Münzenberger mit dem Game Winner
Manchmal ist es einfach Zufall der eine Partie entscheidet. Münzenberger wusste gestern vermutlich selbst nicht wie die Scheibe vor seiner Kelle landete, aber er war geistesgegenwärtig genug die Situation direkt zu erfassen und die Scheibe an Gudlevskis vorbei in die Maschen zu setzen und damit die Overtime nach 68 Sekunden schon zu beenden.
Vor dem Spiel
Jalonen musste das Team verändern. Aubrys Ausfall – unseren Informationen nach kommt der Center auch nur dann nochmal zurück wenn der Playoff Run der Haie sehr lang dauert – brachte Tyrväinen in die 2. Reihe. Dazu musste auch Niedenz ersetzt werden, so rutschte van Calster in die 3. Reihe und Lindner in Reihe 4. Auch in der Verteidigung gab es durch die Hereinnahme von Rantakari leichte Umstellungen.
1. Drittel
Es war die erste Chance der Partie mit der die Haie in Führung gingen. Müller wollte eigentlich den Treffer von Currie vorbereiten. Dessen Schuss wehrte Gudlevskis allerdings gegen die Schlittschuhe von Müller ab und von dort sprang die Scheibe ins Tor. Nach kurzem Videostudium wurde der Treffer zurecht gegeben. Es ging auch mit Videos weiter, als nächstes wurde ein Check von Bettahar an Lindner überprüft. Die Folge eine 5+SD Strafe und Powerplay für die Haie. Mit dem Mann mehr die Haie aber zu statisch und Bremerhaven gut in der Box. Auch in der Folge ließen die Haie eine Überzahl ungenutzt. Bei 5 gegen 5 war die Partie ausgeglichen, ohne die ganz großen Chancen.
2. Drittel
Der Start in den Mittelabschnitt war die letzte gute Phase der Haie in dieser Partie. Almquists Schuss in der 25. Minute fälschte Münzenberger zum 2:0 ab. Danach war es wie in Spiel 2 in Köln. Mit der 2-Tore-Führung ließen die Haie nach und Bremerhaven kam besser in die Partie. Vikingstad – frei vor Hudacek – und Jeglic – an den Pfosten – hatten in dieser Phase die besten Chancen für Bremerhaven. Hudacek sorgte dafür, dass „die Null“ auch nach 40 Minuten noch stand. Teilweise schnürten die Gastgeber die Haie lange in der eigenen Zone ein.
3. Drittel
Das Momentum wechselte sehr früh auf die Seite der Pinguins. Schon in der ersten Minute des letzten Drittels überwand Verlic Hudacek. Er fälschte einen Schuss von Abt unhaltbar ab. Die Haie nur noch mit wenig Entlastung und bei einer vermeidbaren Strafe wegen zu vieler Spieler auf dem Eis glich Bremerhaven dann aus. Bruggisser schlenzte die Scheibe einfach nur Richtung Tor. Hudacek hatte keine Sicht und die Scheibe fand Ihren Weg an ihm vorbei. Jalonen nahm früh die Auszeit, er wollte sein Team daran erinnern weiterhin offensiv zu agieren, ob es großen Einfluss hatte, wusste er später selbst nicht. Bremerhaven hätte die Partie noch in der regulären Spielzeit entscheiden können als Jeglic, nach Almquist Fehler, frei vor Hudacek stand. Der Haiegoalie rettete die Haie mit einem spektakulären Fanghandsave in die Verlängerung.
Overtime
Die blieb dann – wie bereits erwähnt – sehr kurz. Zuerst hatte Verlic die Entscheidung auf der Kelle, scheiterte aber an Hudacek. Im Gegenzug dann eine Verkettung unglücklicher Umstände zum Haie-Sieg. Die Scheibe wollte nicht so Recht in den Reihen laufen, dann fand Tyrväinen Vittasmäki, der die Scheibe beim Schussversuch nicht traf, aber ungewollt Münzenberger in perfekte Position brachte. Der Rest ist der – bisher – größte Moment in der noch jungen Karriere des 19 jährigen.
Fazit
Die erste Partie der Serie mit richtig Playoff-Character. Eine Schlacht mit guten Momenten auf beiden Seiten, gewinnt für die Haie ein Spieler den vor der Saison niemand für die Profis auf dem Zettel hatte. Münzenberger avanciert mit seinen beiden Toren zum Matchwinner und dafür gibt es in der Pressekonferenz und von Frederik Storm Sonderlob (in den Stimmen). Das bringt den Haien eine 3:0 Serienführung und jetzt 4 Möglichkeiten die Serie zu beenden. Die knappe Niederlage dürfte Bremerhaven dabei deutlich weher getan haben, als die klaren Haiesiege vorher. Hat Sulzer noch die Ideen um die Haie in Bedrängnis zu bringen?
Stimmen zum Spiel
Hard Facts
Fischtown Pinguins Bremerhaven – Kölner Haie 2:3 OT (0:1 – 0:1 – 2:0 – 0:1)
Schüsse: 30 – 28
Strafminuten: 29 – 8
Bullies: 26 – 28
Kölner Haie Hudacek – Ancicka – Pantkowski Sennhenn – Vittasmäki; Almquist – Austin; Müller – Rantakari; Glötzl Grenier – MacLeod – Schütz; Kammerer – Tyrväinen – Storm; van Calster – Currie – Tuomie; Münzenberger – Wohlgemuth – Lindner Fischtown Pinguins Bremerhaven Gudlevskis – Franzreb – Graf Bruggisser – Abt; Jensen – Byström; Rausch – Grönlund; Bettahar Verlic – Jeglic – Urbas; Görtz – Vikingstad – Mauermann; Kinder – Quince – Herrmann; Scheel – Wejse – Uher
Schiedsrichter: Rohatsch – Frano
Zuschauer: 4.647 Foto: Haiepictures