47. Spieltag
Das erste Auswärtsspiel nach der Olympiapause bringt die Haie am 47. Spieltag nach München. Beim EHC trifft man erneut auf ein Spitzenteam. Eines, gegen das die Haie diese Saison noch nicht gewonnen haben. Zudem kann man aus eigener Kraft die CHL-Qualifikation schaffen. Mit etwas Schützenhilfe ist auch der Hauptrundentitel schon möglich.
Wo steht der Gegner und was ist noch möglich?
Der EHC ist gut aus der Pause gekommen. Ein 4:0 gegen Ingolstadt und ein 4:2 im Derby gegen Augsburg brachten sechs Punkte und Platz 3 in der Tabelle. Sechs Spiele vor dem Ende der Hauptrunde sieht es gut aus mit dem Heimrecht im Viertelfinale und evtl. sogar im Halbfinale.
Der Rückstand auf die Adler – auf Rang 2 – beträgt nur zwei Punkte, der Vorsprung auf Rang 5 (Ingolstadt) fünf Punkte.
Zudem hat man auf dem Transfermarkt nochmal zugeschlagen. Mit der letzten Lizenz setzte man ein großes Ausrufezeichen. Alberts Smits – 18-jähriger lettischer Verteidiger – wechselt aus Mikkeli an die Isar. Länger dürfte man auch kaum Spaß mit ihm haben. Er gilt im NHL-Draft im Sommer als sicherer Top10 Pick.
München greift nochmal an im Endspurt!
Ein Blick auf die Zahlen
München ist ein Spitzenteam und das zeigt sich auch in den meisten Bereichen der Statistiken.
Zwar hat man von den Top 5 den schwächsten Angriff – „nur“ 157 Tore -, dafür aber hinter den Adlern die beste Abwehr.
Der EHC hat sein bestes Drittel am Ende. Mit einer Differenz von +31 hat man das beste Abschlussdrittel der gesamten Liga. Dabei erzielt München die meisten Tore (70) bei – erneut – den zweitwenigsten Gegentoren (39).
So ein dominantes Drittel heißt auf der anderen Seite aber auch: die ersten beiden Abschnitte sind eher oberer Durchschnitt mit einer jeweils einstellig positiven Differenz.
Die gute Ausbeute im letzten Drittel liegt auch an den Emptynet-Goals. Mit 14 Stück gelingen die zweitmeisten der Liga.
Dabei ist München ein „Statsteam“. Von den Topteams der Liga liegen die xGoals-Werte am nächstem an den errechneten. Sowohl bei den xGoals, als auch bei den xGoals against. Überall leicht positiv, aber eben genau das, was „expected“ ist.
Auch die Special Teams können sich sehen lassen. Das drittbeste Powerplay – hinter Köln und Mannheim – und das siebte Unterzahlspiel ergeben am Ende einen kumulierten Wert von 103,22.
Wie eben erwähnt trifft der EHC die Statistiken ziemlich genau. Auch die Schussquote (10,91), als auch die Fangquote (90,30) liegen knapp über den gewünschten Mindestwerten und der PDO von 101,2 ist der drittbeste der Liga.
Ein weiterer Vorteil den München hat ist der SAP Garden. Auch in der zweiten Saison ist der Garden häufig ausverkauft. Im Vergleich zum Eröffnungsjahr liegt es aber seltener an Horden auswärtiger Fans mit Sonderzügen sondern am Zuspruch in der eigenen Stadt.
Das Scoring der Münchener ist breit verteilt, mit Taro Hirose (7.) befindet sich nur ein Spieler in den Top 40 Scorern.
Mit Bibeau und Juvonen treffen heute – vermutlich – die beiden besten Goalies der Liga aufeinander. Wobei Bibeau die GAA anführt und Juvonen die bessere SV% hat. Beide bringen es auf vier Shutouts.
Die bisherigen Duelle
Der EHC RB München ist das einzige Team, gegen das die Haie in dieser Saison noch nicht gewinnen konnten. Neben der Niederlage am ersten Spieltag in der LANXESSarena markierte vor allen die zweite Niederlage zu Hause (0:2) einen Wendepunkt in der Haiesaison.
Das Spiel war die letzte Partie vor der Deutschlandcup-Pause und somit die letzte Niederlage vor der 26 Spiele Serie ohne Niederlage nach 60 Minuten. Eine der beiden Niederlagen mit Punkt in dieser Zeit war dann wieder gegen München.
Die Special Teams spielten in den Duellen bisher keine Rolle. Beide Teams konnten jeweils nur eine Situation – insgesamt – nutzen.
Fazit
Ein weiterer Kracher auf dem Weg in die Playoffs. Das Spiel im SAP Garden wird – wie schon die Partie gegen Ingolstadt – ein Fingerzeig auf die Form beider Teams sein.
Sowohl München als auch Köln starteten mit weißer Weste aus der Pause.
Für die Haie wird es wichtig sein, einen Weg zu finden das Umschaltspiel ordentlich in den Garden zu bringen und effektiv zu sein. Mit nur 5,7% – in den Spielen mit eigenem Tor – sind die Haie gegen München deutlich zu uneffektiv.
Die Partie wird sowohl von MagentaSport als auch im Free-TV von DF1 übertragen. Franz Büchner kommentiert, Sascha Bandermann ist Moderator und Patrick Ehelechner ist als Experte dabei.
Blick über den Tellerrand
Die Extraportion über den Münchner Eishockey Kosmos erhaltet Ihr beim Münchner Eishockey-Stammtisch, unseren geschätzten Kollegen von Puck ma’s Podcast (Instagram/Webseite). Den EHC gibt es live bei Radio Oberwiesenfeld (Homepage) zu hören, dazu berichten regelmäßig Martin Wimösterer (Bsky) und Günter Klein (Bsky) über den EHC. Auch der Eisblog (Homepage) ist nah vor Ort.
