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Derbysieg bei Brückmanns Rückkehr

Die Haie gewannen am Freitagabend das „kleine“ rheinische Derby bei Aufsteiger Krefeld mit 4:0. Felix Brückmann hielt seinen Kasten beim ersten Einsatz nach gut vierwöchiger Verletzungspause sauber und der KEC sicherte sich mit einem guten Schlussdrittel die drei Punkte.

Vor dem Spiel

Coach Thomas Berglund brachte den genesenen Brückmann, Janne Juvonen gab den Backup. Louis-Marc Aubry rückte in Reihe zwei zu Markus Ljungh und Dominik Bokk, während Tim Fleischer in die vierte Formation rotierte. Jan Luca Sennhenn war nicht dabei, Carlos Händel verteidigte dafür neben Moritz Müller. Kevin Niedenz stand zwar als 13. Angreifer auf dem Spielbericht, bekam aber keine Eiszeit.

1. Drittel

Es passierte nicht viel in Drittel eins. Beide Teams waren darauf bedacht, defensiv gut zu stehen, nach vorne ging dafür hüben wie drüben wenig. Einzig nennenswerte Szene war eine Doppelchance von Daniel Fischbuch in Überzahl. Zunächst trudelte der Puck ohne Abnehmer durch den Torraum, der Nachschuss des Haie-Angreifers streifte dann die Querlatte.

2. Drittel

Spielabschnitt zwei war ähnlich arm an Torszenen wie das erste Drittel. Das Match plätscherte so ein wenig vor sich hin – bis Krefeld dann bei einem 3-auf-1-Konter die Führung hätte machen müssen. Doch Moritz Müller griff entscheidend ein, und so konnte Philip Gogulla den Puck nicht wirklich kontrollieren. Auch die zweite Großchance des Drittels gehörte den Hausherren: Ex-Hai Tanner Kero war plötzlich durch, schob die Scheibe jedoch knapp am Haie-Kasten vorbei.

Wir notierten so wenig qualitative Chancen, dass wir in der Drittelpause auf den Treffer von Noah Münzenberger im Trikot der DEG verweisen konnten.

3. Drittel

Keine vier Minuten war der Schlussabschnitt alt, da schlug die Stunde von Carlos Händel. Der Haie-Verteidiger bekam einen Querpass, der gar nicht für ihn gedacht war, etwas kurios an den gehobenen Schlittschuh, von wo die Hartgummischeibe zum 1:0 in den Kasten trudelte. Der 1. DEL-Treffer des Youngsters wurde zwar noch mal gecheckt, hatte aber auch nach Videobeweis Bestand.

Krefeld danach in Überzahl etwas zu offensiv. Juhani Tyrväinen legte den Puck nach starkem Forecheck auf Frederik Storm, der aus der Drehung zum 2:0 einnetzte. Die Haie nun mit beiden Händen am Steuer, Krefeld fiel nicht mehr viel ein. Als Pinguine-Coach Thomas Popiesch den Keeper zog, spielten es die Haie clever und trafen in Person von Storm ins leere Gehäuse. Eine Minute vor dem Ende setzte Patrick Russell mit einem platzierten Schuss den Schlusspunkt.

Fazit

Die Haie zeigten sich in der Abwehr stark verbessert und hatten mit Brückmann einen sicheren Rückhalt. Der Shutout dürfte der gesamten Truppe gut tun, denn zuletzt hatte man ja Gegentore am Fließband kassiert. Vorne reichte an diesem Abend ein gutes Schlussdrittel. Die Suche nach einer perfekten Balance zwischen Defensive und Offensive wird und muss jedoch weitergehen. Gegen Schlusslicht Iserlohn am Sonntag dürfte es taktisch wieder ein völlig anderes Match werden.

Nach der Partie gegen Iserlohn geht es in die Cuppause. Wir machen allerdings keine Pause. Es gibt nicht nur den Rückblick und die Saisondrittelanalyse, wir berichten auch vom Deutschland Cup für Euch. Das Wochenende mit den DEB Spielen gegen Lettland und die Slowakei werden wir verfolgen und danach auch mal über das CAS-Urteil und die WM2027 in Düsseldorf und Mannheim sprechen.

Stimmen zum Spiel

Die Pressekonferenz mit Thomas Popiesch und Thomas Berglund sowie die Interviews mit Carlos Händel und Felix Brückmann.

Hard Facts

Krefeld Pinguine – Kölner Haie 0:4 (0:0, 0:0, 0:4)

Schüsse: 25 – 27

Strafminuten: 4 – 4

Bullies: 23 – 29

Kölner Haie

Brückmann – Juvonen
Vittasmäki – Kemiläinen; Austin – Press; Müller – Händel;
Noebels – MacLeod – Russell; Aubry – Ljungh – Bokk; Kammerer – Tyrväinen – Fischbuch; Fleischer – Storm – M. Münzenberger; Niedenz

Krefeld Pinguine

Jatkola – Bick
Vandane – Percy, Gildon – Mebus; Dybowski – Köhler;
Santos – Newton – Gogulla; Ma. Müller – Varone – Hauf; Suess – Payerl – T. Schütz; Bruch – Kero – Mäkitalo

Zuschauer: 8.029 (ausverkauft)