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Auftakt in Salzburg

Am Donnerstagabend beginnt für die Haie die neue Saison auf internationalem Eis. Zum Auftakt der CHL gastiert der KEC beim EC Red Bull Salzburg. Erstes Bully in der Eisarena Salzburg ist um 19:15 Uhr. Für die Haie ist es die Rückkehr in die Champions Hockey League nach langer Pause: Zuletzt und bislang einzig waren die Kölner in der Premierensaison 2014/15 dabei, damals war nach der Gruppenphase Schluss. Salzburg geht dagegen bereits in seine elfte CHL-Saison.

Der Gegner

Der EC Red Bull Salzburg gehört seit Jahren zu den prägenden Mannschaften des österreichischen Eishockeys. Zehn Meisterschaften gewann der Club seit 2007, zwischen 2022 und 2025 sogar vier Titel in Folge. Auch international verfügen die Red Bulls über reichlich Erfahrung: In zehn bisherigen CHL-Spielzeiten erreichten sie mehrfach die K.-o.-Phase, ihr bestes Ergebnis gelang 2018/19 mit dem Einzug ins Halbfinale. Zur neuen Saison hat Salzburg allerdings einen Umbruch vollzogen. Zahlreiche neue Spieler kamen hinzu, zudem übernahm im Sommer Alan Letang den Posten als Head Coach. Die Partie gegen Köln ist sein erstes Pflichtspiel an der Salzburger Bande.

Die vergangene Saison

2025/26 verlief für die erfolgsverwöhnten Salzburger vergleichsweise enttäuschend. Die Hauptrunde der ICE Hockey League beendeten die Red Bulls auf Rang drei und sicherten sich damit immerhin erneut die CHL-Qualifikation. In den Playoffs folgte allerdings ein überraschend frühes Ende: Im Viertelfinale traf Salzburg auf den HC Pustertal und verlor die Best-of-Seven-Serie glatt mit 0:4. Damit verpassten die Red Bulls nach vier Meisterschaften in Folge bereits in der ersten Playoff-Runde die Titelverteidigung.

International lief es etwas besser. Salzburg schloss die CHL-Regular-Season mit drei Siegen und drei Niederlagen ab und zog ins Achtelfinale ein. Dort erwies sich der ERC Ingolstadt als Endstation. Nach einer deutlichen 2:6-Niederlage im Hinspiel gewann Salzburg das Rückspiel zwar, konnte den Rückstand aber nicht mehr aufholen und schied mit insgesamt 6:9 Toren aus.

Diese Spieler sollte Köln im Blick behalten

Besonders aufpassen müssen die Haie auf Michael Raffl. Der ehemalige NHL-Stürmer kehrte vor der vergangenen Saison nach Österreich zurück und schlug direkt ein: Mit 52 Scorerpunkten war der 37-Jährige Salzburgs punktbester Spieler. Seine 20 Tore in 45 Hauptrundenspielen bedeuteten zudem den teaminternen Bestwert. Zuvor hatte er neun Jahre in der NHL und anschließend drei Jahre in der Schweizer National League gespielt.

Interessant ist außerdem Neuzugang Adam Brooks. Der 30-jährige Kanadier wechselte im Sommer vom EHC Red Bull München nach Salzburg und ist den Haien daher bereits aus der DEL bekannt. In seinen beiden Spielzeiten in München kam Brooks auf 24 Tore und 43 Assists in 81 DEL-Partien. Zudem bringt er Erfahrung aus 45 NHL- und 312 AHL-Spielen mit und kann sowohl als Center als auch auf dem Flügel eingesetzt werden.

Dazu sind ein paar weitere Namen im Kader die man in der DEL schon gehört – und gesehen – hat: Back-up Goalie Kickert und Neuzugang Galipeau. Auch Trainer Letang kennt die DEL bereits und durch den Konzernverbund mit Red Bull München hat man sicherlich einiges Wissen über die Haie in der Hand.

Worauf es für die Haie ankommt

Für Köln dürfte vor allem der Start ins Spiel entscheidend sein. Salzburg verfügt über deutlich mehr CHL-Erfahrung und wird unter dem neuen Trainer sein System von Beginn an aggressiv durchsetzen wollen. Die Haie können auswärts das in den Testspielen zu erkennende Transition Game aus der sicheren Verteidigung zeigen und sollten möglichst wenig einfache Scheibenverluste in der neutralen Zone zulassen, um Salzburg nicht über Umschaltaktionen ins Spiel kommen zu lassen.

Gleichzeitig bietet der Salzburger Umbruch eine Chance: Viele Abläufe sind zu diesem frühen Zeitpunkt der Saison noch neu. Gelingt es den Haien defensiv kompakt zu bleiben und die eigene Qualität, vor allem auch offensiv aufs Eis zu bringen, ist auch beim erfahrenen CHL-Gegner zum Auftakt vieles möglich. Das Powerplay der Haie – gerade mit den angepassten Regeln in der CHL – könnte ein großer Vorteil für das Team von Thomas Berglund sein.

Zu sehen gibt es die Partie auf Sporteurope.tv, dort kann man zwischen Einzelspiel, Teampass und der kompletten CHL-Saison die entsprechende Kaufoption wählen. Dazu wird die Partie bei MagentaSport übertragen.