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Niedenz legt den Grundstein

Die Kölner Haie setzten ihren dominanten Lauf durch die DEL-Hauptrunde mit einem souveränen Sieg gegen die Augsburger Panther fort. Kevin Niedenz brachte die Haie im ersten Drittel auf die Siegerstraße die sie nicht mehr verließen. Felix Brückmann zeigte in seinem ersten Start seit dem 6. Januar eine starke Leistung, während vor allem die Verteidigung und die hinteren Sturmreihen einen Großteil der Offensive beitrugen. Auch ohne große Impulse aus den Topreihen kontrollierten die Haie das Spiel über weite Strecken und zeigten erneut, dass sie dank Struktur und Tiefe auch ohne ihre Stars überzeugend gewinnen können.

Vor dem Spiel

Trainer Kari Jalonen entschied sich, Juvonen eine Pause zu geben und Brückmann erstmals seit fast zwei Monaten starten zu lassen. Dadurch konnten die Haie ihren neuesten Importspieler Markus Nutivaara erstmals in die Aufstellung bringen. Vittasmäki kehrte nach seiner Pause am Sonntag gegen München zurück, während Austin aus dem Kader genommen wurde, um einen Importplatz freizumachen. Da Köln mit sieben Verteidigern spielte, stand Frederik Storm nicht im Aufgebot.

1. Drittel

Mit dem bereits gesicherten ersten Tabellenplatz und der bestätigten Qualifikation für die Champions Hockey League hatten die Kölner Haie tabellarisch nur noch wenig zu gewinnen. Dennoch kontrollierten sie den Großteil des ersten Drittels.

Ein starker Wechsel der zweiten Reihe zog das erste Powerplay der Partie nach sich. Die erste Überzahlformation der Haie kontrollierte die kompletten zwei Minuten und erspielte sich mehrere gute Möglichkeiten, konnte den Puck jedoch nicht im Tor unterbringen.

Der Druck blieb auch bei Fünf-gegen-Fünf bestehen. Sieben Minuten waren gespielt, als Niedenz nach mehreren gefährlichen Aktionen der dritten Reihe einen Abpraller aus dem Slot verwertete und Köln mit 1:0 in Führung brachte. Augsburg kam ebenfalls zu einigen guten Chancen, doch Brückmann präsentierte sich in seinem ersten Start seit dem 6. Januar sehr stabil, unter anderem mit einer starken Nachschuss-Parade gegen Mayhew.

Kurz vor Drittelende setzten sich die Haie erneut im Angriffsdrittel fest. Nach drei aufeinanderfolgenden Wechseln in der Offensivzone traf Niedenz erneut, als er eine schöne Vorlage von Juhani Tyrväinen verwertete und weniger als fünf Sekunden vor der Pause auf 2:0 erhöhte.

2. Drittel

Der Mittelabschnitt begann schwungvoll für Augsburg. Nur wenige Minuten nach Wiederbeginn schloss Busdeker einen schnellen Angriff mit einem präzisen Schuss auf die Fanghandseite ab und verkürzte auf 2:1. Augsburg machte in der Anfangsphase viel Druck und wirkte deutlich gefährlicher als noch im ersten Drittel.

Köln fand jedoch schnell eine Antwort. Die vierte Reihe stellte den Zwei-Tore-Vorsprung wieder her, als Uher den Puck auf Kaski zurücklegte, der von der blauen Linie abzog und Jones zum 3:1 überwand.

Augsburg kam weiterhin zu Chancen, doch Brückmann zeigte die Parade des Spiels: Aus der Bauchlage heraus schnappte er mit der Fanghand zu und nahm Busdeker einen sicheren Treffer weg.

Fünf Minuten vor Drittelende erhielten die Haie ihr zweites Powerplay des Spiels. Dieses Mal nutzten sie die Gelegenheit: MacInnis verwertete einen perfekten Pass von Tyrväinen am oberen Rand des Torraums per Direktabnahme und stellte auf 4:1 für Köln.

3. Drittel

Das Schlussdrittel begann mit einer frühen Strafzeit gegen Bokk wegen Beinstellens, doch das Unterzahlspiel der Haie ließ kaum etwas zu.

Mit einer Drei-Tore-Führung entwickelte sich die Partie anschließend in ein Muster, das man in dieser Saison bereits häufiger gesehen hat. Köln konzentrierte sich darauf, das Spiel zu verwalten, mit strukturierter Defensive und kontrolliertem Scheibenbesitz, statt weiter aggressiv nach vorne zu spielen.

Wenn sich Chancen ergaben, nutzten die Haie sie dennoch. Nach einem langen Wechsel im Augsburger Drittel setzte Vittasmäki den Schlusspunkt unter den Druck mit einem präzisen Handgelenkschuss von der blauen Linie, der, abgefälscht von Kemiläinen, Jones hoch auf der Stockhandseite zum 5:1 überwand.

Augsburg verkürzte kurz darauf, als Button einen harten Schlagschuss an Brückmann vorbei ins Netz setzte. Doch mögliche Hoffnung auf ein Comeback hielt nicht lange: Nur 27 Sekunden später fälschte Kero einen Schuss von Sennhenn von der blauen Linie unhaltbar zum 6:2 ab.

Bei diesem Spielstand und wenig Druck von beiden Seiten verliefen die Schlussminuten ruhig, während die Haie den Sieg souverän über die Zeit brachten.

Fazit

Die Haie unterstrichen erneut ihre Klasse mit einem souveränen Sieg gegen Augsburg. Mit Felix Brückmann und begrenzter Produktion aus den Topreihen fand Köln dennoch genügend Wege, offensiv gefährlich zu werden. Ein Großteil der Treffer kam von den hinteren Reihen sowie von der Verteidigung. Kevin Niedenz legte hierbei eine erstaunliche Effektivität an den Tag.

Selbst an einem Abend, an dem die Haie mit ihrer Aufstellung experimentierten, hatten sie das Spiel jederzeit unter Kontrolle. Wie bei vielen Kölner Siegen in dieser Saison war die Partie im Grunde bereits vor Beginn des dritten Drittels entschieden.

Eine deutlich größere Herausforderung wartet jedoch am Wochenende: Am Freitag treten die Haie auswärts in Mannheim an, bevor am Sonntag im letzten Heimspiel der Saison Berlin in der LANXESSarena zu Gast ist.

Stimmen zum Spiel

Die Pressekonferenz mit Bill Peters und Kari Jalonen, sowie das Interview mit Valtteri Kemiläinen

Hard Facts

Kölner Haie – Augsburger Panther 6:2 (2:0, 2:1, 2:1)

Schüsse: 33-18

Strafminuten: 4-4

Bullies: 21-29

Kölner Haie

Brückmann – Ancicka
Kaski – Nutivaara; Kemiläinen – Vittasmäki; Müller – Sennhenn; Glötzl
Russell – MacLeod – Bokk; Schnarr – Aubry – Kero; Niedenz – Tyrväinen – Tuomie; van Calster – MacInnis – Uher

Augsburg Panthers

Jones – Keller
Button – Schemitsch; Mayhew – Bowey; Farrance – Renner; Pilu
Elias – Wohlgemuth – Blank; Grenier – Kunyk – Busdeker; Cramarossa – Damiani – Bast; Zwickl – Henriquez-Morales – Hanke

Zuschauer: 18.600

Foto: Haiepictures