34. Spieltag
Der 34. Spieltag ist gleichzeitig der letzte im Kalenderjahr 2025. Für die Haie ist die Anreise an den Seilersee eine kurze. Die Iserlohn Roosters erwarten den Tabellenführer.
Status Quo
So viel Euphorie wie gerade gab es in Iserlohn in dieser Saison wohl nur zu Saisonbeginn. Mit sechs Punkten aus den ersten drei Spielen startete man in die Liga. Seitdem war die Saison aber wieder eine zum Vergessen.
Erst mit dem Sieg gegen Frankfurt kurz vor Weihnachten verließ man zum ersten Mal seit Anfang Oktober wieder den 13. Tabellenplatz. Zuletzt gelang das zweite 6-Punkte-Wochenende der Saison mit den Siegen gegen Schwenningen und in Straubing.
Mit dem – am Seilersee – altbekannten Anthony Camara legte man in der Cuppause nochmal nach und der Neuzugang produziert. Dazu hat man mit Eisenmenger nochmal eine Verpflichtung auf dem deutschen Sektor getätigt. Zudem konnte man mit den starken deutschen Ugbekile und Napravnik verlängern. Der Ex-Kölner war vor der Verlängerung ja auch bei den Haien im Gespräch.
Die Entlassung von Trainer Nyman, mit der man eine lange Zeit rechnete, blieb allerdings aus und so langsam scheint das Team „den Trainer zu verstehen“. Erstmals seit langer Zeit ist der Abstand in die Top10 kleiner als der zum Abstiegsplatz.
Die Zahlen der Roosters
Die Tabellensituation der Roosters spiegelt sich in den Zahlen wider. Bei den Toren vor allem in der Offensive. Nur Frankfurt und Dresden treffen seltener. Würde man nur auf die Gegentore schauen, sähe man einen sicheren Mittelfeldplatz.
Das erste Drittel ist mit einer Differenz von -6 noch das beste des Nyman-Teams. Drittel zwei und drei unterscheiden sich nur durch ein erzieltes Tor.
Im Vergleich zu den xGoals treffen die Roosters zwar besser als erwartet, stellen mit 8 Toren mehr erzielt allerdings nur den zweitschwächsten Wert der Liga. Auf der Seite der kassierten Tore sind es erneut nur Frankfurt und Dresden die eine noch größere Differenz zwischen xGoals und wirklich kassierten Toren haben als die Roosters.
Schaut man auf die Special Teams haben die Roosters Nachholbedarf. Das drittschlechteste Powerplay und das zweitschlechteste Unterzahlspiel der Liga und das kostet am Ende Spiele und Punkte. Einzig Augsburg hat eine schlechtere kumulierte Quote bei den Special Teams.
Das, was wir bei den Toren schon beobachtet haben, zeigt sich auch bei den Quoten. Mit einer Schussquote von 9,71% sind nur zwei Teams schlechter – in diesem Fall Schwenningen und Dresden – und bei der Fangquote der Goalies liegt man im gesicherten Mittelfeld. Daraus ergibt sich eine PDO von 99,1. Knapp unter den magischen 100.
Am Bullypunkt sind Roosters und Haie nicht weit auseinander. Auf Rang 8 sind die Roosters das erste Team das eine Quote von – knapp – unter 50% aufweist (49,52%).
Die bisherigen Duelle
Beide Duelle gingen mit 3:1 an die Haie. Zwischen beiden Spielen lagen keine drei Wochen und das letzte ist inzwischen über zwei Monate her. In dieser Zeit hat sich einiges geändert.
Dabei waren beide Spiele sehr ähnlich. Die Roosters in beiden Spielen – vom Ergebnis her – lange Zeit dran, bis die Haie am Ende ins leere Tor trafen. Und wer erinnert sich nicht an der dreifachen Save von Juvonen bei 3:1 am Seilersee, mit dem er den Sieg festhielt?
Prognose
Der Coachingstaff der Haie muss sich nach den letzten Spielen ein paar Fragen stellen: Ist der Zeitpunkt für eine Pause für Juvonen gekommen? War das Ende der Partie gegen Schwenningen nur den Fuß zu früh vom Gas genommen oder war es dann doch eine mentale Sache? Die Haie können mit einem weiteren Sieg eine neue längste Siegesserie der Saison aufstellen.
Auf der anderen Seite die Roosters: Kommen gerade in Fahrt wie es scheint und die Eissporthalle am Seilersee wird wieder stimmungsvoll wie meistens sein. Eine Atmosphäre in der sich die Haie gerne schwerer tun als nötig.
Ein gefährliches Spiel zum Jahresabschluss, aus dem die Haie einen Punkt brauchen um das Jahr 2025 sicher als Tabellenführer zu verlassen. Iserlohn wird was dagegen haben.
Die Partie wie immer live bei MagentaSport, sowohl in der Konferenz als auch als Einzelspiel. Durch die Konferenz führen Sascha Bandermann und Christoph Ullmann, das Einzelspiel kommentiert Adrian von der Groeben.
Ein Blick über den Tellerrand
Die Extraportion Iserlohn gibt es tatsächlich in drei Podcasts. Neben einem Medien- und einem Vereinspodcast, gibt es mit Eisenwaldhockey auch einen Fanpodcast. Dazu lohnt auch immer der Blick zu Slapshotbambi.

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