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Powerplay für den Sieg

Die Haie drehen die Partie in Wolfsburg über das gute Powerplay. Es gibt Spiele die hat man gefühlt schon mal gesehen. Den Sieg der Haie in Wolfsburg gab es vor drei Monaten in der Vorbereitung sehr ähnlich. Auch damals war es das Powerplay das – wie beim 4:3 – den Sieg brachte.

Vor dem Spiel

Beim Restart nach der Pause verzichtete Jalonen noch auf Jan Luca Sennhenn. Fischer war als siebter Verteidiger im Line-up und im Angriff setzte der Trainer auf die Reihen, die im Training zu sehen waren. Dazu startete Juvonen zwischen den Pfosten.

1. Drittel

Die ersten zwanzig Minuten waren interessant. Ein Wort, das man vielfältig deuten kann und so waren auch die Meinungen zum Spiel. Von „unterlegenen Haien“ bis hin zu „Haie leicht überlegen“ war so ziemlich alles dabei in den Kommentaren die wir gelesen und gehört haben.

Zählbares sprang im 1. Drittel aber nur auf einer Seite. Die Haie nutzten das erste Powerplay zur Führung. Kaski und Bokk servierten mit schönen Direktpässen die Scheibe für MacInnis der aus dem hohen Slot per Direktschuss vollendete.

Wolfsburg hatte vorher die Chance mit dem Mann mehr, konnte aber gute Chancen nicht verwerten. Die Haie ab diesem Moment das – alleinige – Team mit den meisten Toren im Powerplay der DEL.

2. Drittel

Die ersten knapp 9 Minuten vergingen wie im Flug – fast – ohne jede Unterbrechung. In dieser Zeit herrschte hohes Tempo auf dem Eis und die Haie hatten durch van Calster die Chance zu erhöhen.

Nach dem Powerbreak verfielen die Haie dann kurzfristig in Tiefschlaf. Binnen 138 Sekunden zog Wolfsburg auf 3:1 davon. Köln bei den Gegentoren meist Zuschauer als richtig in den Zweikämpfen drin und man hatte sofort das Gefühl wie vor der Pause in Ingolstadt.

Jalonen nahm die Auszeit und sein Team fing sich ein wenig. Wolfsburg blieb zwar das bestimmende Team, aber die Haie ließen nicht mehr so viel zu. Vorne hinderte die Latte Kammerer am Anschlusstreffer.

3. Drittel

Wolfsburg blieb weiterhin das kontrollierende Team. Jalonen stellte früh auf 3 Reihen um und das zahlte sich am Ende aus. Wolfsburg verpasste die Vorentscheidung und fand sich dann mehrfach auf der Strafbank wieder.

Da das Powerplay der Haie an diesem Abend makellos blieb waren die Haie wieder im Spiel. Ruckdäschel saß eine Strafe ab und Aubry verwertete die freie Scheibe im Slot. Vier Minuten später rutschte ein Pass zu Müller durch und der Kapitän besorgte den Ausgleich höchstselbst. Das einzige Tor der Haie bei gleicher Spieleranzahl auf dem Eis und für Müller das zweite Tor binnen einer Woche.

Als man sich auf die erste Verlängerung der Haie in dieser Saison einstellte, nahm Wolfsburg noch eine Strafe. Russell nutzte die letzte Überzahl der Haie für die Führung.

Die Grizzlys bäumten sich nochmal auf. Die letzten Sekunden hatten es nochmal in sich und erst traf Gaudet den Pfosten und dann rettete Juvonen spektakulär im Spagat gegen White und hielt den Sieg fest.

Fazit

Eine Partie die zwischendurch verloren schien drehen die Haie über das gute – an diesem Abend perfekte – Powerplay. Die Gastgeber hatten sich nichts vorzuwerfen, bei gleicher Zahl auf dem Eis waren die Grizzlys das bestimmende Team, aber mit den Strafen – zu denen sich Mike Stewart nach der Partie nicht äußern wollte – brachte man Köln selbst zurück ins Spiel.

Das Juvonen am Ende spektakulär den Sieg festhält passt dann zum Abend und zeigt wieder wie wichtig der neue Goalie in kurzer Zeit für das Jalonen-Team geworden ist.

Hard Facts

Grizzlys Wolfsburg – Kölner Haie 3:4 (0:1, 3:0, 0:3)

Schüsse: 44-22

Strafminuten: 8-8

Bullies: 27-30

Kölner Haie 

Juvonen – Ancicka
Austin – Kaski; Vittasmäki – Kemiläinen; Glötzl – Müller; Fischer
Tuomie – MacLeod – Russell; Aubry – Schnarr – Bokk; Kammerer – Tyrväinen – Niedenz; Uher – MacInnis – van Calster

Grizzlys Wolfsburg

Weitzmann – Strahlmeier
Melchiori – Prow; Krupp – Pfohl; Thompson – Martinovic; Hafenrichter
Machacek – Gaudet – Schinko; Chrobot – Feser – Lambert; Ruckdäschel – Ramoser – Dumont; White – Lynch – Hayhurst

Zuschauer: 3.519