7. Spieltag
Nach dem Ausflug in die Champions Hockey League geht es für die Haie am 7. Spieltag in der PENNY DEL weiter. Um 19:30 Uhr empfängt der KEC die Schwenninger Wild Wings in der LANXESSarena.
Köln reist nach dem 6:3 beim ERC Ingolstadt und dem 3:0 gegen Herning in der CHL mit zwei Siegen in Folge in die Partie – gegen Herning feierten die Haie zugleich den fünften Sieg im fünften CHL-Spiel. Schwenningen verlor sein letztes DEL-Spiel mit 2:4 gegen Straubing und kommt als Tabellenletzter in die Domstadt.
Der Sommer in Schwenningen
Die Wild Wings beendeten die Hauptrunde 2025/26 mit 72 Punkten und 147:157 Toren auf Rang neun. In der ersten Playoff-Runde setzte sich Schwenningen nach drei Spielen gegen Wolfsburg durch: Auf ein 1:3 folgten ein 5:1 und ein 3:2 nach Verlängerung.
Im Viertelfinale warteten die Haie. Köln gewann die Serie mit 4:0, die Ergebnisse waren mit 1:0, 4:2, 4:2 und 2:1 nach Verlängerung allerdings durchweg eng. Das vierte und letzte Spiel dauerte 103:37 Minuten, ehe Jan Luca Sennhenn die Serie beendete.
Im Sommer verlor Schwenningen mehrere prägende Spieler. Kapitän Thomas Larkin und Ben Marshall beendeten ihre Karrieren, die Brüder Tylor und Tyson Spink verließen den Club nach sechs Jahren. Auch Michael Bitzer, Tim Gettinger und Danny O’Reagan sind nicht mehr im Kader.
Neu kamen unter anderem Eric Cornel aus Iserlohn und Austin Ortega aus Dresden für den Angriff. In der Defensive wurden Alex Peters und Bode Wilde verpflichtet. Simon Wolf bildet gemeinsam mit Joacim Eriksson das Torhüterduo. Steve Walker blieb Cheftrainer und geht in seine vierte Saison mit den Wild Wings.
Erwartungshaltung
Die Vorbereitung brachte zwei Siege in sieben Spielen. Schwenningen gewann mit 6:1 gegen den EHC Chur und zum Abschluss mit 6:3 in Ravensburg. Die fünf Niederlagen gab es gegen TPS Turku, die ZSC Lions zweimal, Ambri-Piotta und Ajoie nach Verlängerung.
Der DEL-Start fällt nochmal deutlich schwächer aus. Nach sechs Spielen steht lediglich der 4:3-Erfolg nach Verlängerung in Wolfsburg zu Buche. Die übrigen fünf Partien gingen verloren. Mit 11:29 Toren besitzt Schwenningen aktuell eine Tordifferenz von -18.
Interessant ist der Blick hinter die Ergebnisse. Bei den Schussversuchen kommt Schwenningen auf einen Anteil von 54,28 Prozent und liegt damit ligaweit auf Rang drei – unmittelbar hinter Köln mit 56,93 Prozent. Die Ergebnisse spiegeln diesen Wert bislang nicht wider. Den elf tatsächlich erzielten Toren stehen laut DEL-Statistik 15 Expected Goals gegenüber. Auf der Gegenseite kassierte Schwenningen 29 Treffer bei 19 Expected Goals Against.
Besonders schwach läuft das Powerplay. Aus 23 Überzahlsituationen erzielten die Wild Wings bislang nur einen Treffer – eine Quote von 4,35 Prozent und damit der niedrigste Wert der DEL. Das Unterzahlspiel steht bei 75 Prozent. Köln hat dagegen sieben seiner bisherigen 15 Powerplays genutzt und führt die Liga mit 46,67 Prozent an.
Diese Spieler sollte Köln im Blick behalten
Kyle Platzer war bereits in der vergangenen Saison einer der wichtigsten Schwenninger Offensivspieler. Der Center sammelte in 49 Hauptrundenspielen neun Tore und 28 Vorlagen und war damit mit 37 Punkten teamintern der erfolgreichste Scorer. In der neuen Saison steht Platzer nach sechs Spielen bei einem Tor und drei Assists. Dazu kommen 27 Torschüsse.
Austin Ortega kam im Sommer aus Dresden. Trotz der schwierigen Saison der Eislöwen erzielte der US-Amerikaner 2025/26 in der Hauptrunde 21 Tore und bereitete 18 weitere vor. In Schwenningen stehen bislang ein Treffer und eine Vorlage auf seinem Konto. Auffällig ist vor allem sein Abschlussvolumen: Ortega hat in sechs Spielen bereits 37 Schüsse abgegeben, seine aktuelle Trefferquote liegt jedoch bei mageren 2,70 Prozent.
Auch Alexander Karachun ist wieder eine Option. Der deutsche Nationalspieler war vergangene Saison mit 21 Toren Schwenningens bester Torschütze, verpasste wegen einer Blessur aber die ersten vier DEL-Partien der neuen Saison. In seinen bislang zwei Einsätzen blieb er noch ohne Punkt.
Prognose
Der Tabellenstand spricht deutlich für die Haie, die erweiterten Statistiken mahnen jedoch zur Vorsicht. Schwenningen kommt zu Abschlüssen, macht bisher nur viel zu wenig daraus. Der KEC bot seinen Gegnern bisher jedoch ausreichend Möglichkeiten, zum Torerfolg zu kommen. Das könnte den Wild Wings helfen.
Die Haie müssen sich auf ihre Stärken besinnen und die liegen aktuell vor allem im Powerplay und der zuletzt verbesserten Effizienz. Schafft man es dann noch defensiv stabiler zu stehen, stünde dem ersten 3-Punkte-Sieg in der LANXESSarena nichts im Wege.
Die Partie wird bei MagentaSport sowohl als Einzelspiel als auch in der Konferenz übertragen. Kommentator ist Adrian von der Groeben. Durch die Konferenz führen Sascha Bandermann und Rick Goldmann. Wer das ganze im Audioformat hören möchte, der ist bei der Blindenreportage gut aufgehoben und bekommt das Spiel direkt in die Ohren.
Blick über den Tellerrand
Die Extraportion Schwenningen gibt es über Martina Fröhlich (Bluesky/Instagram). Sie ist die Konstante Besetzung bei uns, wenn wir uns weitere Infos zu und aus Schwenningen wünschen.
