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49. Spieltag

Die Haie reisen am 49. Spieltag zum Topspiel nach Mannheim. Mit vier Siegen in Folge im Gepäck scheint das Team von Kari Jalonen bestens auf die bevorstehenden Playoffs vorbereitet. Gleichzeitig wird das Programm zum Saisonende nun deutlich anspruchsvoller. Mit Mannheim, Berlin und Straubing warten in den kommenden Tagen drei Gegner aus der Spitzengruppe der Liga bzw. der amtierende Meister.

Noch bis zum vergangenen Spieltag hätte dieses Duell das direkte Aufeinandertreffen des Tabellenführers mit seinem ersten Verfolger dargestellt. Seit der Olympiapause ließen die Adler jedoch einige Punkte liegen und rangieren aktuell „nur“ noch auf Platz drei.

Wo steht der Gegner und was ist noch möglich?

Mannheim steht derzeit mit 94 Punkten auf Rang drei der Tabelle und hat damit weiterhin alle Möglichkeiten, sich noch Platz zwei hinter den Haien zu sichern. Die Form ist dabei durchaus ordentlich, allerdings nicht ganz so konstant wie bei einigen direkten Konkurrenten. Seit der Olympiapause stehen zwei Siege aus vier Spielen zu Buche, was fünf Punkte einbrachte.

Das Restprogramm der Adler hat es zudem in sich. Nach dem Spiel gegen Köln folgen noch Partien gegen Ingolstadt, Berlin und Schwenningen. Entsprechend richtet sich der Blick nicht nur nach oben, sondern auch nach hinten. München lauert mit lediglich zwei Punkten Rückstand und könnte im Endspurt noch einmal Druck aufbauen. Das Heimrecht im Viertelfinale sollte aber erreicht werden.

Ein Blick auf die Zahlen

Tore und Gegentore

Mit 167 erzielten Treffern stellt Mannheim die drittbeste Offensive der Liga. Defensiv stehen lediglich 115 Gegentore zu Buche – der beste Wert der DEL. Die Tordifferenz von +52 ist ebenfalls einer der Spitzenwerte der Liga, einzig die Haie liegen mit +69 noch deutlich davor.

Spielverlauf

Über alle Drittel hinweg agieren die Adler sehr stabil. Besonders der zweite Abschnitt sticht heraus. Mit 63 erzielten Toren – Platz zwei hinter Köln – und lediglich 31 Gegentoren stellt Mannheim hier die beste Tordifferenz der Liga (+32).

Im Schlussdrittel fehlt offensiv dagegen etwas Durchschlagskraft. Mit 49 Toren belegt man hier lediglich Rang acht. Die starke Defensive kann diesen Umstand jedoch häufig kompensieren.

Special Teams

Wie es sich für eine Mannschaft mit klaren Meisterambitionen gehört, gehören die Adler auch in den Special Teams zur Ligaspitze. Das Powerplay rangiert mit 28,26 Prozent auf Platz zwei hinter Köln (31,29 Prozent). Auch im Penalty Killing gehört Mannheim mit 81,82 Prozent zu den Topteams der Liga und liegt auf Rang vier (Köln 82,96 Prozent).

Die Werte blieben auch nach der Olympiapause stabil. Die Schwierigkeiten der vergangenen Spiele lagen eher im Spiel bei fünf gegen fünf.

Scoring

Auch offensiv verfügt Mannheim über enorme Qualität in der Breite. Zehn Spieler haben bereits mehr als 20 Punkte gesammelt, sieben Akteure konnten zweistellig treffen.

Topscorer und zugleich bester Torschütze ist allerdings kein Stürmer, sondern Verteidiger Nicolas Mattinen. Der Verteidiger des Jahres 2024 kommt bislang auf 43 Punkte, darunter 19 Tore und 24 Vorlagen. Auch in dieser Saison zählt er wieder zu den Kandidaten auf die entsprechende Auszeichnung.

Dahinter verfügt Mannheim über zahlreiche weitere Offensivoptionen. Zach Solow machte zuletzt mit vier Toren in fünf Spielen auf sich aufmerksam. Justin Schütz traf im ersten Duell in Mannheim gleich doppelt und meldete sich zuletzt ebenfalls wieder auf dem Scoreboard. Verglichen mit seiner Vorsaison, als er mit 46 Punkten Topscorer der Haie wurde, steht er aktuell jedoch bei 32 Punkten. Hinzu kommt Anthony Greco, der mit 28 Assists bester Vorlagengeber der Adler ist.

Schuss- und Fangquoten

Mannheim gibt ligaweit die zweitmeisten Schüsse ab, steht mit einer Schussquote von 10,64 Prozent jedoch nur auf Platz sieben (Köln 12,75 Prozent). In Sachen Effizienz bleibt also noch etwas Luft nach oben.

Im Tor verfügen die Adler möglicherweise über das stärkste Duo der Liga. Maximilian Franzreb erfüllte die Erwartungen nach seiner Verpflichtung voll und steht mit einer Fangquote von 91,73 Prozent ligaweit auf Platz sechs. Gemeinsam mit Johan Mattsson kommt das Mannheimer Gespann auf eine Teamfangquote von 90,99 Prozent und liegt damit knapp hinter den Haien auf Rang zwei.

Das daraus resultierende PDO von 101,6 ist der zweitbeste Wert der Liga.

Die bisherigen Duelle

Die bisherigen Aufeinandertreffen zwischen Köln und Mannheim waren durchaus spektakulär. In drei Spielen fielen bereits 21 Tore. Zwei dieser Partien konnten die Haie für sich entscheiden, zuletzt am 28. Spieltag beim 5:4-Erfolg vor ausverkaufter LANXESSarena in einem offenen Schlagabtausch.

Auch das erste Duell in Köln ging an den KEC, der sich mit 3:2 nach Penaltyschießen durchsetzte. Einzig das Spiel am 13. Spieltag in Mannheim entschieden die Adler mit 5:2 für sich.

Insgesamt konnten bereits acht verschiedene Haie-Spieler gegen Mannheim treffen. Patrick Russell und Nate Schnarr gelangen jeweils zwei Tore, Schnarr erzielte dabei auch den entscheidenden Penalty im Shootout.

Prognose

Im Saisonendspurt warten auf die Haie nun die ganz großen Kaliber der Liga. Mit Blick auf Form und Playoffs könnte dieses Programm kaum besser gewählt sein. Ähnlich wie gegen Ingolstadt und München wird auch am Freitag reichlich Playoff-Atmosphäre in der Luft liegen.

Der Ausgang dürfte einmal mehr von Kleinigkeiten abhängen. Beide Teams gehören defensiv zu den stabilsten der Liga, auch wenn sich das in den direkten Duellen bislang kaum widerspiegelte. Entsprechend ist auch dieses Mal wieder ein torreiches Spiel denkbar.

Auf dem Papier begegnen sich zwei Teams auf Augenhöhe. Die aktuelle Form spricht leicht für die Haie. Hinzu kommt weiterhin die Möglichkeit, den DEL-Hauptrundenrekord für die meisten Punkte zu brechen. Gründe genug also, sich dieses Spitzenspiel genauer anzuschauen.

Die Partie wird bei MagentaSport sowohl als Einzelspiel als auch in der Konferenz übertragen. Kommentator ist Adrian von der Groeben. Durch die Konferenz führen Sascha Bandermann und Christoph Ullmann.

Blick über den Tellerrand

Wer ein bisschen mehr Mannheim haben möchte, ist bei den Kollegen von Eiszeit.fm (Instagram/Blue Sky) gut aufgehoben. Dazu findet man die Puckrockers auf Instagram.