46. Spieltag
Am 46. Spieltag empfangen die Haie Besuch aus dem Süden. Die Panther aus Ingolstadt gastieren in der erneut ausverkauften LANXESSarena und stellen das Team von Kari Jalonen vor die erste echte Standortbestimmung nach der Olympiapause.
Der KEC meldete sich mit einem deutlichen 7:2-Erfolg gegen Dresden zurück und untermauerte seine offensive Durchschlagskraft. Ingolstadt hingegen musste am Mittwoch eine 0:4-Auswärtsniederlage in München hinnehmen und steht unter Zugzwang, um den Anschluss an die oberen Tabellenplätze nicht zu verlieren.
Wo steht der Gegner und was ist noch möglich?
Mit 85 Punkten rangieren die Panther aktuell auf Platz 5. Die direkte Viertelfinalqualifikation ist bei einem Vorsprung von 18 Punkten auf Rang 7 nur noch Formsache. Der Fokus richtet sich daher klar nach oben.
München liegt lediglich einen Punkt vor Ingolstadt, Straubing zwei. Auf Platz 2 beträgt der Rückstand zu Mannheim fünf Zähler. Die Niederlage in München war in diesem Kontext ein Rückschlag, das Restprogramm eröffnet jedoch weiterhin die Möglichkeit, sich eine optimale Ausgangsposition samt Heimrecht für die Playoffs zu sichern.
Ein Blick auf die Zahlen
Tore und Gegentore
Mit 176 erzielten Treffern stellt Ingolstadt – wenn auch nur noch knapp – die beste Offensive der Liga. Der Vorsprung ist geschmolzen, denn die Haie folgen mit 175 Toren auf Platz 2. Defensiv stehen 126 Gegentore zu Buche, was Rang 5 bedeutet. Das daraus resultierende Torverhältnis gehört ligaweit zu den drei besten Werten.
Spielverlauf
Offensiv gehören die Panther in jedem Drittel zur Top 4 der Liga. Besonders auffällig ist der Schlussabschnitt: Mit 64 Toren – gemeinsam mit München (69) Ligaspitze – dreht Ingolstadt im letzten Drittel häufig noch einmal auf und legt statistisch eine klare Steigerung hin.
Defensiv zeigt sich ein unausgeglichenes Bild. Im ersten Drittel kassieren die Schanzer 43 Gegentore und damit die viertmeisten der Liga (Köln: 27). Im zweiten Abschnitt stabilisiert sich das Spiel deutlich – nur 38 Gegentreffer bedeuten hier den zweitbesten Wert (Köln: 47).
Special Teams
Die Special Teams unterstreichen den Status als Topteam. Das Powerplay rangiert mit 22,92 Prozent auf Platz 4 (Köln: 31,88 Prozent, Platz 1). Noch stärker präsentiert sich das Penalty Killing: 83,06 Prozent bedeuten ligaweit Platz 2 (Köln: 81,45 Prozent, Platz 4).
Scoring
Die offensive Breite ist eine der größten Stärken der Panther. Elf Spieler haben bereits mindestens 20 Punkte gesammelt, neun Akteure zweistellig getroffen.
Riley Barber sticht heraus: 27 Tore und 56 Punkte machen ihn zum besten Torschützen Ingolstadts und zum zweitbesten Scorer der gesamten Liga. Mit 31 Assists ist zudem Alex Breton – Verteidiger des Jahres aus der Vorsaison – erneut ein zentraler Baustein im Spiel von Trainer Mark French.
Schuss- und Fangquoten
Ingolstadt gibt ligaweit die meisten Schüsse ab. Die Schussquote von 11,34 Prozent wird nur von Köln und Nürnberg übertroffen.
Im Tor agieren die Panther dagegen eher im Ligamittelmaß. Brett Brochu konnte sich nach anfänglichen Problemen als Nummer 1 etablieren und stand 30-mal zwischen den Pfosten. Er kommt auf eine Fangquote von 89,84 Prozent. Devin Williams absolvierte 15 Einsätze und liegt mit 90,15 Prozent leicht darüber. Zusammen ergibt sich eine Team-Fangquote von 89,44 Prozent (Platz 7). Dank der starken Offensiv-Effizienz liegt das PDO dennoch bei 100,8 und damit auf Rang 5.
Die bisherigen Duelle
In den direkten Aufeinandertreffen führt Köln mit 2:1. Das erste Duell in der LANXESSarena gewann der KEC unterhaltsam mit 4:3. Am 16. Spieltag folgte die höchste Niederlage der Saison: Ein 3:10 in Ingolstadt markierte damals einen Tief- vielleicht aber auch Wendepunkt der Saison, begann kurz darauf doch die historische Punkteserie der Haie. Am 38. Spieltag revanchierten sich die Haie im Süden mit einem 5:4-Erfolg und fuhren dabei ihren damals elften Sieg in Serie ein.
Neun verschiedene Haie-Spieler konnten in diesen drei Partien bereits treffen. Patrick Russell, Juhani Tyrväinen und Gregor MacLeod erzielten jeweils schon zwei Tore.
Prognose
Es erwartet die Fans ein Spitzenspiel auf Augenhöhe mit klarer Playoff-Stimmung. Köln kommt mit Rückenwind aus dem 7:2 gegen Dresden, Ingolstadt mit dem Anspruch, die Niederlage in München sofort zu korrigieren.
Die Haie treffen auf die beste Offensive der Liga und ein Top-2-Penalty-Killing. Gleichzeitig bietet das erste Drittel der Panther Ansatzpunkte. Entscheidend dürfte sein, welches Team seine Chancen nutzen wird.
Für den KEC ist es der erste echte Gradmesser nach der Pause – auch mit Blick auf die Playoffs. Gelingt es, die Stabilität und offensive Wucht der bisherigen Saison in diese Phase zu übertragen, ist ein weiteres Ausrufezeichen möglich.
Die Partie wird bei MagentaSport sowohl als Einzelspiel als auch in der Konferenz übertragen. Kommentator ist Adrian von der Groeben. Durch die Konferenz führen Sascha Bandermann und Rick Goldmann.
Blick über den Tellerrand
Die Extraportion Ingolstadt gibt es über die Pantherholiker, sowohl Artikel als auch Podcast (Taskforce Kleeblattl) bietet die Fanpage aus Ingolstadt. Dazu verweisen wir immer mal wieder gerne auf weitere Eishockeypodcasts. Heute „Eis und Leben“ der Podcast von und mit Danny aus den Birken und Arne Uplegger (Instagram), die zuletzt Pantherstürmer Daniel Pietta im Podcast hatten.
