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Starkes Powerplay und Doppelpacker bescheren drei Punkte

Die Haie haben ihr Gastspiel in Augsburg – dank den Doppelpackern – mit 6:4 gewonnen und damit den ersten Drei-Punkte-Sieg der Saison unter Dach und Fach gebracht. Ein perfektes Powerplay sowie Doppelpacks von Valtteri Kemiläinen, Ryan MacInnis und Marcel Noebels zogen das Offensiv-Spektakel am Ende auf Kölner Seite.

Vor dem Spiel

Coach Thomas Berglund nahm im Vergleich zum Spiel gegen Berlin einige Veränderungen vor. Erstmals spielten die Haie nicht mit Verteidiger-Rotation und sieben Defendern, sondern mit drei festen Verteidigungs-Blöcken. Jan-Luca Sennhenn setzte aus, Carlos Händel agierte neben Moritz Müller. So konnte der Haie-Trainer gleichzeitig mit 13 Stürmern agieren.

Louis-Marc Aubry kehrte ins Line-up zurück und centerte die vierte Formation. Im Gehäuse stand wenig überraschend Felix Brückmann, der sein DEL-Saisondebut gab. Augsburg spielte unterdessen überraschend nicht mit Ex-Hai Tobi Ancicka, sondern Peyton Jones im Kasten. Auch Maxi Glötzl stand bei den Fuggerstädtern – weniger überraschend – nicht im Aufgebot.

1. Drittel

Die Hausherren mit der ersten Chance des Spiels, natürlich durch den früheren Kölner Tim Wohlgemuth, aber Felix Brückmann war hellwach. In einem offensiv geführten Schlagabtausch nahmen dann aber die Kölner das Heft in die Hand. Einen Kemiläinen-Hammer fälschte Marcel Noebels nach drei Minuten zur Führung ab. Und die Gäste legten nach. Ein Schuss von Ryan MacInnis flipperte dem US-Amerikaner über Umwege zurück auf die Kelle – und der Haie-Angreifer konnte am kurzen Pfosten zum 2:0 einschieben.

Danach beide Teams mit guten Chancen, allen voran Daniel Fischbuch mit einem Alleingang und auf der anderen Seite Wohlgemuth per Penalty – aber die Goalies blieben stets Sieger. Valtteri Kemiläinen zeigte auf KEC-Seite ein überragendes Drittel, war vorne immer aktiv und hinten eine Bank.

2. Drittel

Köln nach wenigen Minuten kurz ungeordnet und D.J. Busdeker verkürzte aus spitzem Winkel zum 1:2 für Augsburg. Danach durften die Haie durch einen schmeichelhaften Call ins Powerplay – und Kemiläinen mit der Fackel zum 3:1. In Folge wurde es bitter für die Gäste.

Erst verletzt sich Brückmann und wurde durch Juvonen ersetzt, dann überwand Busdeker den Finnen in Überzahl mit dem ersten Schuss. Im Anschluss fuhr Krauß Juvonen unsanft um, Lambert nutzte die Situation und traf ins leere Gehäuse zum Ausgleich. Trotz wütender Proteste der Haie und minutenlangem Videobeweis entschieden die Refs auf Tor. Eine äußerst strittige Entscheidung, die aber auch irgendwie zum Saisonstart des KEC bis dato passte.

3. Drittel

Mit Überzahl für Köln ging es in den Schlussabschnitt und wieder schlugen die Haie zu. Patrick Russell bediente Marcel Noebels, der nicht lange zögerte und zum 4:3 einnetzte. Augsburg kam nun ins Grübeln und der KEC spielte weiter nach vorne. Mit Erfolg: MacInnis stocherte die Scheibe nach einem Gewühl zum 5:3 über die Linie. Und die Gäste bekamen die Chance, das Ergebnis auszubauen, denn Alex Blank musste bei den Hausherren auf die Strafbank.

Da die erste Formation die Strafe gezogen hatte, nahm Berglund nun clever die Auszeit, um seine Top-Reihe frisch in Überzahl zu schicken. Der Kniff ging auf, denn nach nur wenigen Sekunden wuchtete Kemiläinen das Hartgummi zum 6:3 in die Maschen. Köln verwaltete danach, musste aber noch einmal kurz zittern, als Wohlgemuth (wer sonst?) im Powerplay auf 4:6 für die Fuggerstädter stellte. Augsburg drückte danach noch mal, aber mit viel Einsatz brachte Köln den Sieg über die Zeit.

Fazit

Die Abwehr bereitet den Kölnern weiterhin Probleme, am Ende war der erste Drei-Punkte-Sieg dennoch nicht unverdient. Besonders das Powerplay mit einer makellosen Quote von 100 Prozent sowie starke Performances von Kemiläinen, MacInnis und Noebels trugen die Haie zum Erfolg. Aus einem schwachen Saisonstart ist durch die vier Punkte am Wochenende somit zumindest ein durchschnittlicher Auftakt in die Spielzeit geworden. Die Verletzung von Brückmann schmerzt aber natürlich, zumal sich Juvonen bislang noch nicht in seiner Vorjahres-Form zeigen konnte.

Hard Facts

Augsburger Panther – Kölner Haie 4:6 (0:2, 3:1, 1:3)

Schüsse: 35 – 24

Strafminuten: 6 – 6

Bullies: 32 –33

Kölner Haie

Brückmann – Juvonen
Vittasmäki – Kemiläinen; Austin – Press; Müller – Händel;
Noebels – MacLeod – Russell; Niedenz – Ljungh – Fleischer; Kammerer – Tyrväinen – Fischbuch; MacInnis – Aubry – Storm; M. Münzenberger

Augsburger Panther

Jones – Ancicka
McCrea – Hoefenmayer, Wood – Mayhew; Pilu – Button;
Busdeker – Malone – A. Blank; Lambert – Wohlgemuth – P. Krauß; Parkes – Henriquez-Morales – Toporowski; Hanke – Scheel – Elias;

Zuschauer: 6.179