Schritt in die richtige Richtung?
Ist der 4:1 Sieg über Bremerhaven ein Schritt in die richtige Richtung? Zumindest stehen die Haie defensiv über die vollen 60 Minuten gut. Nach vorne war es zu Beginn holprig, wurde dann aber besser.
Die Rückkehr von Dominik Bokk macht Hoffnung, der Flügelstürmer steuerte zwei schöne Assists zum Sieg bei.
Vor dem Spiel
Carlos Händel kehrte ins Line-up zurück, dafür setzte Kevin Niedenz krank aus. Juvonen startete zwischen den Pfosten.
1. Drittel
Die Partie brauchte, um in die Gänge zu kommen. Das lag vor allem an den Haien. Die Offensivbemühungen versandeten zumeist an der blauen Linie der Gäste.
Auch die Gäste brachten nichts Gefährliches in Richtung Juvonen. Einzig eine Scheibe, die im Trikot eines Spielers hing und kurz außer Sicht war, sorgte für ein kurzes Raunen (8.).
Eine Strafe gegen Bokk brachte dann Bewegung in die Partie. Bruggisser traf in Überzahl zur Gästeführung (12.). Die Haie brauchten noch drei Minuten länger, bis sie den ersten Torschuss auf Gudlevskis brachten. Mit dem zweiten trafen sie dann.
Aubry fälschte einen Sennhenn-Schuss unhaltbar für Gudlevskis ab (15.). Der Ausgleich zu diesem Zeitpunkt war schmeichelhaft für das Berglund-Team
2. Drittel
Die Haie kamen besser aus der Kabine. Die Fehler des ersten Abschnitts wurden angesprochen. Stridh und Bokk sprachen beide über die Fehler der ersten 20 Minuten.
In den ersten Minuten des Drittels näherte Köln sich dem Gästetor an, wobei Kammerer mit seinem Pfostenschuss der Führung am nächsten war (23.).
Trotz guter Chancen dauerte es bis zur 33. Minute, ehe Gudlevskis überwunden werden konnte. Storm scheiterte zuerst, blieb aber in der Situation und bediente Kemiläinen, der zur Führung traf.
31 Sekunden später legten die Haie nach. Bokk umspielte nicht nur Gudlevskis, sondern auch das Tor, legte zurück auf Press und der Schwede hatte keine Mühe den Puck ins leere Tor zu versenken. Das erste Saisontor des Verteidigers.
Die zweite Hälfte des Drittels verlor etwas an Schwung, was den Haien aber zugutekam.
3. Drittel
Bremerhaven startete mit einem Mann mehr ins Schlussdrittel, konnte daraus aber kein Kapital schlagen. Anders die Haie. Conrad saß auf der Strafbank und Bokk bediente Aubry mustergültig (46.).
Das 4:1 brachte den Haien noch mehr Sicherheit und die Haie verteidigten die Schlussoffensive der Pinguins sicher. Dabei hatte Bremerhaven noch einige Chancen und kurz vor dem Ende noch ein Powerplay, aber auch das brachte keinen Ertrag mehr.
Fazit
Die Haie mit der vielleicht besten Leistung über volle 60 Minuten in der Saison. Zwar brauchte man, um offensiv Fahrt aufzunehmen, aber defensiv stand man über die komplette Zeit sicher.
Dominik Bokk wirkte in seinem zweiten Spiel nach der Verletzung deutlich verbessert zum Freitag, was man aber anhand der Teamleistung vom Freitag nicht überbewerten sollte.
Für die Haie gilt es, die Leistung mit in die kommende Woche zu nehmen. Gegen Schwenningen am Dienstag hat man erstmals die Möglichkeit eine Niederlage „auszubügeln“.
Stimmen zum Spiel
Die Pressekonferenz mit Alexander Sulzer und Henrik Stridh sowie das Interview mit Dominik Bokk.
Hard Facts
Kölner Haie – Fischtown Pinguins Bremerhaven 4:1 (1:1, 2:0, 1:0)
Schüsse: 20 – 25
Strafminuten: 8 – 6
Bullies: 20 – 32
Kölner Haie
Juvonen – Wiens
Vittasmäki – Kemiläinen; Sennhenn – Press; Müller – Austin; Händel
Noebels – MacLeod – Russell; Bokk – Ljungh – Aubry; Kammerer – Tyrväinen – Fischbuch; M. Münzenberger – Fleischer – Späth
Fischtown Pinguins
Gudlevskis – Hungerecker – Strasen
Hirose – Bruggisser; Byström – Eminger; Abt – Jensen
Alanov – Friesen – Verlic; Washkurak – Miele – Conrad; Tuomie – Wejse – Görtz; Reinwald – Smith
Zuschauer: 18.471
Foto: Haiepictures
