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Erfahrung und Flexibilität

Alexandre Grenier wechselt aus der Hauptstadt an den Rhein. Er ist nicht der Erste Neuzugang in dieser Off-Season mit Eisbären Background, den die Haie ins Wasser ziehen. (Ernsthaft: … den die Haie an Land ziehen, liest sich wirklich komisch). Die Eisbären haben Grenier aus seinem noch laufenden Vertrag „entlassen“ und somit war der Weg nach Köln frei. Der rechtsschießende Grenier ist sowohl als Center, als auch als Flügel einsetzbar und gibt dem Trainerteam somit einige Möglichkeiten in der Reihenzusammenstellung.

Besser spät als nie?

Zugegeben hätte der Ersteller des Artikels Grenier schon gerne bei den Haien gesehen, bevor er bei den Roosters unterschrieben hat. Damals hätte er dem Spielstil von Mike Stewart gut zu Gesicht gestanden. Das kraftvolle Spiel des 1,95m großen bulligen Stürmers hätte perfekt gepasst. Es kam anders.

Europaerfahrung in jungen Jahren und die NHL

Nach seiner Zeit in den kanadischen Juniors und dem Draft (2011 3. Runde) kam Grenier das erste Mal nach Europa. Er spielte als 21 jähriger einen Teil der Saison 12/13 in Salzburg. Sein Weg führte aber erstmal wieder zurück über den Teich. Durch die Knochenmühle ECHL und AHL erspielte er sich in den Jahren 2015-2017 sogar 9 NHL Spiele. Den Durchbruch schaffte er in der besten Liga der Welt nicht. Nach weiteren Saisons in der AHL folgte dann der oben angesprochene Wechsel nach Iserlohn.

Stark in den Coronajahren

In der Coronasaison scorte er bei den Roosters mehr als einen Punkt pro Spiel und beeindruckte seinen Coach Jason O’Leary so sehr, dass er ihn in der kommenden Saison an seine neue Stelle nach Langnau lotste. Auch bei den Tigers (mehrfacher Teilnehmer des Köln Cups) legte er über einen Punkt pro Spiel in seiner ersten Saison auf. Er war etwas mehr als eine Saison bei den Tigers, es endete dort aber wie in Berlin, mit einer Vertragsauflösung und dem Wechsel.

In Berlin auf verlorenem Posten?

In Berlin kam Grenier in ein Team, bei dem es nicht rund lief und viele Hoffnungen die Saison noch gut zu Ende zu bringen wurden auf seine Schultern geladen. Diesem Druck konnte er nicht standhalten und nach einer Verletzung kam er nicht mehr richtig in Fahrt. Dennoch brachte er es auch in Berlin auf beachtliche 22 Punkte in 32 Spielen und war damit immer noch siebtbester Scorer und viertbester Scorer wenn man auf die Punkte pro Spiel schaut. In Berlin wird man ihn dennoch mit gemischten Gefühlen vermissen, evtl. als nicht eingelöstes Versprechen.

Spielstil

Sowohl in Iserlohn, als auch in Langnau war Grenier als spielintelligenter Center in Erinnerung. In Iserlohn mit Whitney (bzw. Bailey) und in Langnau mit Olofsson und Pesonen hatte er zumeist Spieler an seiner Seite die seine Vorlagen zu verwerten wussten. Im Powerplay hat er sowohl Spielmacherqualitäten von der rechten Halfwall, als auch einen starken Schuss (Rechtsschuss!) auf der anderen Seite. Seine Pässe durch die Box sind in Langnau in bester Erinnerung.

Verstärkung für die Haie?

Bei den Haien ersetzt Grenier Nick Baptiste. Beide kann man vom Stil her nicht vergleichen und es wird für die Haie drauf ankommen welchen Grenier man im Team hat. Den Leader der er in Iserlohn und Langnau war, stark am Bullypunkt, mit enormer Präsenz und einem kompletten Paket über die ganzen 60m Eis oder den Berliner Grenier der dem Spiel – aus Sicht der Eisbären leider – nie seinen Stempel aufdrücken konnte. Die kleineren Defizite beim Skating durch „seine enorme Wasserverdrängung“ (Zitat aus Langnau) könnten im Haiekader der Saison 23/24 nicht so zu trage kommen.

Fazit

Die Haie bekommen mit Grenier einen Leader der eine im Kader vakante Position einnimmt, nachdem man mit Matsumoto und Sill zwei Spieler dieser Art hat ziehen lassen. Grenier ist in wichtigen Situationen auf dem Eis einsetzbar und er kann das Powerplay der Haie noch variabler machen. Außerdem – um das nochmal aufzugreifen – ist Wasserverdrängung nicht das Schlechteste Attribut, wenn man ein Hai ist und unter Uwe Krupp spielt.

Infos aus Langnau und Berlin

Für die Informationen aus Langnau geht ein Dank an Tino, der uns eine kurze Einschätzung aus Greniers Zeit in Langnau präsentiert hat. Eine Einschätzung aus Berlin hört Ihr hier noch von Kevin der uns auch schon zu Ancicka eine kleine Nachricht hat zukommen lassen.

 

Disclaimer

Die Kölner Haie haben den Neuzugang Alex Grenier am 21.07.2023 vorgestellt. Die Info das Grenier in Köln einen Vertrag unterschrieben hat, haben wir schon seit Mitte Ende/Mai. Daher sind einige Namen in der Nachricht von Kevin nicht mehr aktuell und auch wir mussten unseren Artikel – der lange fertig war – an einigen Punkten umschreiben. Wir hoffen es ergibt noch alles Sinn, wenn nicht arbeiten wir das zeitnah auf.

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