Sportlicher Absteiger
Die Eislöwen stehen nach der Niederlage in Köln und dem gleichzeitigen Sieg Frankfurts als sportlicher Absteiger fest. Im ersten Spiel nach der vierwöchigen Olympia-Pause knüpften die Haie an ihre starke Form an und zeigten warum Sie die Tabelle anführen. Dresden konnte beim 7:2 nur wenig Gegenwehr leisten. Mit Blick auf die bevorstehenden Playoffs und zwei starken Gegnern am Wochenende wirken die Haie bereit, nahtlos an ihre vorolympischen Leistungen anzuknüpfen.
Vor dem Spiel
Nach der Niederlage gegen Frankfurt vor der Pause nahm Cheftrainer Kari Jalonen wenige Änderungen vor. Niedenz und Tuomie kehrten ins Line-up zurück. Zudem war auch Austin wieder mit von der Partie. Es fehlten Kammerer (verletzt), Kemiläinen (krank) und Uher (überzählig)
1. Drittel
Nach der vierwöchigen Olympia-Pause begann das Spiel zunächst verhalten. Ein frühes Dresdner Powerplay hätte für Tempo sorgen können, doch trotz guter Scheibenkontrolle hielten die Haie die Eislöwen konsequent außen und ließen kaum gefährliche Abschlüsse zu. Kurz nach dem überstandenen Unterzahlspiel gingen die Haie in Führung. Nach sauberem Aufbauspiel von der blauen Linie fälschte Kero einen Schuss von Austin unhaltbar für Olkinuora ab.
Fünf Minuten vor Drittelende erhielt Sennhenn eine doppelte kleine Strafe wegen hohen Stocks. Dresden hatte erneut viel Scheibenbesitz, kam aber zu wenigen klaren Chancen. Die beste Möglichkeit gehörte sogar den Haien: Tyrväinen erzwang einen Scheibenverlust und lief ein Zwei-auf-eins mit MacInnis, der aus dem Slot zum 2:0-Pausenstand traf.
2. Drittel
Früh im zweiten Drittel erhöhten die Haie auf 3:0, als Tanner Kero seinen zweiten Treffer des Abends erzielte und einen Abpraller über den Rücken des Dresdner Torhüters ins Tor lenkte. Nur 38 Sekunden später stand es 4:0, nachdem Schnarr einen Pass von Fischer aus dem Slot an Schwendener, der nach dem dritten Gegentor für Olkinuora ins Tor gekommen war, vorbeilegte.
Mitte des Abschnitts verkürzte Dresden durch Hendreschke aus spitzem Winkel auf 4:1, doch die Antwort folgte prompt: Aubry stellte im Powerplay mit einem Abfälscher nach einem Schuss von MacLeod den Vier-Tore-Abstand wieder her. In der Schlussphase legten die Haie noch zweimal nach. Russell verwertete eine Kombination von MacLeod und Kero, und 53 Sekunden später traf Schnarr nach Vorarbeit von Austin zum 7:1.
3. Drittel
Das Schlussdrittel begann erneut mit einem Tor. Parkes fälschte nach 15 Sekunden einen Schuss von der blauen Linie ab und verkürzte auf 7:2. Trotz des frühen Treffers kontrollierten die Haie weiterhin das Spielgeschehen. Vor dem Powerbreak erspielten sie sich mehrere gute Chancen und trafen mehrfach den Pfosten, konnten den Vorsprung jedoch nicht weiter ausbauen, da Schwendener stark hielt.
Nach der Unterbrechung – das Spiel war längst entschieden – verwalteten beide Teams das Ergebnis. Köln erhielt noch zwei Überzahlmöglichkeiten, ohne Zählbares nachzulegen. Am Ende blieb es beim 7:2.
Fazit
Nach der langen Olympia-Pause und der Niederlage gegen Frankfurt kehrten die Haie in die Erfolgsspur zurück und machten einen weiteren Schritt Richtung Playoffs. Ein Fünf-Tore-Mitteldrittel entschied die Partie früh, Köln dominierte das Spiel über weite Strecken. MacLeod ragte mit vier Assists bei nur 13 Minuten Eiszeit heraus. Da Dresden kaum Widerstand leisten konnte, nutzte Kari Jalonen die Partie, um alle Reihen zu bringen und Spielrhythmus für das schwere Wochenende gegen Ingolstadt und München aufzubauen.
Die Gäste stehen indes als sportlicher Absteiger aus der DEL fest. Nicht das daran noch jemand gezweifelt hätte, dennoch gab es einen so klaren Absteiger lange nicht mehr. Die Hoffnung von Dresden – die wirklich absteigen wollen – ist jetzt, das ein aufstiegsberechtigtes Team den Titel in der DEL2 holt.
Stimmen zum Spiel
Die Pressekonferenz mit Gerry Fleming und Kari Jalonen, sowie das Interview mit Nate Schnarr.
Hard Facts
Kölner Haie – Dresdner Eislöwen 7:2 (2:0, 5:1, 0:1)
Schüsse: 41-26
Strafminuten: 8-10
Bullies: 28-21
Kölner Haie
Juvonen – Brückmann – Ancicka
Kaski – Austin; Müller – Sennhenn; Fischer – Vittasmaki; Glötzl
Russell – MacLeod – Kero; Bokk – Schnarr – Aubry; Niedenz – Tyrväinen – Storm; van Calster – MacInnis – Tuomie
Dresden Eislöwen
Olkinuora – Schwendener
Suvanto – Braun; Granz – Karlsson; Riedl – McCrea; Komirist
Ortega – Chartier – Parkes; Fox – Andres – Gorcik; Bouma – LeBlanc – Sykora; Hendreschke – Postel – Korte
Zuschauerzahl: 18.600
Foto: Haiepictures
