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Shutout bei Debüt

CHL-Abende sind immer etwas Besonderes. So feierte Nico Wiens beim 3:0 gegen Herning beim Debüt einen Shutout. Der Brückmann-Ersatz legte dabei seine Anfangsnervosität schnell ab und war ein starker Rückhalt.

Es war vermutlich auf die gesamte Spielzeit gesehen das schwächste CHL-Spiel des Berglund-Teams. Gegen Herning reichte es trotzdem und die Zuschauer auf den Rängen waren trotzdem in höchstem Maße zufrieden.

Vor dem Spiel

Die Lizenzierungen der Haie am Dienstag ließen schon erahnen, wie die Aufstellung aussehen würde. Wiens startete zwischen den Pfosten und auch L. Münzenberger, N. Münzenberger, Späth und Brandt feierten Ihr (Pflichtspiel)Debüt im Haie-Dress.

Der Staff tarierte die Reihen gut aus, so dass keine Reihe ob der Debutanten abfallen sollte. Die vierte Reihe spielte sogar wie zuletzt in der DEL.

1. Drittel

Nach wenigen Sekunden hätten die Haie schon in Führung gehen können, aber was gegen München noch funktionierte, misslang. Noebels war allein durch, wurde gehakt und scheiterte dann im Penalty Shot (1.). Eine Minute später die nächste Chance. Späth vergab aber beim zwei auf eins gegen Fecers.

Es ging so weiter. Noebels (4.), Fleischer (6.), erneut Späth (8.) und Aubry (9.) verpassten alle, die Haie in Front zu bringen. Danach verflachte die Partie erstmal, bis Russell in der 16. Minute die Haie endlich in Führung brachte. Sein Schuss aus dem Bullykreis in den kurzen Winkel erinnerte stark an die beste Zeit von Ivan Ciernik.

Die Führung hätte beinahe nur kurz Bestand gehabt. Hernings CHL-Topscorer Dmytriw vernaschte L. Münzenberger, dann ging ihm aber vor Wiens etwas der Platz aus.

2. Drittel

Die Haie starteten dank einer späten Strafe aus dem ersten Drittel gegen Kiljunen in Überzahl in den Mittelabschnitt und nutzten dies direkt.

Ljungh mit Übersicht diagonal durch den hohen Slot auf Kammerer und der mit zwei schnellen Scheibenkontakten (21.). In der Folge die Haie wieder etwas offensiver. Mit Erfolg. In der 26. Minute war es erneut Russell, der traf. Die Haie spielten dabei einen Spielzug, ähnlich dem mit dem Russell im Powerplay häufig trifft.

Zur Mitte des Spiels wurde die Partie dann etwas zerfahrener. Die Haie hatten genug fürs Spiel gemacht und Herning war an diesem Abend nicht imstande aus dem Platz, der sich ergab Kapital zu schlagen. Zumal da auch noch Nico Wiens war.

Oder der Schlittschuh von Daniel Fischbuch. In der 28. Minute rauschte der Kölner Angreifer erst in den eigenen Goalie, stand aber perfekt vor dem Tor, um die Scheibe vor der Linie zu stoppen.

Richtig spektakulär wurde es erst wieder Ende des Drittels. Händel und Dmytriw kamen binnen Sekunden von der Strafbank und beide hatten ein Breakaway. Dmytriw traf dabei die Latte (beide 37.).

3. Drittel

Das letzte Drittel gab aus Haie-Sicht nicht mehr viel her. Die Haie hatten noch einige Drangphasen, ohne die letzte Konsequenz zu zeigen. Die beste Chance in dieser Sequenz hatte Fleischer (46.).

Das Ende des Spiels war geprägt von der Erwartung des Shutouts. Dabei musste Wiens häufiger eingreifen als nötig gewesen wäre. Die Haie verteidigten nicht immer konsequent, aber am Ende reichte es dennoch und die nächste CHL-Party konnte beginnen.

Fazit

Die CHL ist die Wohlfühloase der Haie. Die Atmosphäre in der Arena ist gefühlt eine andere und die Mannschaft wirkt befreiter als in der Liga. Zugegeben war Herning der richtige Gegner zur richtigen Zeit.

Ein wenig besonders war die Partie neben den jungen Spielern vor allem für Russell und Storm. Letzterer durfte die Haie als Kapitän aufs Eis führen und Russell begrüßte die Landsleute auf seine Weise: Mit zwei Toren.

Mit dem Sieg sind die Haie sicher unter den Top 4 der CHL-Hauptrunde.

Wichtig wird sein, das Spiel richtig einzuordnen. Die Aussagekraft für die kommenden Aufgaben am Wochenende in der DEL ist nicht gegeben. Die Auszeit wird einigen Spielern gutgetan haben und Wiens konnte zeigen, dass man auch in der DEL auf ihn bauen kann, wenn er benötigt wird.

Stimmen zum Spiel

Die Pressekonferenz mit Garth Murray und Thomas Berglund sowie die Interviews mit Nico Wiens und Patrick Russell.

Hard Facts

Kölner Haie – Herning Blue Fox 3:0 (1:0, 2:0, 0:0)

Schüsse: 33 – 26

Strafminuten: 6 – 6

Bullies: 27 – 32

Kölner Haie

Wiens – Juvonen
Vittasmäki – Austin, Sennhenn – Press, L. Münzenberger – Händel, N. Münzenberger
Noebels – MacInnis – Russell, Späth – Ljungh – Fischbuch, Kammerer – Aubry – Fleischer, Niedenz – Storm – M. Münzenberger, Brandt

Herning Blue Fox

Fecers – Sørensen
K. Larsen – Amorosa, Söderbom – Kristensen, Cibulskis – M. Larsen
Poulsen – O’Neil – Bau Hansen, Kiljunen – Toivola – Dmytriw, Thomsen – Linde – Bang, Bærentsen – Eskildsen – Bilgrav

Zuschauer: 14.277

Foto: Haiepictures