Skip to main content

Die letzten Entscheidungen

Die Hauptrunde der DEL ist beendet und die letzten Entscheidungen sind gefallen. Im Vorbericht gaben wir schon einen kleinen Überblick darüber, worüber der letzte Spieltag am Ende noch so entscheiden sollte.

  • Wer steigt sportlich aus der DEL ab?
  • Wer kommt in die 1. Playoff-Runde und wird potentieller Gegner von Ingolstadt bzw. Berlin?
  • Wer bekommt das Heimrecht, München oder Mannheim?

Gehen wir mal der Tabelle nach vor. Ingolstadt stand mit 113 Punkten bereits als Vorrundensieger fest. Berlin beendet die Vorrunde mit 107 Punkten auf Platz 2. Für beide Teams heißt es daher weiter auf den endgültigen Gegner im Viertelfinale warten.

Wer kommt als möglicher Gegner in Frage?

Diese Frage wurde von den Grizzlys Wolfsburg und Ihrem Gastspiel in Düsseldorf und den Löwen Frankfurt in Nürnberg deutlich beantwortet.

Wolfsburg verlor am Ende sein Entscheidungsspiel mit 0:3 bei der Düsseldorfer EG und Frankfurt machte seine Hausaufgaben beim 4:0 Erfolg in Nürnberg. Für Wolfsburg geht damit die Saison und für Gerrit Fauser nach 17 Jahren DEL Eishockey und 772 Spielen die Karriere zu Ende.

Frankfurt holte sich also am letzten Spieltag noch Platz 10 und sicherte sich die Teilnahme an der 1. Playoff-Runde. Weiterhin mit dabei sind die Straubing Tigers (6:3 Sieg im Heimspiel gegen München), Nürnberg (0:4 Niederlage gg. Frankfurt) und Schwenningen (4:0 Erfolg in Ingolstadt).

1. Playoff-Runde

Daraus resultieren ab Sonntag, den 09. März die folgenden beiden Duelle.

  • Straubing Tigers vs Löwen Frankfurt
  • Nürnberg Ice Tigers vs Schwenninger Wild Wings

Viertelfinale

Fest stehen bereits die folgenden beiden Duelle.

  • Fishtown Pinguins Bremerhaven vs Kölner Haie
  • Adler Mannheim vs Red Bull München
  • Eisbären Berlin vs TBA (best platziertes Team in der 1. Playoff-Runde)
  • ERC Ingolstadt vs TBA (schlechtest platziertes Team in der 1. Playoff-Runde)

Der sportliche Abstieg ist entschieden

Mit Stand vom 7. März kurz nach Spielende am Seilersee stand fest, der rheinische Rivale aus Düsseldorf ist sportlich abgestiegen. Der Heimerfolg gegen Wolfsburg reichte am Ende nicht mehr aus, da die Augsburger Panther Ihr Entscheidungsspiel mit 3:2 bei den Roosters gewinnen konnten und damit nach dem Sieg gegen die DEG Ihr Schicksal selbst bestimmten.

Augsburg entrinnt damit im dritten Jahr in Folge dem Abstieg und die DEG rückt nun an der Posten der Augsburger in den letzten beiden Jahren. Das heißt im worst case bis Anfang Mai und dem Ende der DEL 2 Playoffs warten. Kassel, Krefeld, Dresden, Rosenheim und Landshut heißen die Teams, die in die DEL aufsteigen dürfen, da sie alle Regularien erfüllen. Ravensburg als Dritter, wäre das einzige Team der Top 6, die Meister werden könnten und der DEG damit die weitere Ligazugehörigkeit sichern würden.

Duftmarke(n) in der LANXESSarena

Die Haie trafen am letzten Hauptrunden Spieltag in der LANXESSarena auf die Fischtown Pinguins (750 Fans aus Bremerhaven reisten mit nach Köln an) im vorgezogenen Viertelfinal-Duell. Die LANXESSarena war dabei zum 7. Mal in dieser Saison ausverkauft. Dies bedeutet auch, dass die Haie Ihren eigenen Europarekord aus der letzten Saison auf 17.829 Zuschauer im Schnitt steigern konnten.

