Hauptrundensieger
Die Haie gewinnen auch das dritte Spiel seit der Olympiapause und sind Hauptrundensieger. Am Ende war es nur noch eine Frage der Zeit, wann sich die Haie mit diesem – am Ende nutzlosen – Titel schmücken dürfen. Der Sieg in München reichte auf Grund der Niederlage der Adler Mannheim gegen Straubing.
Vor dem Spiel
Kari Jalonen änderte wenig im Line-up im Vergleich zum Sieg gegen Ingolstadt. Tyrväinen kam für Vittasmäki zurück ins Line-up, somit spielten die Haie mit 6 Verteidigern und 13 Stürmern.
1. Drittel
Beide Teams brauchten Zeit, um in der Partie anzukommen. Die ersten Minuten waren von Fehlpässen und Zurückhaltung geprägt. Dazu kamen Strafen der Kategorie „unnötig“ auf beiden Seiten. Die Powerplay-Formationen kamen aber – wie in der ganzen Partie – nicht in Schwung. Dabei hatte München sogar eine 5 gegen 3 Überzahl.
In der zweiten Hälfte des Drittels wurde es dann auch ab und an mal gefährlich. München traf in der besten Sequenz doppelt Metall. Aber auch die Haie hatten ihre Momente, Tuomie verpasste den besten am langen Pfosten, als er die springende Scheibe nicht traf.
Den Rest – und das blieb in der ganzen Partie – erledigten Niederberger und Juvonen.
2. Drittel
München startete im Powerplay in den zweiten Abschnitt, aber auch das frische Eis half nicht. Beide Teams brauchten erneut, um auf Betriebstemperatur zu kommen.
Im Verlauf des Drittels wurden die Haie die aktivere Mannschaft. München konnte sich teilweise nur mit Icings in Serie befreien und die Haie hielten den Druck aufrecht. In dieser Phase fiel auch der Treffer des Tages. MacLeod fälschte einen Schuss von Kemiläinen unhaltbar für Niederberger ab.
München zeigte eine Reaktion und traf erneut mehrfach das Metall, spielerisch schafften es aber beide Teams weiterhin zu selten sich in Szene zu setzen. Für die Trainer war dies positiv, hieß es doch die Defensivreihen funktionierten.
3. Drittel
Die Haie verpassten in einem frühen Powerplay nachzulegen. Danach war es eine Frage der Konzentration und der Intensität der Haie-Verteidigung, ob der knappe Vorsprung halten sollte.
Juvonen besorgte den Rest, wenn die Verteidigung dann doch mal nicht rechtzeitig zur Stelle war. München vergab Überzahlsituationen in Reihe und am Ende – mit gezogenem Goalie – sogar ein 6 gegen 3, nachdem die Haie erneut unnötige Strafen sammelten.
Das Bollwerk hielt und bescherte den Haien nicht nur den Hauptrundentitel, sondern damit auch die Teilnahme an der CHL in der kommenden Saison.
Fazit
Den Hauptrundensieg schon am 47. Spieltag hätte vor der Saison vermutlich niemand in Köln für möglich gehalten. In einem spannenden, taktisch geprägten Spiel schafften es die Haie beim 5. Shutout von Juvonen dieses Ziel zu erreichen. Dabei hatte er auch einen Pakt mit dem Metall geschlossen – fünf Mal traf der EHC das Gestänge.
Der Sieg gegen München dürfte auch wichtig für die Psyche gewesen sein. Somit hat man in dieser Hauptrunde gegen alle Kontrahenten Siege sammeln können – gepunktet hatte man vorher gegen München schon.
Der Start aus der Pause ist den Haien am langen ersten Wochenende mit 9 Punkten perfekt gelungen. Umso komischer wirkt die Niederlage gegen Frankfurt im letzten Spiel vor der Pause, vielleicht war es aber auch das Zeichen, das man benötigte, um zu merken, dass man nicht nachlässig werden darf.
Stimmen zum Spiel
Die Pressekonferenz mit Oliver David und Kari Jalonen, sowie das Interview mit Jan-Luca Sennhenn.
Hard Facts
EHC RB München – Kölner Haie 0:1 (0:0, 0:1, 0:0)
Schüsse: 30-31
Strafminuten: 8-14
Bullies: 36-31
Kölner Haie
Juvonen – Brückmann
Kaski – Austin; Kemiläinen – Sennhenn; Müller – Glötzl
Russell – MacLeod – Kero; Bokk – Schnarr – Aubry; Niedenz – Tyrväinen – Storm; van Calster – MacInnis – Tuomie; Uher
EHC RB München
Niederberger – Bibeau – Wolf
Pokka – Wagner; Murphy – Daubner; Abeltshauer – Heatherington; Sinn
Hirose – Brooks – Ehliz; Kastner – Fontaine – Krening; McKenna – Ferguson – Rieder; Eisenschmid – Hager
Zuschauerzahl: 10.796
Foto: EHC RB München
