35. Spieltag
Am 35. Spieltag – der Erste im neuen Jahr – sind die Straubing Tigers in der ausverkauften LANXESSarena zu Gast. Wer dachte das die Zeit im Dezember schon krass war der wird jetzt mit den Ohren schlackern.
10 Spiele stehen im Januar in 25 Tagen für die Teams auf dem Programm. Jetzt ist erst die Zeit, in der man Olympia spürt. Bisher waren es 34 Spiele im Jahr 2025, das sind nur minimal mehr als in der Saison 23/24 ohne Olympia – damals 33 – bzw. genauso viele wie in der Saison 22/23 – ebenfalls ohne Olympia.
Status Quo
Die Tigers kommen mit starker Serie nach Köln. Sieben der letzten acht Spiele wurden gewonnen, da wirkt die Niederlage – 0:2 gegen Iserlohn – wie ein kleiner Ausrutscher. Die vorherige Schwächephase, in der man die Tabellenführung wieder verlor, scheint überwunden und für den harten Januar scheint man gut gerüstet. Im Dezember war man hinter den Haien und dem EHC München das drittbeste Team der Liga. Allerdings waren die Gegner auch dankbar. Die Eisbären und die Pinguins waren die einzigen Gegner aus den Top 7 der Liga.
Ryan Merkley war im November der letzte Baustein, den die Tigers ihrem Kader hinzugefügt haben, die 11. Kontingentstelle ist noch frei und mit dem Start ins Jahr 2026 ist jetzt auch klar, dass es keinen Wechsel innerhalb der Liga mehr geben wird. Diese Frist endete am 31.12.2025.
Das Woodcroft-Team steht aktuell auf Tabellenplatz 5 und der Vorsprung auf Platz 7 sind jetzt schon 15 Punkte und der Rückstand auf die Haie beträgt nur sechs Punkte.
Die Zahlen der Tigers
Der Blick auf die Zahlen verrät: Straubing steht zurecht im Kampf um die Tabellenspitze. Mit dem viertbesten Angriff und der drittbesten Defensive leistet man an beiden Enden des Eises gute Arbeit. Nach den Haien spielt Straubing das beste 1. Drittel der Liga, im Mittelabschnitt trifft man zwar am häufigsten, kassiert aber auch die meisten Gegentreffer. Der Schlussabschnitt bei beiden Teams fast identisch.
Schaut man auf die expected Goals treffen die Tigers etwas mehr als Sie sollten, kassieren aber auch ein paar mehr Tore als die Zahlen es voraussagen. Alles in allem gleicht sich das aus, so dass die Tigers in beiden Kategorien nicht herausstechen.
Die Schuss- und Fangquoten im Team liegen in einem guten Bereich. Die „Benchmarks“ von 10% – Schussquote – und 100 – PDO – werden beide leicht übertroffen, einzig bei der Fangquote kommt man aktuell nicht ganz an die 90% heran, aber nur minimal.
Mit dem sechstbesten Powerplay und der zweitbesten Unterzahl der Liga steht man bei den Special Teams hervorragend da. Auch die kumulierte Quote liefert noch einen Top 6 Wert und die Special Teams Tordifferenz liegt im Plus.
Mit Nick Halloran hat man einen Top 10 Scorer im Team und mit Marcel Brandt einen der fünf punktbesten Verteidiger der Liga. Dazu kommt mit Henrik Haukeland einer der stärksten Goalies der Liga
Die bisherigen Duelle
Beide Partien der laufenden Saison gingen an die Haie. In der LANXESSarena gab es dabei ein 7:4 und in Straubing ein 2:0. Dabei war Straubing in beiden Spielen das Team mit mehr Schüssen aufs Tor und beim 0:2 – aus Straubinger Sicht – hatte man auch den höheren xGoals Wert. Die Special Teams spielten in den Spielen noch keine Rolle. Nur eins der 13 Tore wurde in einer solchen Situation erzielt.
Die Haie waren in beiden Duellen einfach sehr effektiv und vor allem beim Heimsieg am Bullypunkt deutlich überlegen.
Prognose
Für Straubing beginnt ein harter Start ins Jahr 2026. In den ersten vier Spielen trifft man auf die direkte Konkurrenz in den Top 5. Die Haie wollen die Punkteserie und den Vorsprung an der Spitze ausbauen. Straubing hat im letzten Spiel des Jahres mentale Stärke gezeigt, als man in Wolfsburg nach 0:2 nochmal stark zurückkam. Nachdem die Haie am letzten Spieltag 2025 schon den Nichtabstieg klar gemacht haben, könnte Straubing dies heute auch schaffen, aber das nur als kleine rechnerische Randnotiz. Für beide Teams geht es um Europa oder zumindest eine gute Ausgangsposition für die Playoffs.
Die Partie gibt es als Einzelspiel oder in der Konferenz bei MagentaSport. Durch die Konferenz bringen euch Dennis Schulz und Christoph Ullmann, das Einzelspiel kommentiert Patrick Pöhler.
Blick über den Tellerrand
Für den Blick über den Tellerrand empfehlen wir die Straubinger Strafbank (Instagram). Auch der Hockey Analyst (Instagram) hat seine Wurzeln in der Stadt in Niederbayern.

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