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Fast perfekter Start

Die Haie starten unter Thomas Berglund fast perfekt in die CHL. Zu einem „perfekten“ Start fehlte nur der sechste Punkt und dazu hätten die Verletzungen von Bokk und Kammerer auch nicht sein dürfen.

Ansonsten ein tolles Wochenende für die Haie-Fans im Allgemeinen und vor allem für den mitgereisten Anhang vor Ort. Mit 5:4 OT setzten sich das Berglund-Team am Ende einer spannenden Partie durch.

Vor dem Spiel

Berglund musste umbauen. Kammerer, Bokk (beide verletzt) und Fischbuch (private Gründe) waren nach Köln abgereist, dafür kam Marco Münzenberger nach. Am späten Freitagnachmittag kam dann auch noch die CHL-Meldung, dass Juhani Tyrväinen für ein Spiel gesperrt wurde.

Der Check gegen Kalynuk – in der Partie gegen Salzburg von den Refs nicht geahndet – brachte ihm eine Sperre von einem Spiel ein. Er war aber schon mit dem Team nach Tampere gereist.

Somit starteten die Haie nur mit sechs Verteidigern und elf Angreifern – auch Luca Münzenberger spielte in diesem Spiel als Stürmer.

Knapp 3.000 Zuschauer verfolgten die Partie in der ältesten Eishalle Finnlands.

1. Drittel

Der Start in die schnell geführte Partie hielt ein paar Chancen bereit. Auf Seiten der Haie konnten MacLeod (1.) und Aubry (4.) der Scheibe nicht die nötige Richtungsänderung verpassen. Auf der anderen Seite hatte man früh Glück, als die Finnen nach einem missglückten Ausflug von Juvonen hinters Tor die Scheibe zweifach nicht über die Linie ins leere Tor brachten (2.).

Die gute Anfangsphase fand ihr Ende mit der Haie-Führung. Müllers Schuss flipperte abgefälscht durch den Torraum und Russell drückte den Puck letztendlich über die Linie. Danach nahmen die Torszenen ab. Das Spiel war zwar schnell, aber beide Teams neutralisierten sich spätestens an der blauen Linie.

Zum Ende des Drittels gab es aber wieder mehr für die Goalies zu tun. Zuerst konnte sich Juvonen auszeichnen, dann Heljanko und als der nicht dran war, half die Latte gegen Fleischer.

Ein Powerplay konnten die Haie nicht verwerten. Entweder wogen die Ausfälle zu schwer oder/und der Faktor das man gegen den Ingenieur des Powerplays spielte halt auch nicht. So musste kurz vor Drittelende erneut ein Abstauber her und wieder war es Russell. Müller traf erst noch den Pfosten und der Däne stand goldrichtig.

2. Drittel

Die Finnen kamen stark verbessert aus der Kabine. 90 Sekunden nach Wiederanpfiff waren sie dann auch auf der Anzeigetafel vertreten. Blichfeld ließ Juvonen im 1 auf 1 keine Chance und verkürzte.

Die Haie wirkten wenig geschockt und waren weiterhin gut in der Partie. Luca Münzenberger traf in der 28. Minute nur den Pfosten und in der Folge scheiterten die Kölner wieder und wieder an Heljanko.

Die erste Strafe gegen die Haie nutzten die Finnen dann zum Ausgleich. Nach verpasster Befreiung spielte das Überzahlspiel der Gastgeber eine Kombination schön aus und Rautiainen verwertete per One-Timer einen Blichfeld Pass.

Kurze Zeit später dann sogar die Führung für Tappara. Wiä profitierte dabei von einer komisch springenden Scheibe, die Juvonen nicht kontrollieren konnte. Der finnische Meister drückte weiter, ließ aber ein 2 auf 1 ungenutzt. Marcel Noebels machte es besser. Ein Schuss von MacLeod rutschte Heljanko unter der Achsel durch und Noebels drückte den Puck über die Linie.

3. Drittel

Wieder gab es zu Beginn gute Chancen auf beiden Seiten, bei denen jeweils die Verteidigung im letzten Moment klären konnte.

Die Haie gingen dann wieder in Führung. Erneut fiel den Haien ein Rebound vor die Kelle, weil die Stürmer auch da standen, wo man eben stehen muss. Auch Noebels schnürte den Doppelpack.

Danach fanden sich die Haie mehrfach in Unterzahl wieder. Tappara traf dann auch in Überzahl zum Ausgleich. Der Treffer hielt der Coach’s Challenge stand.

Kurz vor dem Ende dann ein letztes Powerplay für die Gastgeber, die sechs Mann, die die Linespersons da gesehen hatten, sahen sie aber vermutlich exklusiv. Ein sehr gutes Penalty killing der Haie brachte das Spiel in die Verlängerung.

Overtime

In der Overtime überschlugen sich die Ereignisse. Erst musste Juvonen zwei Mal in höchster Not retten, um dann nach einem Save die Partie schnell zu machen und Aubry und MacInnis auf die Reise zu schicken.

Aubry bediente MacInnis und der verarbeitete die Vorlage technisch stark und netzte zum vielumjubelten Siegtreffer ein. Auch dieser Treffer hielt der Coach’s Challenge stand.

Nach der Partie

Die Haie-Fans – wir schätzten, es waren 400-500 – warteten lange bis die Mannschaft noch einmal aufs Eis kam und sich lange und ausgiebig feiern ließ. Vorher verabschiedete man sich noch von Kari Jalonen, der ein obligatorisches Selfie vor den Fans machte. Videos und Bilder davon findet Ihr auf unseren Social-Media-Kanälen.

Fazit

Ein gelungenes Wochenende für Fans und Mannschaft. Mit fünf Punkten kommen die Haie zurück nach Köln. Dabei war die Partie bei Tappara deutlich anders als das Spiel in Salzburg. Auf hohem Niveau begegneten – und neutralisierten – sich zwei Mannschaften mit hohem Anspruch und hoher Qualität.

Mit dem besseren Ende für das Berglund-Team und wieder müssen wir feststellen: Kari und 3 gegen 3 Overtime werden keine Freunde mehr. Der Weg beider Teams könnte sich in den KO-Runden erneut kreuzen, denn wir sind uns sicher, beide werden unter den Top16 nach der Vorrunde stehen.

Stimmen zum Spiel

Wir sprachen nach der Partie mit Kari Jalonen, Patrick Russell und dazu eine Stimme von Jan-Luca Sennhenn. Auf Grund der „Feierlichkeiten“ auf dem Eis haben wir keine Stimme aus dem Trainerteam der Haie.

Hard Facts

Tappara Tampere – Kölner Haie 4:5 OT (0:2, 3:1, 1:1, 0:1)

Schüsse: 33 – 34

Strafminuten: 4 – 8

Bullies: 32 – 30

Kölner Haie

Juvonen – Brückmann
Vittasmäki – Kemiläinen, Austin – Press, Müller – Sennhenn
Noebels – MacLeod – Russell, Storm – Ljungh – Niedenz, MacInnis – Aubry – Fleischer, M.Münzenberger – L. Münzenberger

Tappara Tampere

Heljanko – Metsola
Jokipakka – Mattila, Almari – Kulonummi, Tuulola – Piiparinen, I. Räsänen – Strandell
Haapala – A. Räsänen – Blichfeld, Rautiainen – Suvanto – Simontaival, Vanhatalo – Sallinen – Nykänen, Pavel – Rauhala – Wiä

Zuschauer: 2.798