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Rückschlag vor den Playoffs

Die Haie mussten vier Spiele vor dem Start der Playoffs einen Rückschlag erleiden. Beim 1:5 in Mannheim erwischt das Team von Jalonen einen rabenschwarzen Abend, den sich auch der Trainer nicht so recht erklären konnte. Die Adler bleiben im Rennen um den zweiten Platz, trotz einiger Patzer zuletzt, in einer guten Position.

Vor dem Spiel

Kari Jalonen hatte nach dem Spiel gegen Augsburg angekündet Spielern eine Pause zu geben und den Rest der Hauptrunde – vor den Playoffs – einige Sachen zu probieren. Juvonen und Austin rotierten zurück ins Line-up, Kaski und Kero bleiben dafür ohne Berücksichtigung. Dazu kam Storm zurück ins Team. Dies änderte auch einiges in den Reihen.

1. Drittel

Das Spiel startete schwungvoll. Direkt in den ersten Minuten brachten beide Teams die ersten Chancen Richtung gegnerisches Tor. Erst traf O’Donnell den Pfosten, kurz später brachte eine scharf in den Slot gebrachte Scheibe Franzreb in Bedrängnis.

Die Haie übernahmen dann das Spielgeschehen und Mannheim traf. Einen Fehler hinter dem eigenen Tor nutzten die Adler zur Führung. Gawanke brachte die Scheibe vors Tor, Schütz fälschte ab und Juvonen rutschte die Scheibe „irgendwie“ durch.

Mannheim dadurch wieder am Drücker, verpasste die Führung auszubauen und hätte beinahe in Unterzahl noch den Ausgleich kassiert. Die Chance der Haie in den letzten Sekunden des Drittels aber klar nicht im Tor.

2. Drittel

Die Adler von Beginn an die spielbestimmende Mannschaft. Sie schafften es aber nicht die anfängliche Überlegenheit in Tore umzumünzen. Sie scheiterten an Juvonen (Kälble 28., Gawanke 29.) und brachten bei mehreren Powerplay-Situationen nichts Zählbares zustande.

Die Haie mit der Effektivität eines Spitzenreiters. Renouf saß auf der Strafbank und die Haie glichen aus. Das Ausgleichstor sollte als Blaupause für das restliche Spiel dienen. Es war eines der wenigen Male, das die Haie schnörkellos spielten. Einen Schuss auf die Schoner ließ Franzreb prallen und MacInnis staubte ab.

Dieses probate und einfache Mittel machte sich Mannheim dann auch zunutze und traf kurz vor Drittelende binnen 15 Sekunden doppelt. Beide Male war es auch ein Schuss auf den Schoner und ein Rebound durch den Angreifer (Bennett und Schütz).

3. Drittel

Der Doppelschlag hatte die Haie komplett aus dem Spiel genommen. Mannheim machte sofort weiter, wo sie Ende des Mittelabschnitts aufgehört hatten.

Juvonen rettete stark gegen Ehl, bevor O’Donnell erneut die Blaupause nutzen konnte. Er fand ohne Bedrängnis einen Rebound als erstes. Noch vor der 45. Minute dann die endgültige Entscheidung. Gilmour brachte die Scheibe aus kurzer Distanz kompromisslos im Tor unter.

Die Partie plätscherte danach nur noch vor sich hin. Die Adler mussten nichts mehr machen und die Haie bekamen an diesem Abend nichts mehr aufs Scoreboard.

Fazit

Wir erwähnten schon den komplett bedienten Kari Jalonen – hört dazu auch in die Pressekonferenz rein -, der nicht wirklich wusste, wie er diese Niederlage bewerten sollte. Juvonen wurde von der Verteidigung sträflich im Stich gelassen.

Für die Haie kurz vor den Playoffs nochmal eine eindringliche Warnung, das nicht immer alles in die richtige Richtung läuft, wenn man nicht genug arbeitet.

Auf der anderen Seite sind es genau diese Spiele, die nochmal die Sinne schärfen und Jalonen wichtige Informationen liefern, auch im Hinblick auf seine Experimente im Line-up.

Stimmen zum Spiel

Die Pressekonferenz mit Dallas Eakins und Kari Jalonen, sowie das Interview mit Ryan MacInnis.

Hard Facts

Adler Mannheim – Kölner Haie 5:1 (1:0, 2:1, 2:0)

Schüsse: 39-29

Strafminuten: 20-10

Bullies: 34-22

Kölner Haie

Juvonen – Brückmann
Austin – Nutivaara; Kemiläinen – Vittasmäki; Müller – Sennhenn; Glötzl
Russell – MacLeod – Schnarr; Bokk – Aubry – Storm; Niedenz – Tyrväinen – Tuomie; van Calster – MacInnis – Uher

Adler Mannheim

Franzreb  Saffran
Mattinen – Renouf; Gawanke – Kälble; Worge Kreü – Gilmour
Plachta – Esposito.- Heim; Ehl – Michaelis – Schütz; Greco – Solow – Bennett; Proske – Reichel – O’Donnell

Zuschauer: 13.600

Foto: Leonie Steffenhagen