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14. Spieltag

Mit einem Derbysieg im Rücken gehts für die Haie ins NRW-Duell. Am 14.Spieltag (Sonntag 19:00 Uhr) empfängt man die Iserlohn Roosters in der LANXESSarena. Das 4:0 in Krefeld brachte Köln den ersten Shutout dieser DEL-Saison und Felix Brückmann ein gelungenes Comeback. Nun soll vor der Länderspielpause der nächste Erfolg folgen. Die Roosters reisen ebenfalls mit einem Sieg an: Mit dem 4:2 gegen Schwenningen beendeten sie am Freitag ihre Serie von drei Niederlagen.

Köln steht nach 14 Spielen mit 23 Punkten auf Rang sechs. Iserlohn bleibt mit zwölf Punkten aus 13 Partien Tabellenletzter, liegt aber nur zwei Zähler hinter Schwenningen.

Iserlohns bisherige Saison

Die Roosters fanden nur schwer in die Spielzeit. Nach fünf Partien standen ein Punkt und noch kein Sieg zu Buche. Auf den ersten Erfolg gegen Krefeld folgte wenig später das deutliche 4:11 in Straubing. Die anschließenden Heimsiege gegen Wolfsburg und Köln brachten etwas Entlastung, eine dauerhafte Stabilisierung gelang jedoch nicht. Gegen Frankfurt, München und Nürnberg blieb Iserlohn danach erneut ohne Punkte.

Gegen Schwenningen zeigten die Sauerländer am Freitag die nötige Reaktion. Auch der zwischenzeitlich verspielte Zwei-Tore-Vorsprung brachte sie nicht aus dem Konzept. Ein wichtiger Erfolg im Tabellenkeller – ob daraus mehr wird, muss sich nun auswärts zeigen.

Ein Blick auf die Zahlen

Tore & Gegentore

Mit 30 Treffern in 13 Spielen gehört Iserlohn zu den offensiv schwächeren Mannschaften der Liga. Nur Frankfurt und Bremerhaven haben mit jeweils 27 weniger Tore erzielt. Gleichzeitig stehen bereits 49 Gegentreffer zu Buche. Köln hat bei einem Spiel mehr zwar 54 Tore geschossen, aber auch 51 kassiert. Die deutlich größere offensive Durchschlagskraft der Haie geht bislang also nicht mit einer entsprechend besseren Defensivbilanz einher.

Heim- und Auswärtsbilanz

Der Unterschied könnte kaum größer sein: Sämtliche zwölf Punkte holten die Roosters am Seilersee. Alle sechs Auswärtsspiele gingen nach regulärer Spielzeit verloren, bei einem Torverhältnis von 9:30. In fünf dieser sechs Begegnungen gelangen höchstens zwei eigene Treffer. Der jüngste Heimsieg ändert damit zunächst nichts an Iserlohns größter Ergebnisbaustelle.

Special Teams

Im Powerplay liegt der klare Vorteil bei Köln. Iserlohn erzielte fünf Tore aus 48 Überzahlsituationen und kommt auf 10,42 Prozent, Platz elf der Liga. Die Haie führen diese Wertung mit 36,84 Prozent weiterhin an: 14 Treffer aus 38 Gelegenheiten.

In Unterzahl stehen dagegen beide Teams am Tabellenende. Die Roosters kassierten 14 Gegentore bei 44 Unterzahlsituationen und liegen mit 68,18 Prozent auf Platz 14. Köln ist mit 69,23 Prozent nur knapp besser und belegt Rang 13.

Scoring

Tyler Boland kommt nach 13 Spielen auf 11 Scorerpunkte, verteilt auf vier Tore und sieben Vorlagen. Justin Scott erhöhte sein Torkonto mit dem Doppelpack gegen Schwenningen auf fünf Treffer. Aus der Defensive steuert Colin Ugbekile acht Punkte bei, darunter drei Tore. Mac Hollowell steht bei einem Treffer und sechs Assists. Damit kommt ein relevanter Teil der offensiven Unterstützung von der blauen Linie.

Torhüter

Hendrik Hane weist nach acht Einsätzen eine Fangquote von 90,38 Prozent und einen Gegentorschnitt von 2,69 auf. Andreas Jenike steht nach sechs Einsätzen bei 82,76 Prozent und 4,47 Gegentoren pro 60 Minuten. Die bisherigen Saisonwerte sprechen damit deutlich für Hane. Beim ersten Duell gegen Köln zeigte er zudem, dass er auch in längeren Druckphasen den nötigen Rückhalt geben kann.

Prognose

Die Haie haben in Krefeld gezeigt, dass sie ein enges Spiel geduldig für sich entscheiden können. Etwas, dass Ihnen in der bisherigen Saison durchaus fehlte. Genau diese Geduld wird auch gegen Iserlohn wichtig sein. Nach dem 5:6 nach Verlängerung gegen Mannheim war der Auftritt ohne Gegentor ein Fortschritt, den der KEC nun bestätigen muss.

Das erste Duell bleibt dabei eine deutliche Erinnerung: Köln geriet früh mit 0:2 in Rückstand und gab nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich die Kontrolle erneut ab. Für Sonntag braucht es deshalb einen konzentrierten Beginn und mehr Konsequenz. Iserlohn sollte weder durch einfache Scheibenverluste noch durch unnötige Strafen ins Spiel finden.

Die größere Offensivkraft, das bessere Powerplay und Iserlohns Auswärtsschwäche sprechen für die Haie. Entscheidend wird sein, diese Vorteile mit der defensiven Aufmerksamkeit aus Krefeld zu verbinden. Dann bietet sich die Chance, mit zwei Siegen in die Pause zu gehen. Ein weiterer wechselhafter Auftritt würde dagegen einem Gegner helfen, der gerade erst wieder Selbstvertrauen gesammelt hat und Ruhe in der Kölner Fanszene würde damit auch nicht einkehren.

Die Partie wird bei MagentaSport als Einzelspiel übertragen. Kommentator ist Dennis Schulz. Die Moderation hat Hans Finger und Christoph Ullmann ist als Experte dabei. Wer das Ganze im Audioformat hören möchte, der ist bei der Blindenreportage gut aufgehoben und bekommt das Spiel ab 19:10 Uhr direkt in die Ohren.

Blick über den Tellerrand

Die Extraportion Iserlohn gibt es tatsächlich in drei Podcasts. Neben einem Medien- und einem Vereinspodcast, gibt es mit Eisenwaldhockey auch einen Fanpodcast. Dazu lohnt auch immer der Blick zu Slapshotbambi.