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13. Spieltag

Am 13. Spieltag steht für die Haie das erste von zwei NRW-Duellen des Wochenendes an. Um 19:30 Uhr ist der KEC bei den Krefeld Pinguinen in der ausverkauften YAYLA Arena zu Gast. Köln steht nach 13 Spielen mit 20 Punkten auf Rang sechs, Krefeld hat ebenfalls bereits 13 Partien absolviert und folgt mit 16 Punkten auf Platz neun.

Die Haie verloren am Dienstag ein turbulentes Heimspiel mit 5:6 nach Verlängerung gegen Mannheim. Krefeld beendete dagegen am Mittwoch eine Serie von fünf Niederlagen eindrucksvoll und siegte mit 6:0 gegen Schwenningen.

Der Sommer in Krefeld

Vier Jahre nach dem Abstieg gelang den Pinguinen im Frühjahr die Rückkehr in die DEL. Krefeld dominierte bereits die DEL2-Hauptrunde: 114 Punkte aus 52 Spielen, 194:116 Tore und Rang eins standen am Ende zu Buche. Mit durchschnittlich 3,7 Treffern pro Partie stellte der KEV zudem die beste Offensive der Liga.

In den Playoffs legte die Mannschaft von Thomas Popiesch noch einmal nach. Krefeld gewann zunächst das Viertelfinale gegen Landshut mit 4:0, anschließend das Halbfinale gegen Regensburg ebenfalls ohne Niederlage und sweepte schließlich auch Kassel im Finale. Zwölf Playoff-Spiele, zwölf Siege – der 5:2-Erfolg in Spiel vier gegen die Huskies machte die DEL2-Meisterschaft perfekt.

Ein großer Teil der Meistermannschaft blieb zusammen. Mit Max Newton, Mathew Santos, Davis Vandane, Philip Gogulla oder Marcel Müller tragen mehrere Leistungsträger weiterhin Schwarz-Gelb. Für die Rückkehr in die DEL kamen unter anderem Luca Hauf, Yannick Proske sowie die Verteidiger Max Gildon und Stuart Percy. Im Tor verpflichtete Krefeld Juha Jatkola aus Finnland. Thomas Popiesch geht bereits in seine dritte Saison als Cheftrainer.

Kurz nach Saisonbeginn wurde zudem nachgebessert. Kevin Wall verließ den Club bereits im September wieder – noch bevor er lizenziert wurde -, seine Kontingentstelle übernahm Phil Varone. Der 35-Jährige bringt 97 NHL- und 539 AHL-Spiele sowie Erfahrung aus KHL, Schweiz und DEL (u.a. Düsseldorf) mit

Erwartungshaltung

Als Aufsteiger geht es für Krefeld zunächst darum, sich wieder dauerhaft in der DEL zu etablieren. Der Saisonstart zeigt bislang, dass die Pinguine konkurrenzfähig sind. Nach der 1:3-Auftaktniederlage gegen Bremerhaven gelang direkt ein 6:3 in Straubing. Es folgten unter anderem Siege gegen Schwenningen, Ingolstadt und Frankfurt.

Danach geriet Krefeld allerdings erstmals deutlich ins Stocken. Fünf Spiele in Folge blieben die Pinguine sieglos: Gegen Augsburg, Wolfsburg, Berlin, Nürnberg und München gab es lediglich beim 1:2 nach Penaltyschießen in Wolfsburg einen Punkt. Besonders deutlich fiel das 2:7 in Nürnberg aus. Das 6:0 gegen Schwenningen beendete diese Serie am Mittwoch.

Diese Spieler sollte Köln im Blick behalten

Mathew Santos hat den Sprung aus der DEL2 bislang problemlos geschafft. Der Kanadier führt Krefeld nach zwölf Einsätzen mit 18 Punkten an. Neun Tore und neun Vorlagen stehen für ihn zu Buche. Mit neun Treffern ist Santos gleichzeitig bester Torschütze des Teams und verwertet bislang 18,37 Prozent seiner 49 Torschüsse. Wir hatten ihn schon vor Jahren – bevor er nach Deutschland wechselte – auf unserer Shortlist für die Haie/DEL.

Nur einen Punkt dahinter liegt Max Newton. Der DEL2-Topscorer der Vorsaison kommt nach 13 Spielen auf sechs Tore und elf Vorlagen. Krefeld hatte seinen Vertrag bereits während der vergangenen Saison langfristig bis 2028 verlängert. Beim 6:0 gegen Schwenningen traf Newton zum zwischenzeitlichen 4:0.

Auch Juha Jatkola verdient Aufmerksamkeit. Der finnische Torhüter steht nach neun Einsätzen bei einer Fangquote von 91,94 Prozent und 2,44 Gegentoren pro Spiel. Am Mittwoch hielt er gegen Schwenningen alle 29 Schüsse und feierte seinen ersten Shutout in der DEL.

Prognose

Krefeld ist statistisch kein typischer Aufsteiger, der dauerhaft vom Gegner dominiert wird. Ein Schussversuchsanteil von knapp 50 Prozent zeigt, dass die Pinguine ihre Spiele über weite Strecken ausgeglichen gestalten können. Mit Santos, Newton und Vandane stehen zudem drei Spieler unter den vier punktbesten Krefeldern, die bereits entscheidend am Aufstieg beteiligt waren. Vandane hat auch schon DEL-Erfahrung (Frankfurt).

Der deutlichste Haie Vorteil liegt im Powerplay. 38,89 gegen 10,26 Prozent sind ein erheblicher Unterschied. Gleichzeitig sollte der KEC Strafzeiten vermeiden: Das eigene Penalty Killing steht mit 67,57 Prozent weiterhin am unteren Ende der Liga. Krefelds Überzahl ist bislang schwach, die Qualität um Santos und Newton reicht aber aus, um unnötige Möglichkeiten zu bestrafen.

Für die Haie geht es außerdem darum, defensiv stabiler aufzutreten. Gegen Mannheim kassierten die Haie fünf Tore innerhalb der regulären Spielzeit und gaben eine 3:1-Führung aus der Hand. Der Sieg zuvor in Straubing zeigte, dass Köln gegen starke Gegner effizient spielen kann – konstant gelingt das bislang allerdings nicht.

Das letzte Aufeinandertreffen beider Mannschaften besitzt nur begrenzte Aussagekraft. In der Vorbereitung gewann Köln Ende  August mit 4:0 in Landshut. Ein DEL-Pflichtspiel am Niederrhein gab es dagegen seit 1.750 Tagen nicht mehr. Am Freitag treffen beide Clubs erstmals seit dem Krefelder Wiederaufstieg wieder aufeinander.

Die Partie wird bei MagentaSport als Einzelspiel und in der Konferenz übertragen. Kommentator ist Adrian von der Groeben. Durch die Moderation führen Basti Schwele und Rick Goldman.

Blick über den Tellerrand

Der Crosscheck berichtet in Krefeld rund um die Pinguine. Sowohl im Radio als auch als Podcast (Instagram).