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Fehlende Konsequenz

Ein Testspiel ist ein Testspiel ist ein Testspiel. Dennoch möchten Profisportler immer gewinnen und denen der Haie mangelte es dafür gestern an der letzten Konsequenz. Daher gab man eine 3:0 Führung zur Mitte des Spiels ab.

Vor dem Spiel

Die erste Partie des Kurzturniers in Landshut brachte die Haie mit den Gastgebern unter Coach Uwe Krupp zusammen. Nach drei Tagen Trainingslager, mit einer letzten Einheit noch am Morgen des Spiels, verzichtete Berglund im Line-up auf Moritz Müller, Kevin Niedenz und Frederik Storm. Zudem startete Wiens zwischen den Pfosten.

Die VR Bank Arena in Landshut war für ein Testspiel ordentlich gefüllt und die Fans freuten sich auf den Vergleich mit dem Rivalen aus den 90er Jahren.

1. Drittel

Die Haie starteten von Beginn an druckvoll. Zumindest zu Beginn merkte man die harte Trainingswoche noch nicht. Schon in der 2. Spielminute scheiterte Tyrväinen nicht am starken Lukes zwischen den Pfosten der Gastgeber, sondern am Gestänge.

Auch in der Folge testeten die Haie den Goalie des EVL mehrfach, aber Russell und Kammerer brachten die Scheibe nicht vorbei. Besser machte es in der 6. Minute Aubry, der einen Schuss von Kemiläinen unhaltbar abfälschte.

Im Powerplay legten die Haie nach. Man mag es ihnen als DEL2-Team verdenken, dass sie das bekannte Haie-Setplay nicht kennen. Bully, MacLeod, Kemiläinen, man kennt es.

In der Folge wurde auch Landshut aktiver und Wiens konnte sich ein ums andere Mal auszeichnen. Der junge Goalie präsentierte sich in starker Form.

2. Drittel

Die Haie legten schnell nach. Mit dem einzigen Fehler rutschte Lukes ein Austin Schuss durch die Hosenträger und trudelte über die Linie.

In der Folge war die Unterzahl-Einheit der Haie gefragt und hielt. Man erspielte sich selbst gute Chancen – unter anderem ein 2 auf 0 – und da fangen wir dann an, über die fehlende Konsequenz zu reden. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Haie das Spiel erstmalig entscheiden können.

Danach nahm man etwas raus und das merkte man. Ob es am frühen Zeitpunkt der Vorbereitung in Verbindung mit dem Trainingslager lag? Marcel Noebels wollte das im Interview nicht gelten lassen.

Wiens war wieder im Mittelpunkt und musste mehrere Male in höchster Not retten. Aber auch er konnte nicht alles halten. Im Landshuter Powerplay brachte Schwarz die Scheibe an ihm vorbei und kurze Zeit später (33./37.) lief Landshuts Topscorer Gooch nach einem Fehler der Haie in der offensiven Zone allein auf ihn zu und markierte den Anschluss.

Als dann im eigenen Powerplay Kemiläinen gegen Zikmund auch noch die Nerven verlor und – wohl zurecht – mit 2+5+SD in die Kabine geschickt wurde, war Landshut endgültig zurück in der Partie.

3. Drittel

Nach der Strafe hatte der EVL zu Beginn des Schlussdrittels noch fünf Minuten Überzahl auf der Uhr. Und wieder hatten die Haie in eigener Unterzahl ein 2 auf 0 und verpassten es nachzulegen – Thema Konsequenz.

Die Haie waren aber wieder besser in der Partie. Lukes hielt Landshut gegen Tyrväinen, Noebels (51.) und Fleischer (56.) im Spiel und bekam Unterstützung vom Pfosten (Fischbuch 54.).

Kurz vor Schluss dann der Ausgleich. Roy fälschte kurz vor Wiens ab und die Partie musste in die Overtime.

OT & SO

In der Overtime hatten beide Teams beste Chancen, die Partie für sich zu entscheiden, aber Lukes und Wiens behielten in den entscheidenden Momenten die Oberhand. Im Shootout traf dann von den insgesamt sechs Schützen nur Gooch zur vielumjubelten Entscheidung für die Gastgeber.

Fazit

Die Haie kassieren die erste Testspielniederlage, weil es am Ende an der Konsequenz mangelte. Mehrere 2 auf 1, bzw. 2 auf 0 Situationen vergab man leichtfertig. Noebels merkte das nach dem Spiel auch an (O-Ton siehe unten).

In dieser Phase der Vorbereitung zieht das Trainerteam die Lehren aus diesen Situationen. Zu analysieren gab es einiges. Dies wird man nicht in der kurzen Phase bis zur Partie gegen Krefeld machen, aber in der kommenden Trainingswoche sicherlich ansprechen.

Stimme zum Spiel

Aufstellungen

EV Landshut – Kölner Haie 4:3 SO (0:2, 2:1, 1:0, 0:0, 1:0)

Kölner Haie

Wiens – Juvonen
Vittasmäki – Kemiläinen; Austin – Press; Sennhenn – Händel; L. Münzenberger
Noebels – MacLeod – Russell; Fischbuch – Ljungh – M. Münzenberger; Kammerer – Tyrväinen – Bokk; Fleischer – MacInnis – Aubry

EV Landshut

(leider keine Reihen)

Lukes – Dietl
Mayer, Serikow, Fischer, A. Schwarz, Dersch, Bergman
Lindberg, Roy, Zikmund, Stieler, Gaus, Voit, Elsner, Immo, Lier, Peterka, Gooch, T. Schwarz, Park

Foto: Denis Wroblewski/Kölner Haie