51. Spieltag
Am 51. Spieltag gastieren die Iserlohn Roosters in der LANXESSarena und beide Teams haben dabei etwas zu feiern. Die Haie legten nach 40 schwachen Minuten in Augsburg ein sehenswertes Comeback hin und sicherten sich damit die direkte Qualifikation für das Playoff Viertelfinale. Iserlohn schaffte auch eine Qualifikation und zwar die der weiteren Zugehörigkeit zur DEL, indem Sie dem Abstiegskampf vorzeitig den Rücken kehren konnten. Glückwunsch dazu an den Seilersee!
Wo steht der Gegner und was ist noch möglich?
WIe es die Einleitung schon zeigt, Iserlohn hat den vorzeitigen Klassenerhalt geschafft und sich der letzten Sorgen dahingehend entledigt. Dadurch können die Roosters ohne Druck in die letzten beiden Hauptrundenspiele gehen und die Saison zumindest vorerst in ruhigerem Fahrwasser zu Ende bringen.
Stimmungslage
Auch wenn die Erleichterung über den Klassenerhalt groß ist am Seilersee, so gilt es schnellstmöglich mit der Aufarbeitung der Gründe für die erneut schwache Saison zu beginnen.
Seit der Entlassung von Shedden hin zu Fritzmeier gewann Iserlohn drei von sechs Spielen u.a. auswärts in München bzw. Mannheim. Big Points mit denen man rückblickend auf die ganze Saison nicht zwingend rechnen durfte.
Dem zu Folge ist die Freude am Seilersee groß, trotzdem sollte man mahnend den Finger heben und anfangen aus den Fehlern zu lernen um in der Saison 2025/26 nicht wieder in diese Situation zu kommen, denn nicht immer gibt es noch ein oder zwei Teams die noch schwächer sind als man selbst.
Zahlen
Bevor wir uns die Teamstatistiken etwas genauer ansehen nennen wir Players to watch.
Besonders hervorheben muss man hier Sven Ziegler, der eine Karrieresaison auf das Eis legt. 2018/19 erzielte er im Trikot der Straubing Tigers 18 Tore. In der laufenden Saison (zwei Spiele stehen ja noch aus) markierte er mit 21 Toren eine neue persönliche Bestmarke und ist einer der Spieler die das Teams zum Klassenerhalt getragen haben.
Neben Ziegler stechen offensiv auch Shane Gersich und Michael Dal Colle hervor. Gersich kam vor der Saison aus der Hockey Allsvenskan (Schweden) nach Iserlohn und konnte mit 35 Punkten (15 Tore +. 20 Assista) , genau wie Ziegler (21+14) und Dal Colle (12+23 Eindruck hinterlassen. Auch ein Branden Troock, der verletzungsbedingt nur auf 29 Spiele kommt, konnte mit einem Punkteschnitt von 0,72 durchaus überzeugen.
Fraglich sind die Leistungen und Statistiken wenn man auf die beiden Torhüter der Roosters blickt. Jenike weist eine Saisonbilanz von 13 Siegen und 26 Niederlagen auf. Sein GAA liegt bei 3,40 (Platz 23 – bei mindestens 10 absolvierten Spielen) und die Save% reicht mit 89,82% immerhin noch für Platz 13. Sein Back-up Hane hat „nur“ 12 Spiele bestreiten dürfen und eine Bilanz von 4:7, dennoch sind seine Werte unterm Strich einfach die besseren. Der GAA liegt bei 2,99 (Platz 18) und die Save% bei 90,84% (Platz 10). Vergessen wir nicht seinen ersten Karriere Shutout beim letzten Auftritt in der LANXESSarena.
Was die Roosters als Team besonders gut können ist das Powerplay. 23,81% Erfolgsquote stehen hier zu Buche, das reicht ligaweit für Platz 4 hinter den Eisbären, Nürnberg und Bremerhaven. Was die Roosters so garnicht können ist hingegen Unterzahl. Mit 69,66% stehen Sie abgeschlagen – Augsburg als 13. hat eine Quote von 72,85% – auf dem letzten Platz.
Am Punkt sind die Roosters auch nur im unteren Teil der Tabelle anzutreffen. 47,03% sind lediglich für Platz 11 gut. Bei den Toren pro Drittel zeigt sich aus Sicht der Roosters ein erschreckendes Bild. Je länger ein Spiel dauert, desto schlechter werden die Zahlen. Die Roosters beginnen gut, -3 (Platz 8) nach dem ersten Drittel. -11 lautet die Bilanz nach Drittel 2 (Platz 9), doch im letzten Drittel brechen alle Dämme, denn mit -22 weisen die Roosters hier die schwächste Bilanz der Liga auf.
Iserlohn stellt wenn man sich den Kader mal etwas genauer anschaut das Team mit dem geringsten Scoring durch seine U23-Spieler. Hier stehen magere acht Punkte auf der Habenseite, dass ist wohl auch einer der Punkte die beim Team aus dem Sauerland besser werden müssen. Zum Vergleich, Straubing kann auf ganze 69 Punkte durch U23-Spieler zurückgreifen und der Konkurrent aus Düsseldorf auf stolze 55.
Die bisherigen Duelle
Die Haie liegen den Roosters. Alle bisherigen Saisonduelle konnte das Team von Shedden/Fritzmeier für sich entscheiden. Beide Heimspiele am Seilersee waren eng und wurden am Ende, im Duell der guten Freunde Shedden vs Jalonen, nur durch ein Tor entschieden. Das erste Duell ging dabei sogar bis ins Penaltyschießen. Das Gastspiel in der LANXESSarena war vom Ergebnis her deutlicher und hatte mit Hane den Man of the Match klar auf Seiten der Roosters.
Prognose
Für beide Teams geht es in Sachen Tabelle um nichts mehr. Iserlohn ist gerettet und die Haie sicher im Viertelfinale und auf Platz 6. Trotz alledem werden die Haie nach dem langen Roadtrip alles versuchen endlich den ersten Saisonsieg gegen die Roosters einzufahren. Außerdem wird es darum gehen gesund zu bleiben und ein positives Gefühl mitzunehmen Richtung Playoffs, denn dort werden schwere Aufgaben auf die Haie warten. Aller Voraussicht nach werden die Haie ausgerechnet auf den Gegner treffen, der am Freitag zum letzten Hauptrundenspiel in der LANXESSarena gastieren wird, die Fischtown Pinguins Bremerhaven.
Blick über den Tellerrand und Übertragung
Die Extraportion Iserlohn gibt es tatsächlich in drei Podcasts. Neben einem Medien- und einem Vereinspodcast, gibt es seit kurzem mit Eisenwaldhockey auch endlich einen Fanpodcast. Dazu lohnt auch immer der Blick zu Slapshotbambi. Die Partie wird von Magenta Sport übertragen, als Einzelspiel bzw. in der Konferenz. Kommentiert wird das NRW Duell von Adrian von der Groeben. In der Konferenz leitet Basti Schwele durch das Programm. Als Experte ist Patrick Reimer an seiner Seite mit von der Partie.