Glanzlos zum Rekord
Die Haie haben Ihren vereinseigenen Rekord glanzlos gegen die Iserlohn Roosters gebrochen. Mit dem 4:2 gelang der 14. Sieg in Folge. Fast noch beeindruckender ist allerdings die Serie von 24 Spielen in Folge mit Punktgewinn seit der Cuppause.
Vor der Partie
Die LANXESSarena war zum 4. Mal in Folge – in der Hauptrunde – ausverkauft. Auch dies ein neuer Rekord der bis zum Ende der Hauptrunde wohl deutlich ausgebaut werden wird. Ein Schnitt von 18.000 Zuschauern scheint aktuell sehr realistisch.
Nate Schnarr kehrte ins Line-up zurück und ersetzte Juhani Tyrväinen. Dadurch ergaben sich leichte Reihenumstellungen. Zudem spielte Janne Juvonen erstmals mit der neuen Maske.
1. Drittel
Der Start in die Partie gehörte den Gästen. Juvonen musste schon früh zeigen, dass er von Beginn an hellwach war. Vor allem Thomas (4.) hatte die Führung auf der Kelle, aber auch bei den Chancen von Fischbuch (2.) und Saffran (3.) war das Tor der Haie in Gefahr.
Nach der Anfangsoffensive kamen die Kölner besser ins Spiel. Jenike konnte sich ohne große Mühe auszeichnen. Mehr zu tun, bekam er als Boland auf die Strafbank musste. Zum ersten Mal, seit der Verletzung von MacLeod, spielte die erste Powerplay-Formation der Haie wieder zusammen. Das merkte man. Es lief nicht rund.
Besser machte es die zweite Formation. Erst scheiterte Kammerer an Jenike, bewegte dann aber die Scheibe gut und über Kaski kam Bokk zum Abschluss und zur Führung. Im Vergleich zu den letzten Spielen gab die Führung keine Sicherheit. Iserlohn drängte noch vor der Pause auf den Ausgleich und in Überzahl hatte Cornel kurz vor Drittelende die beste Chance, verpasste aber die Scheibe am langen Pfosten.
2. Drittel
Die Haie kamen verbessert aus der Kabine. Früh ergaben sich Chancen an denen vor allem Kero beteiligt war. Erst fälschte er einen Kaski Schuss ab (21.), dann fuhr er mit MacLeod ein 2 auf 1, bei dem am Ende der Platz vor Jenike etwas knapp wurde (25.).
Es brauchte erneut ein Powerplay, um die Haie wieder aufs Scoreboard zu bringen. Die Strafe gegen Fischbuch war gerade abgelaufen, da fand Aubry Schnarr und der erhöhte auf 2:0.
Erneut war Iserlohn nach dem Tor das aktivere Team. Das Anschlusstor leiteten dann die Haie aber selbst ein. Ein Pass zurück an die blaue Linie geriet etwas ungenau und Fischbuch war auf und davon. Kurz danach war sogar der Ausgleich möglich, aber ein 2 auf 1 ließen die Roosters ungenutzt.
Aubry erhöhte noch vor der Pause auf 3:1. Jenike parierte einen Schuss von Sennhenn genau ans Bein von Aubry und von dort sprang die Scheibe über die Linie. Die 2-Tore-Führung nach 40 Minuten war beruhigend, aber keineswegs sicher.
3. Drittel
Die Haie im letzten Abschnitt wieder mit guter Defensivleistung. Bis zur 50. Minute passierte nichts Nennenswertes. Zum Ende hin wurde die Partie aber wieder munterer. Daran hatten auch die beiden Strafen ihren Anteil. Zuerst durfte Iserlohn im Powerplay ran. Fischbuch traf allerdings nur den Außenpfosten.
Kurz danach musste auch der Iserlohner Topscorer auf die Strafbank. Auch die Haie hatten Ihren Metalltreffer, verpassten aber die Vorentscheidung.
Als die Partie dann entschieden schien brachte Norell eine Scheibe hart in den Slot und von Moritz Müller prallte die Scheibe über die Linie. In der Schlussphase wurde es nochmal spannend. Aber nur kurz. Russell traf – kurz nachdem Nyman den Goalie gezogen hatte – ins leere Tor zur Entscheidung.
Fazit
Ein glanzloser Sieg der Haie zum Rekord. Ein Spiel, das mit etwas Scheibenpech, auch anders ausgehen kann. Momentan gewinnen die Haie aber auch diese Spiele am Ende souverän.
Die Roosters zeigten eine gute Leistung und waren bei fünf gegen fünf auf dem Eis mindestens gleichwertig. Die Haie zogen die Partie über die Special Teams auf die eigene Seite.
Im Schlussabschnitt verstehen es die Kölner aktuell sehr gut die Gegner zu limitieren und vom Tor weg zu halten, auch das gelang gegen Iserlohn über sehr lange Zeit.
Am nächsten Wochenende geht es jetzt um den DEL-Rekord für die meisten Siege in Serie, den aktuell noch die Adler Mannheim halten.
Stimmen zum Spiel
Die Pressekonferenz mit Stefan Nyman und Kari Jalonen, sowie die Interviews mit Moritz Müller und Patrick Russell.
Hard Facts
Kölner Haie – Iserlohn Roosters 4:2 (1:0, 2:1, 1:1)
Schüsse: 17 – 26
Strafminuten: 6 – 8
Bullies: 32 – 25
Kölner Haie
Juvonen – Brückmann – Ancicka
Austin – Kaski; Sennhenn – Kemiläinen; Vittasmäki – Müller; Glötzl
Kero – MacLeod – Russell; Tuomie – Aubry – Bokk; Kammerer – Schnarr – Niedenz; Storm – MacInnis – van Calster
Iserlohn Roosters
Jenike – Hane
Ugbekile – Norell; Niehus – Wood; Lassen – Huß; Erkamps
Boland – Eisenmenger – Thomas; Camara – Cornel – Fischbuch; Napravnik – Salsten – Geiger; Saffran – Neumann – Borzecki
Zuschauer: 18.600
Foto: Haiepictures
