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Bokk to the Roots

Mit Dominik Bokk kommt ein Spieler zurück ins Team der Haie, der eigentlich schon lange da sein könnte. In der Vergangenheit hat dies aus mehreren Gründen nicht immer gepasst, aber jetzt scheint es Sinn zu ergeben. Die Haie brauchen einen Spieler wie Bokk und er scheint Lust auf die Haie zu haben. Zugegeben uns wird das mit den ganzen Wortspielen auch eine Menge Spaß machen.

Jugend

Das große Talent aus Schweinfurt kam schon mit 14 Jahren nach Köln und schon im ersten Jahr – mit dann gerade 15 Jahren – spielte er in den Playoffs in der DNL-Mannschaft. Dazu holte er mit der Schülermannschaft die deutsche Meisterschaft. In der kommenden Saison schoss er die U16 in Grund und Boden (33 Punkte in 12 Spielen) und kam früh zu vielen Einsätzen in der DNL, auch dort glänzte er mit fast einem Punkt pro Spiel. In seinem ersten richtigen Jahr DNL kam er auf knapp 2 Punkte pro Spiel, verpasste aber mit dem Team am Ende die avisierte Meisterschaft. Ein Punkt der nachträglich auch gerne ihm und seiner Einstellung angekreidet wurde.

Der Wechsel nach Schweden

Eigentlich sollte Dominik Bokk mit 17 in den Profikader der Haie wechseln, aber der damalige Coach Cory Clouston war nicht angetan von jungen deutschen Spielern in seinem Team und so nahm Bokk Reißaus nach Schweden. In der Organisation der Vaxjö Lakers ging es erstmal so weiter wie vorher in Köln. Er spielte im jungen Alter in der höheren Mannschaft, wurde für die Profis nominiert und stand die ersten Male bei den Senioren auf dem Eis. Zudem scorte er im Jugendbereich wieder/weiterhin mit mehr als einen Punkt pro Spiel.

Der Draft

Es folgte was kommen musste. Bokk wurde als eines der größten Talente seines Jahrgangs weltweit in der ersten Runde gedraftet. Die St. Louis Blues sicherten sich die Rechte an ihm, ließen ihn aber erstmal in Schweden. Mit 18 Jahren gelangen ihm knapp 0,5 Punkte pro Spiel im Team der Lakers, die am Ende über das Viertelfinale aber nicht hinauskamen.

In der kommenden Saison beließen ihn die Blues in Schweden parkten ihn aber beim besseren Team aus Rögle. Mit diesem spielte Bokk in der Saisonvorbereitung erstmalig wieder in der Kölnarena 2 beim Köln-Cup. Die Saison verlief für ihn ordentlich, endete aber mit der coronabedingten Playoffabsage.

Der verpasste Sprung

Im Sommer wurde er dann von den Blues zu den Hurricanes getraded und die parkten ihn im größten Sprungbrett der AHL. Für die Wolves kam er in zwei Saisons aber nur auf 60 Spiele. In beiden Jahren wurde er wieder nach Europa verliehen. Im zweiten Jahr war es die Rückkehr nach Deutschland und der Titel mit den Eisbären Berlin. Sein letztes Jahr in dem seine Rechte in der NHL lagen brachten ihn nach Frankfurt. Dort blühte er auf und scorte erstmalig seit Jahren wieder konstant gut. Dies brachte ihm mehrere Angebote ein, er entschied sich aber für einen Verbleib in der Mainmetropole. Seine NHL-Rechte nahm kein anderes Team auf.

Stagnation in Frankfurt und Rückkehr

Im zweiten Jahr Frankfurt konnten weder die Löwen noch Bokk an die erste Saison anknüpfen und in der vergangenen Saison hatte Bokk Probleme mit Verletzungen. Wenn er fit war, war er aber ein wichtiger Baustein in Frankfurt, auch wenn es dort in Gänze erneut nicht rund lief. Nachdem dann der Abgang von Justin Schütz aus Köln bekannt wurde, fiel der Name Bokk früh in Köln. Eigentlich fiel der Name Bokk in Köln immer, wenn er einen neuen Verein suchte. Jetzt steht er wieder für die Haie auf dem Eis. Bokk ist in den letzten Jahren gereift und wirkt bereit, auch für das systemgetreue Spiel unter Kari Jalonen.

Was bringt Bokk mit?

Wer Dominik Bokk schon seit der Jugend beobachtet hat, erinnert sich immer noch an seine Stärken in der Offensive, seinen guten Schuss und sein starkes Powerplay-Spiel. All das hilft den Haien nach den Abgängen von Schütz und Grenier weiter. Zudem hat er in den letzten Jahren auch sein defensives Spiel verbessert und das ist wichtig im System von Jalonen. Mit seiner Geschwindigkeit und seiner Technik kann er den ein oder anderen Gegenspieler schon mal zur Verzweiflung bringen.

Platz im Haiekader

Bokk ist klar einer für die Top 6 im Angriff der Haie und dort wird er mit seinem Scoring auch gebraucht werden. In Überzahl im linken Bullykreis spielt er eigentlich schon seit seiner Jugend und in der Vorbereitung war schon zu sehen, dass es ihm dort gut gefällt. Nach den Nebengeräuschen in der Vergangenheit, sei es in der Jugend oder beim geplatzten Wechsel in den Haiekader gilt es wieder Vertrauen untereinander aufzubauen. Zwar spielt mit Jan-Luca Sennhenn nur noch ein Spieler aus dem damaligen Team bei den Haien, dennoch muss der Name Bokk an der Gummersbacher Str. erst wieder Fahrt aufnehmen und das ist ihm und den Haien sehr zu wünschen!