Haie ohne Ertrag
Die Haie blieben zum zweiten Mal die Saison ohne Ertrag. Vor 18.600 Zuschauern in der LANXESSarena lieferten sich die Haie und die Eisbären Berlin eine intensive Partie, in der Köln durchaus mehr vom Spiel hatte, sich am Ende jedoch nicht belohnen konnte. Trotz vieler Bemühungen und einzelner Druckphasen blieben die Haie ohne Tor und mussten sich mit 0:1 geschlagen geben.
Vor dem Spiel
Im Line-up gab es einige Veränderungen. Schnarr und Nutivaara rotierten aus dem Kader, dafür stand Kammerer dem Team wieder zur Verfügung. Zudem standen Kaski und Kero wieder im Line-up. Uher war an diesem Abend überzählig. Jan-Luca Sennhenn wurde vor dem Spiel für seine.300. DEL-Partie geehrt.
1. Drittel
Die Haie starteten mit viel Energie in die Partie. Bereits in der ersten Minute setzten sie die Berliner Defensive unter Druck und erzwangen früh eine Strafe gegen die Gäste. Im Powerplay kam MacLeod in der 2. Minute zum ersten Abschluss, doch Berlin verteidigte die blaue Linie konsequent und machte es Köln schwer, kontrolliert ins Drittel zu kommen.
Dennoch blieb der KEC zunächst die aktivere Mannschaft. Aggressives Forechecking und viel Tempo prägten die Anfangsphase. In der 5. Minute hatten Kemiläinen und MacLeod eine gute Möglichkeit, insgesamt wirkten die Haie klar spielbestimmend und zeigten, dass sie eine Reaktion auf die Niederlage vom Freitag gegen Mannheim zeigen wollten.
Mit zunehmender Spielzeit verlor die Anfangsoffensive jedoch etwas an Druck. Berlin kam besser ins Spiel, ohne zunächst zwingende Chancen zu kreieren. In der 11. Minute profitierte Pföderl von einem Scheibenverlust der Haie im eigenen Drittel, doch Juvonen blieb aufmerksam. Die größte Chance bis dahin folgte eine Minute später auf der anderen Seite: Kemiläinen leitete den Angriff selbst mit einem langen Aufbaupass auf Kammerer ein, bekam die Scheibe über Niedenz wieder zurück und tauchte frei vor Stettmer auf – der Berliner Schlussmann blieb jedoch Sieger.
Nach einer Strafe gegen Köln wegen zu vieler Spieler auf dem Eis (14.) überstanden die Haie das Unterzahlspiel ohne größere Probleme. Kurz vor der Pause schlug Berlin dann jedoch doch noch zu. Die Gäste hielten die Scheibe im Kölner Drittel, zwei Abschlüsse parierte Juvonen noch, doch beim dritten Versuch drückte Eder den Puck in der 19. Minute über die Linie. Fast hätte Berlin sogar noch nachgelegt, doch nach einem Fehler von Kaski hinter dem eigenen Tor blieb es beim knappen Rückstand zur Pause.
2. Drittel
Die Eisbären kamen besser aus der Kabine und hatten durch Ronning in der 22. Minute die erste Gelegenheit. Danach entwickelte sich eine ausgeglichene Phase, in der die Haie zwar mehr Scheibenbesitz hatten, die gefährlicheren Abschlüsse jedoch meist auf Berliner Seite lagen.
Erst in der 28. Minute setzte Köln wieder ein klares Offensivzeichen. Nach einem Puckgewinn im eigenen Drittel leitete Russell einen schnellen Gegenstoß ein, den MacLeod jedoch nicht erfolgreich abschliessen konnte . Insgesamt blieb die Partie arm an klaren Chancen. Beide Teams kamen zwar immer wieder in die Offensivzone, doch echte Gefahr entstand nur selten.
In der Schlussphase des Drittels erhöhten die Haie noch einmal den Druck. Tyrväinen und Kammerer versuchten ihr Glück aus aussichtsreichen Positionen (35.), kurz darauf folgte eine weitere Druckphase mit einem Abschluss von Storm. Als in der 37. Minute eine Strafe gegen Berlin ausgesprochen wurde, schien der Ausgleich greifbar. Die Haie erspielten sich mehrere Abschlüsse und blieben klar am Drücker, doch der Puck wollte nicht über die Linie. So ging es trotz eines hoffnungsvollen Endes mit dem 0:1 in die zweite Pause.
3. Drittel
Der Schlussabschnitt setzte den bisherigen Spielverlauf fort. Köln versuchte weiterhin, das Spiel zu kontrollieren und Druck aufzubauen, doch die wirklich gefährlichen Abschlüsse kamen zunächst von den Gästen.
In der 49. Minute musste Juvonen sein Team gleich zweimal im Spiel halten. Erst Ronning und kurz darauf Tiffels hatten aus kurzer Distanz die große Chance auf das zweite Berliner Tor, doch der finnische Schlussmann parierte stark.
Mit zunehmender Spielzeit stellten sich die Eisbären immer mehr auf Konter ein und verteidigten ihr Drittel sehr konsequent. Köln hatte viel Scheibenbesitz, tat sich jedoch schwer, klare Chancen herauszuspielen. Erst in der 51. Minute wurde es wieder richtig gefährlich: Müller und Russell kamen in einer kurzen Druckphase zu einer Doppelchance, doch erneut blieb der Ausgleich aus.
Auch in den Schlussminuten fehlte das letzte Quäntchen Glück. Bokk versuchte es in der 55. Minute mit einem weiteren Abschluss, ohne Erfolg. In der Schlussminute nahm Köln den Torhüter vom Eis, doch selbst mit sechs Feldspielern blieb der Treffer aus. Die beste Möglichkeit hatte noch einmal MacLeod, doch auch dieser Versuch fand nicht den Weg ins Tor.
Am Ende blieb es beim knappen 0:1 – und damit bei der zweiten Niederlage für die Haie an diesem Wochenende.
Fazit
Ein Spiel, das aus Haie-Sicht vor allem eines zeigt: Einsatz und Spielkontrolle allein reichen manchmal nicht. Köln zeigte nach Freitag Charakter und war über weite Strecken die aktivere Mannschaft mit guten Chancen, doch Berlin verteidigte konsequent und nutzte eine seiner wenigen Möglichkeiten. Trotz vieler Bemühungen und einiger guter Phasen fehlte den Haien am Ende die nötige Konsequenz im Abschluss.
Stimmen zum Spiel
Die Pressekonferenz mit Serge Aubin und Kari Jalonen, sowie das Interview mit Moritz Müller.
Hard Facts
Kölner Haie : Eisbären Berlin 0:1 (0:1, 0:0, 0:0)
Schüsse: 27-23
Strafminuten: 2-4
Bullies: 30-21
Kölner Haie
Juvonen – Brückmann – Ancicka
Kaski – Austin; Kemiläinen – Vittasmäki; Müller – Sennhenn; Glötzl
Russell – MacLeod – Kero; Bokk – Aubry – Storm; Niedenz– Tyrväinen – Kammerer; Van Calster – MacInnis – Tuomie
Eisbären Berlin
Stettmer – Neiße
Wissmann – Müller; Niemeläinen – Mik; Kretzschmar – Smith;
Ronning – Pföderl – Tiffels; Noebels – Dea – Kirk; Eder – Vikingstad – Veilleux; Hördler – Wiederer – Lancaster
Zuschauer: 18.600
Foto: Haiepictures
