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Sechster Sieg

Der sechste Sieg der Haie in Serie. Eine geschlossene Mannschaftsleistung sorgte am Sonntag trotz eines kurzen Schockmoments für weitere drei Punkte. Die Haie schnuppern mit dem 5:2 Sieg in Bremerhaven weiter an der Tabellenspitze und bringen sich für die kommende Woche in eine aussichtsreiche Position.

Vor dem Spiel

Kari Jalonen nahm im Verleich zum Sieg gegen Nürnberg nur leichte Veränderungen vor: Kero pausierte erneut, dafür rückte Bokk in die erste Formation mit MacLeod und Russell. Tuomie komplettierte die zweite Reihe um Rückkehrer Schnarr und Aubry.

1. Drittel

Die Partie im hohen Norden nahm sofort Tempo auf. Bereits nach 35 Sekunden tauchte Bokk nach einem schnellen Umschaltmoment alleine vor Hudacek auf, brachte die Scheibe jedoch nicht mehr unter Kontrolle und damit nicht aufs Tor des ehemaligen Kölner Schlussmanns. Auch in der Folge zeigten die Haie ihr schnelles Spiel nach vorne, während Bremerhaven immer wieder versuchte, über Schüsse von der blauen Linie Gefahr vor dem Tor zu erzeugen.

Die erste zwingende Chance nutzte Köln direkt zur Führung. Nach starkem Einsatz von Aubry hinter dem Tor landete die Scheibe über Tuomie bei Schnarr, der aus kurzer Distanz unter die Latte zum 1:0 traf (7.). Das Drittel blieb insgesamt ausgeglichen. Bremerhaven mit mehr Schüssen, die besseren Möglichkeiten hatten jedoch die Haie. Ein Zwei-auf-eins von Aubry und Tuomie blieb ebenso ungenutzt wie Alleingänge von Austin und Bokk. Auf der anderen Seite war Juvonen stets aufmerksam und entschärfte alle Versuche der Gastgeber. So ging es mit einer knappen, aber verdienten Kölner Führung in die Pause.

2. Drittel

Auch im Mittelabschnitt agierten die Haie strukturiert und konsequent. In der 25. Minute erhöhte Kammerer nach gewonnenem Offensivbully auf 2:0, nachdem Kaski ihn mit einem schönen Pass in Szene gesetzt hatte. Bremerhaven zeigte sich jedoch unbeeindruckt und schlug innerhalb kürzester Zeit zurück. Verlic verkürzte in Überzahl mit einem Direktschuss aus dem Slot (29.), nur 65 Sekunden später stellte Abt nach einem Konter den 2:2-Ausgleich her (30.). Ärgerlich aus Kölner Sicht: Kurz zuvor hatte Bokk die Chance auf das 3:1, Hudacek parierte und auf der anderen Seite fälschte Bokk die Scheibe ins eigene Tor ab.

Kurz darauf kam es zu einer Schrecksekunde. Juvonen rettete stark gegen Wejse, der im Anschluss unglücklich von einer Kufe am Kopf getroffen wurde und stark blutend das Eis verlassen musste. Die Partie wurde unterbrochen, die Pause vorgezogen und das Drittel bereits in der 31. Minute beendet. Die fehlende Spielzeit wurde später nachgeholt.

Von dieser Unterbrechung profitierten eher die Haie, da sie den kurzzeitigen Offensivrausch der Fischtown Pinguins abrupt stoppte. Nach der verfrühten Unterbrechung brauchten beide Teams kurz, um wieder in den Rhythmus zu finden. Dann fanden die Haie erneut Zugriff auf das Spiel. Zwei Sekunden nach Ablauf einer Strafe traf Bokk frei vor Hudacek zur erneuten Führung (36.).

3. Drittel

Die Haie nutzten das Momentum und legten kurz nach der kurzen Unterbrechung zwischen den Dritteln nach: Kemiläinen rückte mit in den Slot und verwertete einen Abpraller zum 4:2 (42.). Die Partie war wieder klar in Richtung Haie gekippt.

Bremerhaven gab sich keineswegs geschlagen und drängte auf den erneuten Anschluss. Doch immer wieder stand Juvonen im Mittelpunkt, parierte unter anderem gegen Abt, Jeglic und Mauermann stark und hielt die Zwei-Tore-Führung fest. Auch in Überzahl fanden die Pinguins keinen Weg am Kölner Schlussmann vorbei.

Die Haie setzten ihr Spiel konsequent fort und blieben bei Kontern gefährlich. Mitte des Drittels hatte Tuomie aus spitzem Winkel die nächste Möglichkeit, erneut war Hudacek zur Stelle. Die Entscheidung fiel schließlich in der 53. Minute: MacInnis setzte im Powerplay nach und staubte zum 5:2 ab. Auf diesen Treffer fanden die Gastgeber keine Antwort mehr. Auch in der Schlussphase blieb Juvonen der sichere Rückhalt, sodass die Haie den Vorsprung souverän über die Zeit brachten.

Fazit

Der Sieg – der sechste in Serie – in Bremerhaven unterstrich einmal mehr die aktuelle Stabilität der Haie. Das Team von Kari Jalonen agierte über weite Strecken strukturiert und effizient und ließ sich vom zwischenzeitlichen Ausgleich nicht aus dem Konzept bringen. Die verletzungsbedingte Pause kam den Haien sicherlich entgegen, doch nach Wiederbeginn präsentierte sich das Team erneut konzentriert und zeigte Reife sowie Konsequenz.

Mit einem abermals starken Juvonen im Tor und einer geschlossenen Mannschaftsleistung verdienten sich die Haie drei weitere Punkte und bestätigten eindrucksvoll ihren positiven Lauf. Nun warten mit München und Mannheim zwei formstarke Gegner, die zum echten Prüfstein werden dürften. Sollten die Haie auch hier punkten, rückt die Tabellenspitze realistisch in Reichweite.

Hard Facts

Fischtown Pinguins Bremerhaven – Kölner Haie 2:5 (0:1, 2:2, 0:2)

Schüsse: 37 – 27

Strafminuten: 4 – 8

Bullies: 39 – 23

Kölner Haie

Juvonen – Ancicka
Austin – Kaski; Sennhenn – Kemiläinen; Vittasmäki – Fischer; Glötzl
Bokk – MacLeod – Russell; Aubry – Schnarr – Tuomie; Kammerer – Tyrväinen – Niedenz; Uher – MacInnis – van Calster

Fischtown Pinguins Bremerhaven

Hudacek – Hungerecker
Eminger – Byström, Bettahar – Abt; Bruggisser – Hirose
Verlic – Jeglic – Urbas; Kinder – Wejse – Herrmann; Conrad – Friesen – Mauermann; Roßmy – Miele – Krämmer

Zuschauer: 4.587