Skip to main content

Stark und souverän aufspielende Haie

Wie haben wir er es im Vorbericht noch gleich formuliert? Es wird ein schweres und richtungsweisendes Spiel für beide Mannschaften und das die Grizzlys maximal unbequem auftreten würden? Am Ende kam es bis auf das richtungsweisende Spiel jedoch ganz anders. Die Haie spielten von Beginn an Ihre Stärken aus und ließen Wolfsburg je länger das Spiel dauerte dank einer konzentrierten und souveränen Leistung keine ernsthafte Chance. Damit ist der Hauptrunden Sweep gegen die Grizzlys perfekt.

Vor dem Spiel

Ancicka kehrte ins Tor der Haie zurück und Hudacek nahm als sein Backup auf der Bank platz. In der Abwehr gab es viel neues. Vittasmäki bekam mit Rantakari einen neuen Partner zur Seite gestellt und Almquist verteidigte zusammen mit Austin. Im dritten Paar fanden sich Sennhenn und Müller wieder. Glötzl agierte als 7. Verteidiger, der immer mal rein rotierte.

Erfreuliches gab es aus der Abteilung Angriff. Sowohl Grenier, als auch Storm waren wieder mit von der Partie. Grenier agierte wie gewohnt neben MacLeod und Schütz, Storm neben Aubry und Kammerer. Die dritte Reihe bildeten heute Niedenz, Currie und Tuomie. Münzenberger rutschte nach seinem starken Auftritt in Berlin in die 4. Reihe zu van Calster und Wohlgemuth.

1. Drittel

Die Haie starteten gut in die Partie und konnten früh, bereits nach 4 Minuten, durch Schütz in Führung gehen. Er überraschte mit seinem präzisen Abschluss Strahlmeier im Tor der Grizzlys in der kurzen Ecke. Es war bereits das 12. Tor des Angreifers in den vergangenen acht Spielen.

Bis zum Powerbreak waren die Haie das bessere Team, dies änderte sich danach. Wolfsburg kam besser in die Partie und konnte genau fünf Minuten vor Drittelende zum zu diesem Zeitpunkt verdienten 1:1 ausgleichen. In Überzahl spielten die Grizzlys Schinko am langen Pfosten stark frei und der hatte keine Mühe mit seinem Abschluss.

Alles in allem belauerten sich beide Teams wie vermutet und warteten geduldig auf die Fehler des Gegners.

2. Drittel

Im zweiten Drittel übernahm Wolfsburg auch dank einer 4-minütigen Strafe wegen hohem Stocks gegen Grenier erstmal die Initiative, konnten das Haie Tor aber nur selten wirklich ernsthaft in Gefahr bringen. Die größte Chance hatte Wolfsburg nach Ablauf der Strafe, doch am Ende behielt die Abwehr und vor allem Ancicka die Übersicht. Als man sich immer mehr fragte wann auch die Haie mal wieder offensiv in Szene treten würden, schlugen diese zweimal eiskalt zu.

Erst machte Pfohl den Fehler an der blauen Linie, wodurch Tuomie ins 1 auf 0 gegen Strahlmeier ziehen konnte. Diesen vernaschte Tuomie mit einem starken Move und erzielte mit der Rückhand das 1:2. Kurze Zeit später setzte Aubry einen starken Check an der eignen blauen Linie, wodurch ein Konter mit Kammerer resultierte. Kammerer bediente Aubry und der hatte aus dem Slot keine Mühe sehenswert ins Kreuzeck zum 1:3 abzuschließen. Bis hierhin ein souveräner Auftritt in der Defensive und effektiv in der Offensive.

Wolfsburg suchte in der Folge nach Antworten, konnte sich aber gegen die neu formierte, aber souverän agierende Defensive nicht wirklich durchsetzen.

3. Drittel

Eine kurz vor Ende des zweiten Drittels ausgesprochene Strafe gegen Almquist läutete den Start ins dritte Drittel ein. Die Haie nahmen die Strafe weitestgehend souverän von der Uhr. Das Motto bei zwei Toren Vorsprung musste weiter lauten keine unnötigen Turnover zu produzieren und das Spiel konzentriert zu Ende bringen. Das die Offensive dabei nicht zu kurz kommen sollte, war klar und die Haie lieferten souverän ab.

Vor allem das 1:4 sorgte für große Freude bei den Haiefans in der Eishalle und auch bei uns. Kevin Niedenz wurde von Tuomie angespielt und zog in seiner gewohnten Art Richtung Slot. Sein starker Abschluss fand den Weg in die Lange Ecke und stellte endlich sein 1. DEL Tor im Trikot der Haie dar. Glückwunsch dazu.

In der Folge wollten die Haie nun endgültig den Deckel auf diese Partie machen. In Überzahl gelang dies Currie nach Kombination über Grenier und Schütz. Weniger als eine Minute später ließen die Haie das schönste Tor der Partie folgen. MacLeod wurde, wieder von Schütz und Grenier, bei einem schnellen Vorstoß sehenswert in Szene gesetzt und hatte beim seinem Abschluss keine Probleme das inzwischen hochverdiente 1:6 zu erzielen.

Die Haie ließe nichts mehr anbrennen und mussten die Begegnung nur noch in Ruhe zu Ende bringen. Dies gelang, doch gab es dabei einen Schönheitsfehler. Wolfsburg spielte die Scheibe tief ins Haie Drittel wo Kammerer in den Zweikampf mit Ruckdäschel ging. Dabei verpasste Kammerer seinem Gegenspieler einen Blind Side Hit gegen den Kopf und musste nach Studium der Videobilder völlig zu Recht mit einer 5 + SD Strafe vom Eis.

Wolfsburg nutzte die lange Überzahl ziemlich schnell zum 2:6 durch Caamano. In der Folge ließen die Haie durch MacLeod, Aubry und erneut MacLeod vielversprechende Konter in Unterzahl liegen. Auf der Gegenseite traf Miele noch den Pfosten. Die letzte Möglich auf den 7. Streich der Haie verpasste Grenier aussichtsreich im Powerplay.

Fazit

Die Haie machten Ihre Hausaufgaben und konnten den Vorsprung auf Platz 7 auf nun wieder sechs Punkte ausbauen. Ein starker Auswärtsauftritt mit einer souverän agierenden Defensive und effektiver Offensive ebneten den Weg zu sicheren drei Punkten gegen über weite Strecken enttäuschende Grizzlys. Der Haie Tross zieht nun weiter Richtung Augsburg, bevor für die Haie die abschließenden zwei Heimspiele in der Hauptrunde gegen Iserlohn und Bremerhaven stattfinden.

Hard Facts

Grizzlys Wolfsburg – Kölner Haie 2:6 (1:1 – 0:2 – 1:3)

Schüsse: 34 – 34

Strafminuten: 8 – 33

Bullies: 37 – 29

Kölner Haie

Ancicka – Hudacek
Rantakari – Vittasmäki; Almquist – Austin; Sennhenn – Müller; Glötzl
Grenier – MacLeod – Schütz; Kammerer – Aubry – Storm; Niedenz – Currie – Tuomie; Münzenberger – van Calster – Wohlgemuth

Grizzlys Wolfsburg

Strahlmeier – Weitzmann
Button – Martinovic; Ramage – Melchiori; Pfohl – Krupp
Schinko – Varone – Caamano; Machacek – Miele – White; Lambert – Kaspick – Chrobot; Dumont – Fauser – Veber; Ruckdäschel

Schiedsrichter: Hinterdobler – Schrader

Zuschauer: 3.879

© 2022 sharkbite-podcast.de