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Der Ex-Trainer

Man sagt immer: Solche Geschichten schreibt nur der Sport. Natürlich stimmt das nicht. Dass die Auslosung ein Spiel gegen Ex-Trainer Kari Jalonen bereithält, war vorhersehbar und ist ein schönes Narrativ für jeden Schreiberling.

Die Haie reisen nach dem Sieg zum CHL-Auftakt in Salzburg nach Tampere und treffen auf Tappara. Den amtierenden finnischen Meister, dem man in der vergangenen Saison in der Vorbereitung zweimal unterlag.

Der Gegner

Unter Jalonen-Vorgänger Grönborg wurde das Team in der letzten Saison zum 21. Mal finnischer Meister. Auch in der CHL feierte das Team schon Erfolge. Nachdem es 2022 nur zum Vize-Titel langte, holte man ein Jahr später den Titel. Da spinnt sich die Geschichte dann weiter: Gegen Lulea unter Thomas Berglund.

Interessant für Tappara – neben der Rückkehr auf die internationale Bühne – wird auch die „Rekordsaison“ in Finnland mit 17 Teams und 64(!) Hauptrundenspielen. Mit Jokerit ist ein weiteres „Powerhouse“ des internationalen Eishockeys nach 12 Jahren Abstinenz zurück in der Liiga.

Die vergangene Saison

Sportlich verlief die Saison 2025/26 für Tappara nahezu optimal. Die Mannschaft gewann zunächst die Hauptrunde der finnischen Liiga mit 116 Punkten aus 60 Spielen. 38 Partien wurden gewonnen, zudem stellte Tappara das beste Special-Team der Hauptrunde. Anschließend krönte der Club die Saison mit dem Gewinn der finnischen Meisterschaft.

International war Tappara dagegen nicht vertreten, nachdem der Club die Qualifikation für die CHL 2025/26 verpasst hatte. Die neue Saison begann bislang wechselhaft: In der Liiga verlor Tampere am Dienstag zum Auftakt mit 2:4 bei SaiPa Lappeenranta. Zwei Tage später zeigte sich Tappara auf europäischer Bühne deutlich stärker und schlug Liberec mit 6:3. Die Finnen kontrollierten dabei über weite Strecken die Partie und zogen im Schlussabschnitt mit drei Treffern endgültig davon.

Diese Spieler sollte Köln im Blick behalten

Der auffälligste Spieler des ersten CHL-Spiels war Aapeli Räsänen. Der 28-jährige Center erzielte gegen Liberec gleich drei Tore und damit den ersten Hattrick seiner CHL-Karriere. Schon in der vergangenen Saison spielte das Tappara-Eigengewächs seine bislang offensiv stärkste Liiga-Saison und kam in 40 Hauptrundenspielen auf 17 Tore und zehn Vorlagen.

Ebenfalls interessant ist Neuzugang Michael Lindqvist. Der schwedische Flügelstürmer kam im Sommer aus Leksand nach Tampere und sammelte dort 2025/26 in 31 SHL-Partien 25 Punkte. Der ehemalige schwedische Meister besitzt zudem CHL-Erfahrung aus seiner Zeit bei Färjestad und bereitete gegen Liberec Räsänens frühes 1:0 mit vor.

Aus DEL-Sicht kennt man mit Heljanko – unterlag vor 2 Saisons mit Ingolstadt den Haien im Halbfinale – und Jorkipakka auch zwei Namen des Tappara Kaders. Der Franzose Dylan Fabre wirkt als einziger nicht Nordeuropäer schon wie ein Exot im Kader.

Worauf es für die Haie ankommt

Nach dem 5:2 in Salzburg wartet auf die Haie nun ein Gegner aus dem obersten Regal. Tappara hat Erfahrung und Qualität und zeigte gegen Liberec insbesondere mit dem Puck viel Kreativität. Die Haie sollten versuchen, an die Effizienz aus Salzburg anzuknüpfen und Tappara nicht dauerhaft in einen kontrollierten Spielaufbau kommen zu lassen. Gleichzeitig wird Disziplin wichtig sein: Gegen eine spielstarke finnische Mannschaft können unnötige Puckverluste und Strafzeiten wie am Donnerstag schnell teuer werden. Gelingt es dem KEC erneut, kompakt zu verteidigen und nach Scheibengewinnen schnell umzuschalten, ist auch beim amtierenden finnischen Meister etwas möglich, doch man geht als Außenseiter in die Partie.

Spannend wird sein wie Jalonen auf das neue System der Haie reagiert, das Berglund-Team hat das Spielsystem des neuen Trainers für den aktuellen Stand der Vorbereitung schon gut adaptiert. Er baut dabei natürlich auch auf der guten Arbeit von Jalonen in den letzten zwei Jahren auf.

Ob die Haie nur mit drei Angriffsreihen auflaufen – Tyrväinen gesperrt, Bokk und Kammerer verletzt – oder ob Spieler aus Köln nachreisten, ist uns nicht bekannt.

Bitte beschtet: Puckdrop ist schon um 16 Uhr deutscher Zeit! Übertragen wird die Partie auf Sporteurope.tv.

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