Personalien

Kurz zu den Personalien auf beiden Seiten. Ancicka bekam den Start und Hudacek nahm auf der Bank platz. Ein Wink für die Playoffs? Münzenberger rückte wieder ins Line-Up, dafür war Lindner nicht mit von der Partie. Das Münzenberger mit dabei war, dürfte auch ein Indiz dafür sein, dass er in den wichtigen Playoffspielen der U20 in Landshut nicht mit von der Partie sein dürfte. Weiterhin fehlte seitens der Haie nach dem Check von Reul beim Gastspiel in Augsburg Currie. Bei Bremerhaven fehlten mit Urbas und Jeglic 2/3 des Karawanken Expresses.

Spielverlauf

Beide Teams schenkten sich zu Beginn der Partie nur wenig und setzten erste Duftmarken. Die frühe Führung der Pinguins durch Mauermann, der sich stark gegen den Begleitschutz aus Storm und Austin durchsetze, konnten die Haie schnell durch einen starken Abschluss von Grenier ausgleichen. Hierbei machte der sonst so gewohnt sichere Gudlevskis keine gute Figur.

Im zweiten Drittel legten die Haie dann weiter zu und konnten durch Schütz, nach starker Vorarbeit von MacLeod, der Gudlevskis die Scheibe zum Rebound an den Schoner legte, im Powerplay mit 2:1 in Führung gehen. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Haie Oberwasser und nutzen dieses im 3. Drittel.

Hier waren es früh erst Storm (42.) nach starker Vorabeit durch Aubry und dann erneut Grenier (45.) nach Vorlage von MacLeod die für die Entscheidung sorgten und zum 3 bzw. 4:1 treffen konnten.

Welche Bedeutung hat das Ergebnis für Spiel 1 oder die Serie?

Natürlich ist es für den eigenen Kopf gut mit einem positiven Gefühl in die Playoffs zu gehen und wenn man dann dem Gegner noch ein paar Hausaufgaben mit nach Hause gibt, dann ist das sicher keine so schlechte Ausgangsposition. Dennoch haben Playoffs ihre eigenen Gesetze und sind von der Intensität etwas völlig anderes als das, was uns am 52. Spieltag über 60 Minuten in der LANXESSarena geboten wurde.

In Teilen der Partie konnte man aber schon das ein oder andere erkennen. Es dürfte eine Serie mit wenig hochkarätigen Torchancen geben, geprägt von taktischer Disziplin und starken Torhütern. Am Ende werden wahrscheinlich die berühmten Kleinigkeiten die Serie zu Gunsten des einen oder anderen entscheiden.

Stimmen zum Spiel

Da auch wir geguckt haben wie die Partie in Iserlohn ausgeht, gibt es dieses Mal keine Stimmen. 

Hard Facts

Kölner Haie – Fishtown Pinguins Bremerhaven 4:1 (1:1 – 1:0 – 2:0)

Schüsse: 31 – 18

Strafminuten: 6 – 8

Bullies: 22 – 21

Kölner Haie

Ancicka – Hudacek – Pantkowski
Rantakari – Vittasmäki; Almquist – Austin; Sennhenn – Müller; Glötzl
Grenier – MacLeod – Schütz; Storm – Aubry – Kammerer; Niedenz – Tyrväinen – Tuomie; Münzenberger – Wohlgemuth – Van Calster

Fischtown Pinguins

Guclevskis – Franzreb – Graf
Bruggisser – Byström; Jensen – Bettahar; Eminger – Rausch
Verlic – Weise – Uher; Görtz – Vikingstad – Mauermann; Herrmann – Quince – Kinder; Appendino – Schiemenz – Scheel

Schiedsrichter: Schadewaldt – Janssen

Zuschauer: 18.600 (ausverkauft)

Foto: Haiepictures  

© 2022 sharkbite-podcast.de