CHL-Blues
Erneut verlieren die Haie ein Spiel nach einem Europapokal-Abend. Der CHL-Blues kommt auch am Seilersee an. Die Haie konnten bisher noch kein DEL-Spiel im Anschluss an ein CHL-Spiel gewinnen. Auch am Seilersee verlor man am Ende zu Recht.
Die Haie schafften es nicht, die optische Überlegenheit auch aufs Scoreboard zu bringen.
Vor dem Spiel
Dominik Bokk kehrte ins Line-up zurück. Dafür mussten die Haie auf Ryan MacInnis verzichten. Carlos Händel fehlte erkrankt und Luca Münzenberger und Frederik Storm waren überzählig. Dafür kehrte Tim Fleischer ins Line-up zurück und Mateu Späth kam zu seiner ersten Berufung ins Line-up. Vor dem Spiel bekam er seine Rookie-Lap.
Bei den Roosters debütierte Neuzugang Joonas Nättinen.
1. Drittel
Es waren 32 Sekunden gespielt, als die Roosters in Führung gingen und die Eissporthalle am Seilersee in ein Tollhaus verwandelten. Thomas schloss aus spitzem Winkel ab und nagelte den Puck oben in den Knick.
Das frühe Tor setzte aber nicht den Ton für die Partie. Die ersten Minuten brachten keine weiteren erwähnenswerten Szenen vor den Toren. Das änderte sich Mitte des ersten Abschnitts.
Zuerst schnürten die Haie die Gastgeber ein, ohne zum Erfolg zu kommen, dann musste Juvonen in höchster Not retten (beides 9.). In der 16. Minute legte Iserlohn nach. Der Abschluss von Hollowell wurde unhaltbar für Juvonen abgefälscht. Der Torschütze initiierte dann mit einem Schubser gegen Juvonen auch das Gerangel im Anschluss.
Das Powerplay brachte keinen Ertrag für die Haie. Einzig wirklich erwähnenswert aus Sicht der Haie im ersten Drittel: Der Check von M. Münzenberger, der Bicker auf die Roosters-Bank beförderte.
2. Drittel
Der Start ins Drittel war eine Kopie des ersten Abschnitts, nur dass die Teams die Seiten getauscht hatten. Sennhenn aus spitzem Winkel auf die kurze Ecke. Er brauchte allerdings fünf Sekunden weniger.
Die Haie waren am Drücker und deckten Hane im Minutentakt ein. Berglund sprach auf der Pressekonferenz von 75 Schüssen, die die Haie über die Partie abgaben, statistisch wurden am Ende sogar 88 Schüsse erfasst. Viele davon aus dieser Phase.
Es waren allerdings keine Großchancen dabei, auch eine weitere Überzahl brachte keine Besserung. Erst die dritte Überzahl der Haie brachte den Ausgleich. Press bediente Kammerer und der ließ Hane keine Chance (28.).
Mit dem Ausgleich war die beste Phase der Haie in der Partie aber auch schon zu Ende. Iserlohn nutzte das und Napravnik brachte die Roosters wieder in Führung (29.). Juvonen, komplett ohne Sicht, entschied sich für die falsche Seite, um die Sicht zu finden.
Iserlohn verpasste es im Powerplay nachzulegen. Die Roosters schnürten die Haie zwar ein, fanden aber wenig Wege durch die gut stehende Unterzahl der Haie. Besser machten sie es in der 37. Min. Eine Aktion gegen Noebels bedachten die Refs nicht mit einer Strafe und die Roosters konterten mustergültig zum 4:2.
Dabei hörten die Haie teilweise nach dem ausbleibenden Pfiff auf zu spielen und gaben damit den Platz für Johansson.
3. Drittel
Die Haie bemühten sich und hatten mehr Scheibenbesitz. Die Roosters verteidigten gut und hatten ihre Chancen.
Krauß (50.) und Nättinen (55.) trafen beide nur Metall. Am Ende nahmen die Haie Juvonen früh vom Eis, aber auch der zusätzliche Spieler brachte die Haie nicht mehr näher ran.
Die großen Chancen erspielten sich die Haie auch in den 17 Minuten vorher nicht. Die Schüsse, die Hane sicher parieren konnte, waren dankbare Aufgaben für den Goalie.
Fazit
Der Freitags-Fluch hält an oder war es der „CHL-Blues“? Fakt ist: Die Haie schaffen es erneut nicht, die Leistung aufs Eis zu bringen zu der sie fähig sind. Dabei war es eigentlich kein besonderes Spiel in Iserlohn.
Köln schaffte es bei 88 Schüssen nur 35 davon aufs Tor zu bringen. Hane war ein sicherer Rückhalt im Tor der Roosters und hatte selten Mühe. Dazu gaben die Gastgeber auf dem Eis alles. 31(!) geblockte Schüsse zeigen, wie hart die Iserlohner-Verteidigung arbeitete.
Die Haie erhalten in den kommenden Wochen bis zur Cup-Pause, noch genug Gelegenheit es besser zu machen, aber langsam muss eben auch mal in der DEL das passieren, was in der CHL schon häufiger funktioniert hat.
Stimmen zum Spiel
Die Pressekonferenz mit Thomas Berglund und Stefan Nyman und das Interview mit Moritz Müller.
Hard Facts
Iserlohn Roosters – Kölner Haie 4:2 (2:0, 2:2, 0:0)
Schüsse: 25 – 35
Strafminuten: 10 – 4
Bullies: 20 –29
Kölner Haie
Juvonen – Wiens
Vittasmäki – Kemiläinen; Sennhenn – Press; Müller – Austin
Noebels – MacLeod – Russell; Bokk – Ljungh – Aubry; Kammerer – Tyrväinen – Fischbuch; M. Münzenberger – Fleischer – Niedenz; Späth
Iserlohn Roosters
Hane – Jenike
Norell – Ugbekile; Hollowell – Johansson; Spornberger – Niehus; Panocha
Thomas – Scott – Boland; Quenneville – Maier – Krauß; Lobach – Nättinen – Napravnik; Borzecki – Neumann – Bicker
Zuschauer: 4.967
Foto: Haiepictures

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