ließen nichts zu. So ging es torlos ins Schlussdrittel.
3. Drittel
Die Haie starteten mit ihrer bis dahin besten Möglichkeit, als MacLeod Schnarr im Slot bediente. Schnarr traf zwar nicht, zog jedoch ein weiteres 4 Minuten Powerplay. Trotz guter Scheibenkontrolle und der Rückkehr von Aubry und MacLeod tat sich Köln erneut schwer, zwingende Chancen zu kreieren. Russell und MacInnis hatten gute Gelegenheiten, scheiterten jedoch an Haukeland, der einen sehr starken Abend erwischte.
Kurz nach Ablauf des Powerplays gelang den Haien schließlich der Durchbruch. Nach einem Schuss von Uher, der das Ziel verfehlte, sprang die Scheibe von der Bande hinter dem Tor zurück. Kaski schaltete am schnellsten und jagte den Puck mit einem Schlagschuss aus dem oberen Bullykreis hoch ins Eck zum 1:0.
Danach erhöhte Straubing den Druck deutlich und kam zu mehreren guten Möglichkeiten. Die Haie verteidigten jedoch weiterhin stark und konnten sich auf einen herausragenden Juvonen verlassen. Straubing riskierte nochmal alles und nahm den Torhüter vom Eis. Acht Sekunden vor Schluss machte Russell mit einem Empty Netter alles klar.
Fazit
An einem Abend mit wenig Raum für offensive Aktionen und einem Überzahlspiel, das 0 von 6 blieb, sicherten sich die Haie den Sieg mit starker Defensive und überragendem Goaltending. Mit seinem 3. Shutout der Saison zeigt Juvonen erneut, warum er zu den besten Torhütern der Liga gehört. Gleichzeitig bewies der Defensivverbund mit Kaski, Austin, Vittasmäki und Kemiläinen einmal mehr, dass er zu den besten Abwehrreihen der DEL zählt.
Hard Facts
Straubing Tigers – Kölner Haie 0:2 (0:0, 0:0, 0:2)
Schüsse: 38-27
Strafminuten: 16-20
Bullies: 32-30
Kölner Haie
Juvonen – Kaiser
Austin – Kaski; Glötzl – Kemiläinen; Vittasmäki – Sennhenn
Storm – MacLeod – Russell; Aubry – Schnarr – Bokk; Kammerer – Tyrväinen – Niedenz; Uher – MacInnis – van Calster; Münzenberger
Straubing Tigers
Haukeland – Bugl – Wieber
Brandt – Daschner; Zimmermann – Merkley; Beaudin – Green; Klein
Varejcka – Brunnhuber – Madden; Hede – Loibl – Halloran; Scott – Melnick – Allison; Brandl – Leonhardt – Fleischer
Zuschauer: 5.635

2 Comments