49. Spieltag
Elf Tage nach dem ersten Aufeinandertreffen stehen sich die Haie und die Schwenninger Wild Wings – am 49. Spieltag – erneut in der LANXESSarena gegenüber. „Damals“ entführten die Gäste mit einem 4:1 alle drei Punkte aus Köln. Diesmal kommen beide Mannschaften mit einem Erfolg im Rücken: Die Haie gewannen am Sonntag mit 4:1 gegen Bremerhaven, Schwenningen setzte sich mit 2:1 in Mannheim durch. Für Köln bietet sich damit die Gelegenheit, den jüngsten Heimsieg zu bestätigen und die offene Rechnung aus dem ersten Duell zu begleichen.
Die Tabelle weist den KEC nach zehn Spielen mit 15 Punkten auf Rang sechs aus. Schwenningen steht bei neun Punkten auf Platz 13. Die jüngste Entwicklung der Gäste gibt allerdings wenig Anlass, sich auf diese Rollenverteilung zu verlassen.
Schwenningens bisherige Saison
Der Saisonstart verlief für die Wild Wings enttäuschend. Aus den ersten sechs Partien holte die Mannschaft von Steve Walker lediglich zwei Punkte. Seit dem Erfolg in Köln ist die Ausbeute deutlich besser: Sieben der bisherigen neun Zähler stammen aus den vergangenen vier Spielen. Eine durchgehende Siegesserie ist daraus noch nicht geworden, der Anschluss gelingt aber zunehmend.
Besonders das vergangene Wochenende zeigt, weshalb die aktuelle Platzierung nur einen Teil der Geschichte erzählt. Gegen Ingolstadt geriet Schwenningen bereits im ersten Drittel mit 0:3 in Rückstand, arbeitete sich jedoch zurück und erzwang beim späteren 3:4 nach Verlängerung immerhin einen Punkt.
In Mannheim folgte die Belohnung über die volle Distanz. Nach zwei torlosen Dritteln trafen die Wild Wings im Schlussabschnitt zur 2:0-Führung. Der späte Anschluss der Adler änderte nichts mehr am Auswärtssieg.
Ein Blick auf die Zahlen
Tore & Gegentore
Mit 23 Treffern in zehn Spielen gehört Schwenningen bislang zu den offensiv schwächeren Mannschaften der Liga. Nur Bremerhaven und Iserlohn haben weniger Tore erzielt. Gleichzeitig stehen bereits 39 Gegentreffer zu Buche – genauso viele wie bei den Haien. Lediglich Iserlohn kassierte mit 40 noch einen mehr. Köln verfügt mit 38 eigenen Toren über die deutlich bessere offensive Ausbeute, defensiv liefert die Saisonbilanz jedoch keinen Anlass zur Überheblichkeit.
Auswärtsbilanz
Alle drei bisherigen Schwenninger Siege gelangen auf fremdem Eis: in Wolfsburg nach Verlängerung sowie in Köln und Mannheim nach regulärer Spielzeit. Acht ihrer neun Punkte holten die Wild Wings damit auswärts. Verrückt für das Team mit dem größten Heimvorteil der Liga.
Special Teams
Hier liegt der deutlichste statistische Vorteil der Haie. Schwenningen erzielte aus 37 Überzahlsituationen lediglich drei Tore. Die Powerplayquote von 8,11 Prozent bedeutet aktuell den letzten Platz der DEL (Köln 34,62%, Platz 1). Auch in Unterzahl bleibt Luft nach oben: Neun Gegentreffer bei 32 Unterzahlsituationen (Platz 12) ergeben eine Erfolgsquote von 71,88 Prozent (Köln 75,86%, Platz 11).
Scoring
Mirko Höfflin und Philip Feist führen die interne Scorerwertung mit jeweils acht Punkten an. Höfflin kommt auf fünf Tore und drei Vorlagen, Feist auf vier Treffer und vier Assists. Gemeinsam erzielten sie damit neun der 23 Schwenninger Saisontore. Eric Martinsson ist mit sechs Vorlagen der erfolgreichste Vorbereiter des Teams.
Torhüter
Die bisherigen Saisonwerte fallen bescheiden aus: Joacim Eriksson steht nach sieben Einsätzen bei 86,26 Prozent Fangquote, Simon Wolf nach vier Einsätzen bei 87,61 Prozent. Diese Gesamtbilanz sollte allerdings nicht den Blick auf Wolfs jüngsten Auftritt verstellen. In Mannheim ließ er erst 59 Sekunden vor dem Ende den einzigen Gegentreffer zu und hatte erheblichen Anteil am Sieg.
Prognose
Die Haie haben mit dem Erfolg gegen Bremerhaven eine gute Grundlage geschaffen, um endlich mal wieder einen Sieg bestätigen zu können. Zudem schaffte man es zum ersten Mal, hinten stabil zu stehen und ein Spiel über die vollen 60 Minuten zu kontrollieren, etwas das die Haie beim ersten Duell gegen die Wild Wings nicht schafften.
Für Dienstag wird deshalb entscheidend sein, den Druck hoch zu halten und zugleich an die defensive Absicherung zu denken. Die Haie sollten Schwenningen früh beschäftigen, vor dem Tor konsequent nachsetzen und bei ausgeglichenem Spielstand geduldig bleiben, ein Charakterzug der den Haien in dieser Saison noch fehlt. Die Vorteile im Powerplay können helfen, ersetzen aber keine kontrollierte Leistung bei fünf gegen fünf.
Auf dem Papier liegt Köln vorn. Schwenningen reist jedoch mit frischem Selbstvertrauen an und hat bereits gezeigt, wie es in dieser Arena gewinnen kann. Für die Haie geht es darum, aus dem guten Sonntag eine beständigere Leistung zu machen. Gelingt das, sind die Voraussetzungen für die Revanche vorhanden.
Die Partie wird bei MagentaSport als Einzelspiel übertragen. Kommentator ist Adrian von der Groeben. Wer das Ganze im Audioformat hören möchte, der ist bei der Blindenreportage gut aufgehoben und bekommt das Spiel direkt in die Ohren.
Blick über den Tellerrand
Die Extraportion Schwenningen gibt es über Martina Fröhlich (Bluesky/Instagram). Sie ist die Konstante Besetzung bei uns, wenn wir uns weitere Infos zu und aus Schwenningen wünschen.

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