Haie siegen zum CHL-Start
Mit einem 5:2 Sieg starteten die Haie in Salzburg in die CHL-Saison. Der Sieg war allerdings teuer erkauft: Bokk – erstes Drittel – und Kammerer – zweites Drittel – mussten angeschlagen in die Kabine und werden den Haien zumindest am Samstag fehlen.
Die speziellen CHL-Regeln bei den Special Teams kamen heute auch zum Tragen und das kam den Haien zugute.
Vor dem Spiel
Schon weit vor dem Spiel war klar, dass die Haie so etwas wie ein Heimspiel in Salzburg haben werden. 800 – 1000 Haie-Fans – ca. ¼ der mit 3.353 Zuschauern gut gefüllten Arena – hatten die Reise nach Salzburg angetreten und unterstützten das Team lautstark.
Berglund stellte das Team auf, wie er es vorher angekündigt hatte. Die U-Spieler waren – bis auf Niedenz als 13. Stürmer – nicht im Aufgebot.
1. Drittel
Die Teams hatten Großes vor. Es dauerte nicht lange bis zu den ersten Schüssen auf beiden Seiten (Ljungh 1.; Galipeau 2.). Die Gastgeber hatten insgesamt den besseren Start.
Die Haie mussten schon früh auf Bokk verzichten, der sich in der 5. Minute einen Open-Ice-Hit fing und in die Kabine musste.
Mit diesem – fairen – Check war aber der Ton der Partie gesetzt. Tyrväinen legte eine Minute später nach und auch Kalynuk musste erst mal in die Kabine. Durch die härter werdende Spielweise verlor das Spiel seinen Fluss. Die größte Chance in dieser Phase resultierte aus einem Münzenberger-Fehler, den Juvonen gegen Raffl reparierte.
Es dauerte bis zu den ersten Strafen und daraus resultierenden Über-/Unterzahlsituationen, bis es wieder vor dem Tor gefährlich wurde. Die Haie überstanden die Unterzahl mit Bravour und schlugen in Überzahl eiskalt zu.
Dabei kam den Haien die Regelauslegung der CHL zugute, denn eigentlich war das Powerplay mit dem Treffer von Russell nach ein paar Sekunden schon vorbei. So nutzten die Haie das fortlaufende Powerplay durch Noebels erneut und nahmen eine 2:0 Führung mit in die Kabine.
2. Drittel
Die Haie mit dem besseren Start in den Mittelabschnitt. Austin und Storm mit frühen Chancen. Dann aber kam Salzburg auf. Raffl erkämpfte sich mit schönem Check die Scheibe von Münzenberger und fand Schneider im Slot, der Juvonen keine Chance ließ.
Der Anschlusstreffer läutete die stärkste Phase der Gastgeber an. Salzburg war mehrfach nah am Ausgleich, aber die Haie konnten sich auf Juvonen zwischen den Pfosten verlassen. Ein eiskalter MacLeod beendete diese Phase, als er einen Stellungsfehler der Salzburger Abwehr mit dem 3:1 bestrafte. Kurz darauf traf Russell nur das Außennetz. Die Fans hatten die Scheibe schon im Netz gesehen.
Die Haie verloren dann aber den Faden. Sie fanden sich selbst zu häufig auf der Strafbank wieder. Teilweise spielte Salzburg bei angezeigter Strafe mit 6 gegen 3.
Trotz der personellen Überlegenheit spielten die Gastgeber wenige Chancen heraus und, wenn es brenzlig wurde, war Juvonen immer wieder Endstation.
In den letzten Minuten des Drittels war es dann aber eine Strafe zu viel. Tyrväinen rächte Kammerer nach einem harten Check von Robertson und musste auf die Strafbank. Auch Kammerer – wie schon Bokk – musste in die Kabine und kam nicht mehr zurück.
Huber traf nach wenigen Sekunden zum erneuten Anschluss. Gleichzeitig lernten die Haie in dieser Strafe auch die andere Medaille der CHL-Regularien kennen. Aubry traf in Unterzahl und stellte den 2-Tore-Abstand kurz vor Drittelende wieder her.
3. Drittel
Die Härte war schon in den ersten Sekunden wieder präsent und erneut überzeugten die Haie in Unterzahl. Noebels brachte die Haie mit dem 5:2 dann endgültig auf die Siegerstraße und die mitgereisten Haie-Fans in Ekstase.
Viel passierte dann im Schlussabschnitt nicht. Sechs Minuten vor dem Ende entluden sich die Emotionen noch mal in einem Fight zwischen Auer und Tyrväinen. Beide durften danach duschen. Danach plätscherte das Spiel dem Ende entgegen. Weit nach dem Schlusspfiff kamen die Haie dann nochmal aus der Kabine, um mit den Fans zu feiern.
Fazit
Der Pflichtspielauftakt der Haie ist geglückt. Dabei wurde deutlich, dass man weit davon entfernt ist, fehlerfrei zu sein, aber die kritischen Situationen wurden überstanden. Nach vorne hat das Team über viele Reihen verteilt die Möglichkeit, Scoring zu produzieren und wenn defensiv nicht alles funktioniert, kann man sich auf Juvonen verlassen.
Coach Berglund war zufrieden mit dem Spiel seiner Mannschaft, merkte aber auch an, dass vor allem im Mittelabschnitt zu viele Strafen genommen wurden. Mit den Special Teams war er sehr zufrieden und auch die Härte der Partie traf den CHL-erfahrenen Coach nicht unvorbereitet.
Stimmen zum Spiel
Disclaimer: Die Stimme mit Thomas Berglund haben wir direkt vor der Haiekurve aufnehmen müssen, wir entschuldigen uns für die Tonqualität. Für das Gespräch mit Marcel Noebels hatten wir dann die Mixed Zone
Hard Facts
EC Red Bull Salzburg – Kölner Haie 2:5 (0:2, 2:2, 0:1)
Schüsse: 27 – 25
Strafminuten: 37 – 47
Bullies: 40 – 26
Kölner Haie
Juvonen – Brückmann
Vittasmäki – Kemiläinen, Austin – Press, Müller – Sennhenn, L. Münzenberger
Noebels – MacLeod – Russell, Storm – Ljungh – Bokk, Kammerer – Tyrväinen – Fischbuch, MacInnis – Aubry – Fleischer, Niedenz
EC Red Bull Salzburg
Tolvanen – Kickert
Robertson – Lee, Nienhuis – Kalynuk, Galipeau – Hörl, Rebernig
Poisson – Nissner – Schneider, Auer – Brooks – M. Raffl, T. Raffl – Wukowits – Huber, Böhm – Gesson – Hochkofler, Wurzer
Zuschauer: 3.353
Foto: Haiepictures
